In Kassel und Dortmund siegreich: Zabel beim Heimspiel in Top-Form
zuletzt aktualisiert: 11.08.2002 - 22:19Dortmund (rpo). Sprint-Star Erik Zabel hat vor den Toren seiner Heimatstadt Unna binnen 24 Stunden den zweiten Sieg gefeiert. Der Telekom-Kapitän gewann Samstagnacht ein Kriteriumsrennen in Dortmund, nachdem er am Freitagabend in Kassel das Cityrennen vor Sven Teutenberg (Mettmann) und seinem Telekom-Sprintkollegen Danilo Hondo (Cottbus) für sich entschieden hatte.
In Dortmund siegte Zabel im Schlussspurt nach 60 km auf dem 1, 6 km langen Rundkurs vor Andreas Beikirch (Büttgen) und dem Australier Robbie McEwen, der ihm bei der Tour de France das Grüne Trikot abgenommen hatte.
"Das war ein schnelles Rennen. Aber vor so einem Publikum zu fahren, macht immer Spaß", sagte Zabel, der sich beim Schaulauf im Anschluss an die Tour schon in Hannover und Duisburg als Sieger feiern lassen durfte.
Die Bochumer Fans sahen den Belgier Frederic Amorison als Spurtsieger vor dem Dänen Jorgen Bo Petersen. Mit einer halben Minute Rückstand rollte Zabel mit dem Feld ins Ziel. Tour de France-Champion Lance Armstrong (USA) war im Platzregen in der zehnten Runde ausgestiegen.
Brochard gewinnt Regio-Tour
Bei der 18. Regio-Tour hat Andreas Klöden vom Team Telekom den zweiten Rang belegt. Bei seiner ersten Rundfahrt nach einer schweren Knie-Verletzung bei der Tour de Suisse im Juni musste sich der Wahl-Merdinger nur dem Straßen- Weltmeister von 1997, Laurent Brochard (Frankreich/Jean Delatour), geschlagen geben. "Bei meinem zweiten Start nach meiner langen Verletzungspause fünf Sekunden hinter einem ehemaligen Weltmeister Zweiter zu werden, ist schon eine tolle Sache. Das lässt hoffen für die weiteren Aufgaben wie die Spanien-Rundfahrt", sagte Klöden am Sonntag nach der Schlussetappe über 157,2 Kilometer von Neuenburg am Rhein nach Vogtsburg.
Mit Brochard triumphierte erstmals ein Profi zum zweiten Mal bei der Fünf-Tages-Tour durch Südbaden und den Elsaß nach seinem Erfolg 1994. "Mein Sieg heute ist allerdings bedeutend höher zu bewerten als 1994. Mittlerweile sind viel stärkere Mannschaften am Start", meinte Brochard. Den letzten Teilabschnitt hatte zuvor der Italiener Daniele Bennati (Acqua & Sapone) im Massensprint des Hauptfeldes in 3:42,40 Stunden vor dem Gesamtdritten Markus Zberg (Schweiz/Rabobank) und dem für das Phonak-Team fahrenden Stefan Kupfernagel (Berlin) für sich entscheiden können.
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