Vor der Eishockey-WM in Schweden: Zach soll Nationalcoach bleiben
zuletzt aktualisiert: 12.04.2002 - 23:00Neuss/Schwenningen (rpo). Alle wollen es, die Spieler, der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und Hans Zach wohl auch. Weitere zwei Jahre des "Alpenvulkans" sind allem Anschein nach nur noch Formsache. So kann sich der neue und alte Bundestrainer ganz auf die WM in Schweden (ab dem 26. April)konzentrieren.
Noch vor Schweden will der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) den Vertrag mit seinem Bundestrainer verlängern, die Unterschrift des 53-Jährigen ist nur noch Formsache. "Ich denke, wir bekommen das noch vor der WM hin", sagte DEB-Sportdirektor Franz Reindl dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Wir wollen es, und der Hans will es auch."
Zach, der in der kommenden Saison die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) trainiert, bleibt somit Klub- und Nationalcoach in Personalunion - wie seit seinem Amtsantritt im August 1998. Der Kontrakt des "Alpenvulkans" soll wie in der Vergangenheit um zwei Jahre verlängert werden. "Dieser Rhythmus hat sich bewährt", sagte Reindl und lobte: "Wir haben bisher hervorragend zusammengearbeitet." Bereits bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City hatten beide Seiten angedeutet, die erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen zu wollen.
In der Nationalmannschaft, die Zach nach dem Playoff-Aus seines bisherigen Klubs Kassel Huskies derzeit auf die WM vorbereitet, träfe eine Vertragsverlängerung auf ein positives Echo. Kapitän Jürgen Rumrich, der sowohl den Absturz in die Zweitklassigkeit als auch die Rückkehr in die Weltelite unter Zach miterlebte, lobt den Coach: "Er ist ein guter Trainer vor allem für die jungen Spieler. Jeder kriegt bei ihm eine faire Chance. Und er sagt jedem ins Gesicht, was er von ihm hält."
Diese klare Linie ist auch derzeit gefragt. Denn der DEB-Chefcoach muss in diesen Tagen den WM-Kandidaten mitteilen, ob sie ein Ticket für Schweden erhalten oder nicht. Erste Eindrücke von den Qualitäten der Neulinge sammelte Zach bei den ersten beiden Testspielen gegen Frankreich (3:1 und 5:2). "Ich bin zufrieden mit den Leistungen, der zweite Anzug passt", bilanzierte der Bundestrainer vor dem dritten "Elch-Test" am Samstag in Rosenheim gegen Österreich.
Aus seinen WM-Planungen streichen muss Zach Stürmer Thomas Greilinger (Nürnberg Ice Tigers). Bei einer medizinischen Untersuchung in München stellte sich heraus, dass der 20-Jährige wegen einer Verletzung an der linken Schulter nicht um eine erneute Operation herumkommt. Zum Team stößt für das Österreich-Spiel Verteidiger Patrick Köppchen von den München Barons, dessen Klubkollegen Christian Künast, Christoph Schubert und Heiko Smazal komplettieren mit den Nationalspielern der beiden DEL-Finalisten Köln und Mannheim erst im weiteren Verlauf der Vorbereitung das DEB-Team.
Zach plant in Schweden auch mit NHL-Torhüter Olaf Kölzig, der mit den Washington Capitals die Playoffs verpasste. "Er ist natürlich eine Verstärkung, er ist einer der besten Goalies der Welt", sagte Zach. Allerdings wartete Reindl am Freitag noch auf das endgültige Okay aus Washington. Bei Olympia hatte "Olie the Goalie" wegen einer Knieverletzung zuschauen müssen. "Wenn ich nicht in die Playoffs komme, spiele ich bei der WM", hatte der 32-Jährige damals erklärt.
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