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Frankfurt/Main
Zensur-Vorwürfe vor Confed Cup in Russland

Frankfurt/Main. 50 Tage vor Turnierbeginn (17. Juni bis 2. Juli) sorgen erste Anhaltspunkte für eine mögliche Zensur beim Confed Cup in Russland für Wirbel. Auslöser sind Passagen in den Akkreditierungs-Unterlagen für die Journalisten, in denen auf Einschränkungen der Berichterstattung hingewiesen wird. So heißt es darin unter anderem, dass Medienvertreter "ausschließlich über den Confed Cup und damit verbundene Ereignisse" berichten dürfen. Zudem dürfen Medienvertreter "nur auf dem Gebiet der Spielorte und nahe gelegener Sehenswürdigkeiten tätig sein". Wer über die WM hinaus berichten möchte, braucht ein Arbeitsvisum.

Während DFB, DFL, der deutsche Journalistenverband DJV und Stimmen aus der Politik von Russlands Staatspräsident Putin und dem Fußball-Weltverband Fifa eine freie Berichterstattung anmahnten, wies die Fifa die Vorwürfe zurück. Die Pressefreiheit sei "oberstes Gebot." In einer Stellungnahme mit den Organisatoren teilte die Fifa mit: Journalisten "können an den Spielorten und in den umliegenden Gebieten ohne jede Einschränkung frei arbeiten." Auch Russland selbst bestreitet Einschränkungen: "Sie können schreiben, worüber sie wollen", sagte Vizeregierungschef und Fußballverbandschef Witali Mutko laut Agentur Tass.

(dpa/sid)
 
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