Radsport: Koerts gewinnt dritte Etappe bei Paris-Nizza: Zabel bei "Tirreno-Adriatico" Dritter der ersten Etappe
zuletzt aktualisiert: 14.03.2001 - 19:08Sorrento/Villeneuve-les-Avignon (rpo). Erik Zabel (Foto links) hat am Mittwoch den Tagessieg bei der Fernfahrt in Italien nur knapp verpasst. Gleiches passierte seinem Teamkollege Danilo Hondo beim Tagessieg von Jans Koerts in Frankreich. Beide Telekomfahrer landeten auf dem dritten Platz.
Zehn Tage vor dem Start des Frühjahr-Klassikers Mailand-San Remo ist Zabel für die 92. Auflage des ersten Weltcup-Rennens der Saison gerüstet. Der Weltcup-Gesamtsieger des Vorjahres fuhr auf dem Rundkurs in Sorrento nur knapp an seinem sechsten Saisonsieg vorbei. Nach 132 Kilometern musste sich der dreimalige Sieger von Mailand-San Remo nur dem Italiener Biagio Conte und dem Russen Dimitri Konejtschew geschlagen geben.
"Man kann halt nicht immer gewinnen. Aber die Mannschaft ist gut gefahren, und konditionell sind alle gut drauf", sagte Telekom-Sportdirektor Rudy Pevenage, der besonders Alberto Elli lobte: "Er war bei allen Attacken dabei, vor allem auch, um Erik zu schützen". Den Schlussspurt für Zabel, der bei neun Tirreno-Starts schon sechs Etappen gewann, zog Ellis italienischer Landsmann Gian-Matteo Fagnini an.
Bei Paris-Nizza blieb dem Team Telekom am Mittwoch schon zum dritten Mal in Folge nur knapp der Tagessieg verwehrt. Wie schon auf der ersten Etappe am Montag musste sich Hondo auch auf dem Teilstück über 217,9 Kilometer von St. Etienne nach Villeneuve-les-Avignon mit dem dritten Platz begnügen und dem Niederländer Jans Koerts den Sieg überlassen.
Dennoch war Telekom-Teamleiter Frans van Loos zufrieden: "Danilo wird immer besser. Er kann sich jetzt schon ganz vorne behaupten, das konnte er im vergangenen Jahr noch nicht. Das Rennen heute war sehr schnell, was vor allem ein Verdienst von Mercury war", sagte van Looy nach dem überlegen herausgefahrenen Sieg von Koerts im Schlussspurt vor dem Franzosen Jean-Patrick Nazon und Hondo. Zeitgleich den zehnten Platz belegte der Erfurter Stephan Schreck.
Das Weiße Trikot des Spitzenreiters in der Gesamtwertung verteidigte Koerts' Mercury-Teamkollege Peter van Petegem mit elf Sekunden Vorsprung vor dem Ansbacher Jörg Jaksche vom spanischen Once-Team erfolgreich. Weiterhin Achter mit 33 Sekunden Rückstand ist Telekom-Profi Alexander Winokurow (Kasachstan), der am Vortag in einem dramatischen Finale von van Petegem auf den letzten Metern noch abgefangen worden war.
Die vierte Etappe des ersten Saisonrennens der ersten Kategorie führt am Donnerstag über 195,6 Kilometer von Tarascon mit dem Aufstieg am berüchtigten Mont Ventoux nach Sisteron. Beim "Rennen zwischen den Meeren" in Italien stehen für Zabel und Co. 163 Kilometer von Sorrento nach Benevento auf dem Programm.
68. Fernfahrt Paris-Nizza, dritte Etappe über 217,9 km von St. Etienne nach Villeneuve-les-Avignon:
1. Jan Koerts (Niederlande) 4:43:28 Stunden 2. Jean-Patrick Nazon (Frankreich) 3. Danilo Hondo (Cottbus/Telekom) 4. Damien Nazon (Frankreich) 5. Jo Planckaert (Belgien) 6. Fabrizio Guidi (Italien) 7. Oscar Cavagnis (beide Italien) 8. Christophe Capelle (Frankreich), 9. Lauri Aus (Estland) 10. Stephan Schreck (Cottbus/Telekom) ... 24. Alexander Winokurow (Kasachstan/Telekom) ... 53. Jörg Jaksche (Ansbach/Once) ... 106. Peter van Petegem (Belgien) alle gleiche Zeit
Gesamtwertung:
1. Peter van Petegem (Begien) 15:13:13 Stunden 2. Jörg Jaksche (Ansbach/Once) 0:11 Minuten zurück 3. Raimondas Rumsas (Litauen) 0:15 4. Dario Frigo (Italien) 0:16 5. Andrej Tschmil (Belgien) 0:27 6. Mario Aerts (Belgien) 0:29 7. David Montcoutie (Frankreich) gleiche Zeit 8. Alexander Winokurow (Kasachstan/Telekom) 0:33 9. Laurent Dufaux (Schweiz) gleiche Zeit 10. Patrice Halgand (Frankreich) 0:36 ... 12. Tobias Steinhauser (Scheidegg/Gerolsteiner) 0:39
35. Fernfahrt "Tirreno-Adriatico", erste Etappe über 132 km mit Start und Ziel in Sorrento:
1. Biagio Conte (Italien) 3:23:20 Stunden 2. Dimitri Konejtschew (Russland) 3. Erik Zabel (Unna/Telekom) 4. Gabriele Balducci (Italien) 5. Roman Vainsteins (Lettland) 6. Paolo Bettini 7. Dario Pieri (beide Italien) 8. George Hincapie (USA) 9. Alberto Ongarato 10. Andrea Ferrigato (beide Italien) alle gleiche Zeit
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