Ägypten
Kaarst

Kaarst heißt jetzt 40 neu eingebürgte Ausländer willkommen

Ahmed (14) stammt ebenso wie seine Schwester Nada (12) aus Ägypten. Gemeinsam mit ihrer Mutter Naglaa Abd-Elmonemwaren sie am Samstag zur Einbürgerungsfeier ins VHS-Haus gekommen. Sie besitzen jetzt die deutsche Staatsbürgerschaft. "Das ist ein gutes Gefühl", sagte der 14-Jährige, der in diesem Jahr Schülerprinz der Kaarster St. Sebastianer ist und an einer Neusser Gesamtschule das Abitur anstrebt. 40 Einbürgerungen hat es innerhalb der vergangenen zwölf Monate in Kaarst gegeben. Zur Feier waren nur ein Dutzend dieser Menschen gekommen. mehr

Ägypten

Gericht verbietet Ultras-Gruppierungen

Ein Gericht in Kairo hat am Samstag alle Vereinigungen von Fußball-Ultras im Land verboten und ihre Auflösung angeordnet. Das Gericht folgte einem Antrag von Murtada Mansur, dem Präsidenten des Top-Klubs Zamalek Kairo. Das berichtete die regierungsnahe Internetseite "ahram.org". Mansur war eng mit dem Regime des 2011 zurückgetretenen Langzeitherrschers Husni Mubarak verflochten. Er pflegt eine tiefe Feindschaft zu den Zamalek-Ultras, den White Knights.  Die Ultra-Szene in Ägypten ist stark politisiert. Blutige Ausschreitungen wie in Port Said im Februar 2012 mit über 70 Toten und in Kairo im letzten Februar mit 22 Toten lassen sich nicht nur mit brutal ausgetragenen Rivalitäten zwischen Fan-Gemeinden erklären. So unterstützten die White Knights und andere Ultras die Revolution von 2011, die Mubaraks Abgang erzwang. Mansur war wiederum einer der Unterstützer jener bewaffneten Gruppen, die am 2. Februar 2011 auf Kamelen und Pferden die Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz angriff. mehr

Kairo

Ägyptens Justiz will keine Söhne von Müllmännern

Der Sohn eines Müllmanns kann in Ägypten nach den Worten von Justizminister Mahfus Saber nicht Richter werden. "Ein Richter hat eine besondere Ehre und Stellung, er muss aus einem angesehenen Milieu stammen, sowohl materiell als auch moralisch", sagte der Politiker. "Es ist ja schön, wenn ein Vater seinen Sohn so erzieht, dass er ein Studium macht, aber wenn er in den Justizdienst geht, dann sehen wir, dass ihm mancherlei zustoßen kann, wie etwa Depressionen." In Internet-Foren lösten die Äußerungen Sabers Entrüstung aus: "Wenn das Verständnis von Justiz in einer Nation fehlt, dann bleibt nichts mehr", teilte der ehemalige Präsidentschaftskandidat Mohammed elBaradei mit. mehr