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25 Tote bei Taliban-Angriffen

In Afghanistan ist es am Montag erneut zu schweren Angriffen radikaler Islamisten gekommen. Im Norden des Landes starben nach offiziellen Angaben 22 Soldaten und Polizisten in einem Hinterhalt der Taliban. Ihr Konvoi sei im Laghman-Tal überfallen worden, erklärte der Gouverneur der Provinz Sar-e-Pul, Abdul Dschabar Hakbin. Acht weitere Mitglieder der Sicherheitskräfte seien verwundet und sieben gefangengenommen worden. "Zwölf Fahrzeuge von Armee und Polizei wurden völlig zerstört", sagte Hakbin. Auch aus anderen Teilen des Landes wurden Anschläge gemeldet. In der Hauptstadt Kabul reihte sich ein Selbstmordattentäter mit seiner Autobombe in eine Nato-Patrouille ein. Dabei wurden nach Angaben der Polizei ein Zivilist getötet und mindestens drei Ausländer verletzt. Wenige Stunden später explodierte eine Bombe auf einem Markt am nördlichen Stadtrand. Nach Angaben der Behörden wurden 22 Zivilisten verletzt, darunter vier Kinder. In der östlichen Provinz Nangarhar sprengte sich ein Selbstmordattentäter vor einem Krankenhaus in die Luft und riss dabei eine Frau mit in den Tod. Die Taliban bekannten sich über Twitter zu dem Anschlag auf die Nato-Patrouille. mehr

Berlin/Kabul

In Pakistan verschleppte deutsche Geisel frei

Nach mehr als zweieinhalb Jahren Geiselhaft ist ein in Pakistan entführter deutscher Entwicklungshelfer in Afghanistan freigekommen, wie das Auswärtige Amt bestätigte. Der Deutsche sei einem Team des Kommandos Spezialkräfte in Kabul übergeben worden. Die Spezialkräfte hätten den Auftrag gehabt, den Deutschen nicht gewaltsam zu befreien. Der Entwicklungshelfer arbeitete für die Deutsche Welthungerhilfe. Er war am 19. Januar 2012 mit einem italienischen Kollegen aus einem Haus in der ostpakistanischen Stadt Multan verschleppt worden. mehr