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Berlin
WM-Affäre: Schily sagt aus, getäuscht worden zu sein

Berlin. Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) fühlt sich in der Affäre um die Fußball-WM 2006 hintergangen. "Man muss das deutlich aussprechen, wir sind da getäuscht worden im Präsidialausschuss", sagte Schily nach seiner Aussage vor dem Sportausschuss des Bundestags. "Das ist natürlich ein sehr unerfreulicher Vorgang." Von der Sitzung erhofften sich die Mitglieder des Bundestagsausschusses weitere Aufklärung über die Umstände der Vergabe der WM nach Deutschland.

Im Zentrum des Skandals steht eine dubiose Zahlung von 6,7 Millionen Euro. Das Organisationskomitee der WM 2006 hatte dieses Geld auf ein Konto des Fußball-Weltverbands Fifa überwiesen. Ermittler beim Deutschen Fußball-Bund untersuchen derzeit, wohin die Millionen tatsächlich flossen. Von diesem Vorgang habe er "keine eigene Kenntnis", sagte Schily, der im Aufsichtsrat des Organisationskomitees für die WM 2006 war.

Im März soll die Affäre ein weiteres Mal Thema im Sportausschuss sein. Darauf einigten sich die Obleute der Parteien. Ob dann auch der ehemalige OK-Präsident Franz Beckenbauer eingeladen wird, ließ die Ausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag offen.

(dpa)
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