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Ägypten
Ägypten

Justiz erhebt neue Vorwürfe gegen Mursi

Die ägyptische Justiz erhebt neue Vorwürfe gegen den gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi, diesmal wegen der Weitergabe von Staatsgeheimnissen an Katar. Mursi soll während seiner Amtszeit geheime Akten über den katarischen Sender Al-Dschasira an die dortige Regierung weitergeleitet und damit die nationale Sicherheit gefährdet haben. Am Donnerstag wurde das inhaftierte ehemalige Staatsoberhaupt im Gefängnis Borg al-Arab in der Nähe von Alexandria vier Stunden lang zu den Vorwürfen befragt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Mena meldete. In der Sache habe sich Mursi aber nicht geäußert, sondern auf jede Frage nur geantwortet: "Ich bin ein legitimer Führer." Wird die Anklage zugelassen, wäre dies bereits das vierte Verfahren gegen den Islamisten, den das Militär im Juli 2013 gestürzt hatte. mehr

Kairo

Ägypten will Islamisten in Libyen bekämpfen

Ägypten will mit internationaler Unterstützung gegen Islamisten in Libyen vorgehen. Mit gemeinsamen Finanzmitteln solle die libysche Regierung "im Kampf gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität" ausgerüstet werden, sagte der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry. Die nordafrikanischen Länder sorgen sich um die Stabilität Libyens seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al Gaddafi. Am Wochenende hatten militante Islamisten den Flughafen von Tripolis erobert. mehr

Ägypten

Zehn Tote bei Muslimbruder-Unruhen in Kairo

Mindestens zehn Demonstranten sind am Freitag in Kairo bei Zusammenstößen zwischen der Muslimbruderschaft und ägyptischen Sicherheitskräften gestorben. Weitere 136 wurden verhaftet, berichten ägyptische Medien am Samstag. Die Unruhen dauern seit Donnerstag, dem Jahrestag der gewaltsamen Niederschlagung der Muslimbruder-Protestcamps, an. Damals wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mehr als 800 Demonstranten von der Polizei getötet. Nach Berichten des ägyptischen Nachrichtenportals Ahram Online hatte die Polizei am Freitag fünf Anhänger der Bruderschaft in Giza getötet. Die Männer hätten zwei Busse in Brand gesetzt und versucht, Sprengladungen zu zünden. Bei einem anderen Zusammenstoß seien drei Demonstranten getötet worden. Das Portal Al-Masry al-Youm meldete, zwei weitere Demonstranten seien erschossen worden, nachdem sie auf Polizisten gefeuert hätten. Bereits am Donnerstag, dem eigentlichen Jahrestag, hatte es fünf Tote gegeben, darunter ein Polizist. mehr

Ägypten

Erneut drei Tote bei Zusammenstößen

Bei Kundgebungen zum Jahrestag blutiger Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und islamistischen Demonstranten sind am Freitag drei Menschen getötet worden. Bei einer Auseinandersetzung zwischen Anhängern des vor einem Jahr abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi und Einwohnern Gisehs wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen zwei Menschen getötet und vier Polizisten verletzt, die versuchten, die Menge zu verstreuen. Bei einem weiteren Protest in Giseh sei ein weiterer Mann umgekommen, teilte das Innenministerium mit. Dort hätten Demonstranten mit Schrot geschossen, Feuerwerkskörper gezündet und versucht, eine Straße zu blockieren. Die Lage sei eskaliert, als die Polizei gegen die Demonstranten vorging. Der getötete Demonstrant sei bewaffnet gewesen. Bei einem dritten Zwischenfall in Kairo wurde ein Bus in Brand gesteckt. mehr

Kolumne: Austausch

Ungeheure Vielfalt

Sally AbdELMoniem Hassen AbdEl (Ägypten): "Ich habe so viele neue Freunde kennengelernt. Der Abschied am kommenden Samstag wird mir schwerfallen, auch wenn ich an diesem Tag meinen 20. Geburtstag feiere. Das Programm ist ganz toll, aber es sind die Leute, um die es geht, der kulturelle Austausch. Ich habe den anderen einen Bauchtanz aus meiner Heimat vorgeführt, es hat ihnen gut gefallen. Jeder hat einen anderen Geschmack, das bringt eine ungeheure Vielfalt ins Camp. Vor allem geht es locker zu, in Ägypten ist alles sehr traditionell und streng." Texte: erko mehr