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Ägypten
Genf

3400 Flüchtlinge ertranken dieses Jahr im Mittelmeer

Als die Schleuser das überladene Boot vor Malta versenkten, lachten sie. Hunderte Menschen, darunter auch Kinder, ertranken im Mittelmeer. Die Täter, so berichten zwei Überlebende, hatten ihren Opfern befohlen, auf einen kleineren, morschen Kahn umzusteigen. Die Flüchtlinge hatten sich im September in Ägypten an Bord begeben. Sie wollten nach Europa, dorthin, wo Frieden herrscht und Wohlstand winkt. Nur elf Passagiere überlebten. mehr

Ägypten

Staatsanwaltschaft fordert Todesstrafe für Mursi

Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat im Spionageprozess gegen den früheren Präsidenten Mohammed Mursi und ranghohe Mitglieder seiner Muslimbruderschaft die Todesstrafe gefordert. Der Staatschef und sein Mitarbeiterstab hätten während der einjährigen Amtszeit Mursis Dokumente zur Staatssicherheit an den iranischen Geheimdienst weitergeleitet, sagte Ankläger Emad al-Scharawi am Mittwoch in seinem Abschlussplädoyer. Zudem hätten Mursi und die übrigen 35 Angeklagten, darunter der Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie, mit extremistischen Gruppen wie der Hamas im Gazastreifen zusammengearbeitet, um Ägypten zu destabilisieren, erklärte Al-Scharawi weiter. Mursi erkennt die Rechtmäßigkeit des Gerichts nicht an und hat beantragt, sich bei den noch folgenden Anhörungen selbst zu verteidigen. Am 26. November wird das Verfahren mit dem Schlussplädoyer der Verteidigung fortgesetzt. mehr