Lindemann im deutschen Duell erfolgreich: WM-Ticket "Mission possible" für Paarläufer Fitze/Rex
zuletzt aktualisiert: 02.02.2004 - 20:46Budapest (rpo). Zur Musik von "Mission Impossible" haben die Schützlinge von Trainer Ingo Steuer, Eva Maria Fitze und Rico Rex, im Kurzprogramm der Eiskunstlauf-WM einen beachtlichen Lauf hingelegt. Mit Rang sechs haben sie jetzt alle Chancen auf das ersehnte WM-Ticket.
Rang acht nach der Kür am Mittwoch (18.30 Uhr) würde den deutschen Vize-Meistern für die Startberechtigung bei den Welttitelkämpfen Ende März in Dortmund reichen.
Zur Filmmusik "Mission Impossible" spulten die Schützlinge von Trainer Ingo Steuer ein nahezu fehlerfreies Programm, ihnen gelang sowohl der dreifache Toe-Loop als auch der geworfene Salchow. In der A-Note für den technischen Wert lagen die Noten zwischen 3,9 und 5,3 Punkten, in der B-Note für die Präsentation zwischen 4,4 und 5,5 Zählern.
An der Spitze laufen Tatjana Totmianina und Maxim Marinin einer erfolgreichen Titelverteidigung entgegen. Die beiden Russen verwiesen mit einem makellosen, aber auch emotionslosen Kurzprogramm ihre Landsleute, die Ex-Weltmeister Maria Petrowa und Alexej Tichonow auf den zweiten Platz. Rang drei im Zwischenklassement gingen an Dorota Zagorska und Mariusz Siudek aus Polen, die von den nur knapp 1000 Zuschauern in der spärlichen gefüllten Budapest-Arena wegen ihrer Harmonie auf dem Eis den meisten Beifall einheimsten.
Bereits am Nachmittag hatte Stefan Lindemann die erste Runde im Kampf der deutschen Eiskunstläufer um das WM-Ticket für Dortmund gegen Andrejs Vlascenko gewonnen. Zum Auftakt der Titelkämpfe von Budapest belegte der deutsche Meister aus Erfurt in der Qualifikation den dritten Platz vor dem Münchner Ex-Champion Vlascenko, der sich nach zwei Stürzen mit Rang fünf begnügen musste. Bei den Welttitelkämpfen im März in der Westfalenhalle hat die Deutsche Eislauf-Union (DEU) nur einen Startplatz.
Während der ehemalige Junioren-Weltmeister bei den Preisrichtern mit zwei gelungenen Sprungkombinationen punkten konnte, kam Routinier Vlascenko beim dreifachen Axel zweimal zu Fall. Der Wettkampf wird am Dienstag (18.30 Uhr) mit dem Kurzprogramm fortgesetzt, erst danach könnte möglicherweise eine Vorentscheidung gefallen sein.
Lindemann ärgerte sich über den Sturz beim vierfachen Toe-Loop, der einen größeren Vorsprung auf Vlascenko verhinderte: "Im Training lag die Quote der gelungenen Versuche bei 90 Prozent, deshalb habe ich eine gute Chance verschenkt. Auch insgesamt liefen die Vorbereitungen besser als diese Qualifikation."
Trotz schmerzhafter Knieprobleme war Titelverteidiger Jewgeni Pluschenko in der Budapest-Arena eine Klasse für sich. Der Weltmeister aus St. Petersburg lief zwar ein wenig verhalten, kam aber weitgehend fehlerfrei durch sein Programm und erhielt durchgehend Noten zwischen 5,8 und 5,9 Punkten. In der insgesamt stärker besetzten Qualifikations-Gruppe B ging der erste Platz an Vize-Europameister Brian Joubert aus Frankreich.
Die Titelkämpfe werden am Dienstag (13.00 Uhr) mit dem Pflichttanz der Eistänzer (Austrian Waltz) fortgesetzt. Nach der verletzungsbedingten Absage der deutschen Meister Kati Winkler und Rene Lohse aus Berlin sind für die DEU nur die Dortmunder EM-Debütanten Christina und William Beier am Start.
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