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Ägypten
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Staatsanwaltschaft fordert Todesstrafe für Mursi

Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat im Spionageprozess gegen den früheren Präsidenten Mohammed Mursi und ranghohe Mitglieder seiner Muslimbruderschaft die Todesstrafe gefordert. Der Staatschef und sein Mitarbeiterstab hätten während der einjährigen Amtszeit Mursis Dokumente zur Staatssicherheit an den iranischen Geheimdienst weitergeleitet, sagte Ankläger Emad al-Scharawi am Mittwoch in seinem Abschlussplädoyer. Zudem hätten Mursi und die übrigen 35 Angeklagten, darunter der Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie, mit extremistischen Gruppen wie der Hamas im Gazastreifen zusammengearbeitet, um Ägypten zu destabilisieren, erklärte Al-Scharawi weiter. Mursi erkennt die Rechtmäßigkeit des Gerichts nicht an und hat beantragt, sich bei den noch folgenden Anhörungen selbst zu verteidigen. Am 26. November wird das Verfahren mit dem Schlussplädoyer der Verteidigung fortgesetzt. mehr

Nächste Absage für Katar

Ägyptens Handball-Verband verzichtet auf Länderspiele

Die Absagenflut an Katar als Gastgeber von Sportveranstaltungen hält nach einem neuen Bericht von Amnesty International weiter an: Am Donnerstag gab Ägyptens Handball-Verband bekannt, auf zwei vereinbarte Länderspiele gegen das Emirat in Doha zu verzichten. "Der Handball-Verband steht unter Druck, da müssen wir weise handeln", sagte der ägyptische Verbandspräsident Khalid Hamouda der Nachrichtenagentur AFP. An der WM-Endrunde in Katar vom 15. Januar bis 1. Februar wolle man aber teilnehmen. Eine Absage, so Hamouda, könnte zu Sanktionen gegen Ägypten führen, die "die Zukunft des Sport gefährden könnten". Am Dienstag hatte die unabhängige Menschenrechtsorganisation Amnesty International in einem neuen Bericht die unverändert schlechten Bedingungen für Gastarbeiter in dem Gastgeberland der Fußball-WM 2022 angeprangert. Zuvor hatten nach Bahrain auch die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Teilnahme an der Handball-WM zurückgezogen. Beide Staaten protestieren damit gegen die mutmaßliche Unterstützung islamischer Extremisten durch Katar. Ägyptens Schwimmverband hatte zudem seinen Boykott der Kurzbahn-WM (3. bis 7. Dezember) mitgeteilt. mehr

Schwimmen

Ägypten boykottiert Kurzbahn-WM in Katar

Ägyptens Schwimmverband wird die Kurzbahn-WM in Katar (3. bis 7. Dezember) boykottieren. Dies kündigte Verbandschef Yasser Idriss am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP an. "Diese Entscheidung wurde aufgrund der politischen Haltung Katars gegenüber Ägypten während der Revolution vom 30. Juni 2013 getroffen", sagte Idriss. Laut Idriss seien die Ägypter bereit, jede Strafe durch den Weltverband FINA zu akzeptieren. Die Entscheidung zum Boykott sei ohne Rücksprache mit dem Sportminister des Landes erfolgt. Katar hatte bei der Staatskrise im vergangenen Sommer den ägyptischen Staatspräsidenten Mohamed Mursi und die Muslimbruderschaft unterstützt. Mursi war dennoch gestürzt worden. Zuvor hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain ihre Teilnahme an den Titelkämpfen in Katar abgesagt. Beide Staaten protestieren damit gegen die mutmaßliche Unterstützung islamischer Extremisten durch Katar. mehr

Nach tödlichen Anschlägen auf Soldaten

Ägypten verhängt Ausnahmezustand über Teile des Sinai

Nach dem blutigsten Anschlag auf Sicherheitskräfte seit mehr als einem Jahr plant Ägypten "radikale" Schritte an der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen. Das kündigte Präsident Abdel Fattah al-Sisi bei einer Fernsehansprache am Samstag an, nannte jedoch keine Details. Zuvor hatte der Staatschef über einen Teil der nördlichen Sinai-Halbinsel für drei Monate den Ausnahmezustand verhängt. Der Grenzübergang Rafah zu Gaza wurde auf unbestimmte Zeit gesperrt. mehr