Thema
ADAC
München

Aufschub für ADAC im Streit um Vereins-Status

Der ADAC hat sich mit seiner angekündigten Reform Aufschub bei der Entscheidung über seinen Status als eingetragener Verein verschafft. "Man muss die neue Lage in den Entscheidungsprozess einbeziehen", sagte die Sprecherin des Amtsgerichts München. Bei dem Gericht ist eine Prüfung des ADAC-Vereinsstatus anhängig. Das Amtsgericht werde den Autoclub auffordern, die Reform zu erläutern. Dann werde das Gericht über das weitere Vorgehen entscheiden. Das Amtsgericht prüft seit dem Januar, ob der ADAC mit seinen fast 19 Millionen Mitgliedern überhaupt noch ein Verein ist oder ein Wirtschaftskonzern. Davon hängt es ab, ob der ADAC massiv Steuern nachzahlen muss. mehr

München

ADAC-Hauptversammlung stimmt für Radikalumbau

Der krisengeschüttelte ADAC will zu seinen Wurzeln als Mitgliedergemeinschaft zurückkehren und sich künftig in erster Linie um Serviceleistungen für Kraftfahrer kümmern. Die wirtschaftlichen Tätigkeiten und das Firmengeflecht des Autoclubs sollen in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert werden, damit der ADAC seinen steuermindernden Status als eingetragener Verein behalten kann. Eine außerordentliche Hauptversammlung billigte am Wochenende in München ein entsprechendes Reformprogramm. Nach Bekanntwerden der Fälschungen beim Autopreis "Gelber Engel" und anderen Enthüllungen wie der zweckwidrigen Nutzung von Rettungshubschraubern war der ADAC in eine tiefe Vertrauenskrise gestürzt. mehr

Verkehr

ADAC wehrt sich gegen Politiker-Vorwürfe

München (dpa) Der ADAC hat Sorgen zerstreut, für den gescheiterten Einstieg des Clubs ins Fernbusgeschäft müssten am Ende die Mitglieder zahlen. "Für das Fernbus-Engagement ist kein einziger Euro an Mitgliedsbeiträgen verwendet worden", erklärte ADAC-Geschäftsführerin Marion Ebentheuer. "Sämtliche Investitionskosten wurden vollständig aus den Wirtschaftsaktivitäten des Clubs getragen, die klar vom Verein getrennt sind", erklärte die Managerin. Damit reagierte Ebentheuer auf Aussagen der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU). Sie hatte den Automobilclub in der "Bild"-Zeitung aufgefordert, offenzulegen, wie viele Mitgliedsgelder bei dem Engagement "verbrannt" worden seien. Der Automobilclub hatte am Montag bekanntgegeben, dass er sich nach nur einem Jahr wieder aus dem Markt für Fernbusse zurückzieht. mehr

Bonn

ADAC steigt bei ADAC-Postbus aus

Die Post verliert den ADAC als Partner beim ADAC-Postbus. Der krisengeschüttelte Automobillclub steigt offensichtlich aus, weil er die hohen Anlaufverluste beim Aufbau des Geschäftes nicht mehr zu tragen bereit ist. Postvorstand Jürgen Gerdes will das Netz nun allein ausbauen. Das Geschäft wuchs seit einem Jahr von fünf Linien mit 24 Städten auf 15 Linien mit 60 Städten. Schon vor dem ADAC sind zwei kleinere Firmen aus dem 2013 liberalisierten Fernbus-Geschäft ausgestiegen. mehr

Thema

ADAC

Der ADAC ist Deutschlands größter Automobilclub. Zweck des ADAC ist „die Wahrnehmung und Förderung der Interessen des Kraftfahrwesens, des Motorsports und des Tourismus“. Er bietet – direkt oder über Tochterunternehmen – Dienstleistungen an und produziert Stadtpläne sowie Straßenkarten. Außerdem betreibt er mehrere Fahrsicherheitszentren. Die ursprüngliche und bekannteste Dienstleistung des Clubs ist die Pannenhilfe.