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Wolfsburg
Wolfsburg kämpft sich ins Halbfinale

Pressestimmen: "Goldkehlchen - Lass das mal den Oppa machen!"
Pressestimmen: "Goldkehlchen - Lass das mal den Oppa machen!" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO
Wolfsburg. Die Niedersachsen setzten sich im DFB-Pokal-Viertelfinale knapp mit 1:0 gegen den SC Freiburg durch. Von Nikolaj Stobbe und Dominik Kortus

Der VfL Wolfsburg hat dank Ricardo Rodriguez im DFB-Pokal den Halbfinal-Hattrick perfekt gemacht. Der Schweizer erzielte im Viertelfinale gegen den SC Freiburg in der 72. Minute per Strafstoß den Siegtreffer zum 1:0 (0:0)-Sieg und sorgte dafür, dass die Grün-Weißen - wie schon in den beiden Vorjahren - in die Runde der letzten Vier einzogen. Damit tanzt Wolfsburg weiter auf drei Hochzeiten (Meisterschaft, Pokal, Europa League).

"Es war das erwartet schwere Spiel", sagte Wolfsburgs Sportdirektor Klaus Allofs bei Sky: "Die Mannschaft hat das heute wieder gut gelöst, auch wenn dem einen oder anderen heute die Kraft gefehlt hat." Freiburgs Trainer Christian Streich haderte derweil mit dem Strafstoß: "Schade, dass ein Spiel durch so einen Elfmeter entschieden wird. Dass die Mannschaft so bestraft wird, ist Wahnsinn. Aber damit müssen wir umgehen."

Die Breisgauer mussten nach dem jüngsten Aufwärtstrend in der Liga einen Rückschlag hinnehmen und versäumten den zweiten Halbfinaleinzug ihrer Klubgeschichte nach 2013. Trainer Christian Streich hatte im Vergleich zum 1:0 in der Liga gegen den 1. FC Köln gleich auf sieben Positionen rotiert. Seine Elf präsentierte sich dennoch stabil, verpasste aber die Revanche für die 0:3-Pleite vor vier Wochen in der Bundesliga.

Wolfsburg war von Beginn an um Spielkontrolle bemüht, tat sich aber vor nur 15 237 Zuschauern gegen engagierte Gäste äußerst schwer. Andre Schürrle (13.), der in die Startelf gerückt war, sorgte mit einem Distanzschuss für den ersten Aufreger. Freiburgs Keeper Roman Bürki zeigte erstmals seine Klasse und lenkte zur Ecke.

Freiburg hielt dagegen, konnte auch nach vorne Akzente setzen. Die größte Gefahr ging von einem Freistoß von Jonathan Schmid aus, den Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio gerade noch aus der Ecke fischte.

Nach einer halben Stunde erhöhten die Gastgeber den Druck, Spielmacher Kevin de Bruyne setzte jetzt vermehrt mit klugen Pässen seine Stürmer ein. Die größten Möglichkeiten hatte der niederländische Torjäger Bas Dost (in der Bundesliga in dieser Saison schon 13 Mal erfolgreich), der jedoch zweimal (39./43.) an Bürki scheiterte. Auch den gefühlvollen Distanzschuss von Vieirinha (43.) drehte Bürki noch um den Pfosten.

In der zweiten Halbzeit setzte sich die Wolfsburger Überlegenheit zunächst fort. Schürrle kommt aus spitzem Winkel nach einem Zuspiel vom Brasilianer Luiz Gustavo frei zum Abschluss, doch der Ball zieht knapp am Pfosten vorbei. De Bruyne tat es ihm gleich und schob den Ball aus acht Metern am Gehäuse vorbei.

Die "Wölfe" blieben am Drücker, hatten phasenweise mehr als 60 Prozent Ballbesitz und eine klar bessere Zweikampfquote, aber im Abschluss blieben die Hausherren lange Zeit zu unpräzise. Schürrle (70.) vergab nach Dost-Zuspiel eine weitere Top-Chance. In der 72. Minute gab es nach einem Foul von Julian Schuster an Caligiuri Strafstoß, den Rodriguez gegen seinen Schweizer Nationalmannschaftskollegen Bürki verwandelte.

Bei den Gastgebern überzeugten Benaglio und Vieirinha, bei den Gästen verdienten sich Julian Schuster und vor allem Keeper Bürki die Bestnoten.

(sid)
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