Leichtathletik-Idol wird am 6. Dezember beigesetzt: Zatopek-Trauerfeier nicht als Staatsbegräbnis
zuletzt aktualisiert: 27.11.2000 - 20:51Prag (dpa). Der vergangene Woche in Prag gestorbene Leichtathlet Emil Zatopek erhält am 6. Dezember eine Trauerfeier mit staatlichen Ehren. Darauf einigten sich am Montag die Witwe Dana Zatopkova und das tschechische Nationale Olympische Komitee. Ein Staatsbegräbnis für den vierfachen Olympiasieger lehnte Dana Zatopkova aber ab.
Nach Angaben der tschechischen Nachrichtenagentur CTK bemühen sich auch deutsche Fernsehsender um eine Direktübertragung der Trauerfeier aus dem Prager Nationaltheater. Zatopek soll danach im Familienkreis in der mährischen Stadt Roznov pod Radhostem beigesetzt werden.
Die Trauerfeier, an der IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch teilnehmen wird, soll mit der olympischen Hymne eröffnet und mit der tschechischen Hymne beendet werden. An der Seite des flaggenumhüllten Sargs sollen Freunde von Zatopek sprechen. Mit einer abschließenden Salve sei sie einverstanden, sagte Zatopkova: "Ein Staatsbegräbnis ist aber für Politiker, würde Emil sagen." Wegen des zu erwartenden Interesses der Bevölkerung wird die Trauerfeier auf einer Großbild- Leinwand übertragen, die neben dem Nationaltheater stehen soll.
Zatopek war am 21. November im Alter von 78 Jahren an den Folgen eines Hirnschlags im Prager Militärkrankenhaus gestorben. Der wegen seines Laufstils "Lokomotive von Prag" genannte Läufer hatte bei den Olympischen Spielen 1948 in London (10 000 m) und 1952 in Helsinki (5 000, 10 000 m, Marathon) vier Mal Gold errungen und während seiner Karriere 18 Weltrekorde aufgestellt.
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