Thema
Afghanistan
Stichwort

Tattoo-Erlass

Im Februar dieses Jahres sind neue Dienstvorschriften zum Erscheinungsbild der deutschen Soldaten in Kraft getreten. Im sogenannten "Tattoo-Erlass" ist auch verfügt, dass Soldaten ihre Tätowierungen abdecken müssen - auch bei Einsätzen in starker Hitze beispielsweise in Afrika oder Afghanistan. Auch Piercings, große Ohrlöcher und auffällige Kosmetik sind nach dem Erlass verboten. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus seitdem 38 Eingaben erhalten. Die neuen Verfügungen würden die Soldaten verunsichern. Denn bisher kam es auf die Art der Tätowierung und die Einsatzregion an. So mussten in Afghanistan beispielsweise Tattoos, die Jesus-Bilder, Kreuze oder nackte Frauen zeigen abgedeckt werden. mehr

Südafghanistan

Taliban greifen Haus von Polizeichef an

Kämpfer der radikalislamischen Taliban haben am Wochenende im Süden Afghanistans groß angelegte Angriffe gegen die Polizei geführt. Am Sonntag attackierten sechs Bewaffnete das Haus eines bekannten Polizeichefs und Taliban-Gegners in Kandahar, wurden dabei aber getötet, wie die Polizei mitteilte. Am Samstag hatten Hunderte Taliban bereits Kontrollposten der Polizei in der Provinz angegriffen. Bei dem spektakulären Sturm auf das Haus von General Abdul Razek im Kreis Spin Boldak trugen alle der sechs Bewaffneten auch Sprengstoffwesten. Sie wurden aber getötet, bevor sie in das Gebäude gelangen konnte, wie Polizeisprecher Sia Durani sagte. Ein Zivilist und ein Grenzpolizist seien bei dem Feuergefecht ums Leben gekommen. mehr

Kabul

15 Tote bei nächtlichem Taliban-Überfall

Aufständische haben im Westen Afghanistans einen Bus gestoppt und 15 Reisende erschossen. Unter den Opfern - allesamt Zivilisten - seien auch drei Frauen und ein Kind, teilte ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Ghur mit. Die Extremisten hätten die Menschen aus dem Bus gezerrt und ihnen in Kopf und Brust geschossen. Einem Mann sei die Flucht gelungen. Der Angriff ereignete sich am späten Donnerstagabend auf dem Weg in den Bezirk Lal. Das Blutbad trage die Handschrift der Taliban, hieß es. mehr

Kabul

Auszählung in Afghanistan gestoppt

Neuer Streit um die Präsidentenwahl in Afghanistan: Die unabhängige Wahlkommission stoppte die Neuauszählung der Stimmen, wie die afghanische Nachrichtenagentur PAN meldete. Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Kandidaten Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani nach Vermittlung durch US-Außenminister John Kerry auf eine Neuauszählung der mehr als acht Millionen abgegebenen Stimmen verständigt. Die Wahlkommission erklärte, die Kandidaten seien sich uneinig, nach welchen Kriterien Stimmen annulliert werden sollten. Die UN stünden in Verhandlungen mit beiden Politikern, um den Prozess der Neuauszählung rasch wieder in Gang zu setzen. mehr