Thema
Afghanistan
Potsdam

Psychische Folgen von Einsätzen in Afghanistan

Einsätze in Afghanistan haben für deutsche Soldaten gravierende Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie der Bundeswehr über Rückkehrer aus dem Konfliktgebiet am Hindukusch. Viele Soldaten berichteten nach ihrer Heimkehr von größerem Selbstbewusstsein und einer größeren Wertschätzung des Lebens, andere fühlten sich dagegen auch zwei Jahre nach dem Einsatz "fremd im eigenen Leben" und berichteten von anhaltenden seelischen und körperlichen Verletzungen. mehr

Kabul

Afghanistan: Einigung auf Einheitsregierung

Die beiden Kandidaten der umstrittenen afghanischen Präsidentenwahl haben sich auf die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit verständigt. Es sei bereits ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet worden, sagte der Politiker Abdullah Abdullah gestern nach einem Treffen mit US-Außenminister John Kerry, der bei der Einigung vermittelte. Abdullah und Aschraf Ghani verpflichteten sich in der Vereinbarung zur Zusammenarbeit, sie enthält jedoch keine Details zur Zusammensetzung der Regierung. mehr

Kabul

Deutscher General in Afghanistan schwer verwundet

Bei einem Anschlag in der afghanischen Militärakademie in Kabul ist der deutsche Brigadegeneral Michael Bartscher schwer verletzt worden. Er sei außer Lebensgefahr und werde medizinisch versorgt, berichtete das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Ein Mann in afghanischer Uniform hatte das Feuer auf eine Gruppe von Nato-Offizieren eröffnet, 15 von ihnen verletzt und einen US-General getötet. Der Attentäter wurde von afghanischen Sicherheitskräften erschossen. Mutmaßlich handelte es sich um einen eingeschleusten Taliban. Der genaue Tathergang werde noch ermittelt, teilte die Bundeswehr mit. Zurzeit sind fünf deutsche Generale in Afghanistan im Einsatz. Bartscher gehört der Luftwaffe an und war bereits 2012 im deutschen Verantwortungsbereich in Nord-Afghanistan im Einsatz. Der Logistiker bildete damals afghanische Soldaten in der Fahrzeug-Instandsetzung aus. mehr

Kabul

Deutscher General in Afghanistan schwer verwundet

Bei einem Anschlag in der afghanischen Militärakademie in Kabul ist der deutsche Brigadegeneral Michael Bartscher schwer verletzt worden. Er sei außer Lebensgefahr und werde medizinisch versorgt, berichtete das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Ein Mann in afghanischer Uniform hatte das Feuer auf eine Gruppe von Nato-Offizieren eröffnet, 15 von ihnen verletzt und einen US-General getötet. Der Attentäter wurde von afghanischen Sicherheitskräften erschossen. Mutmaßlich handelte es sich um einen eingeschleusten Taliban. Der genaue Tathergang werde noch ermittelt, teilte die Bundeswehr mit. Zurzeit sind fünf deutsche Generale in Afghanistan im Einsatz. Bartscher gehört der Luftwaffe an und war bereits 2012 im deutschen Verantwortungsbereich in Nord-Afghanistan im Einsatz. Der Logistiker bildete damals afghanische Soldaten in der Fahrzeug-Instandsetzung aus. mehr

Persönlich

Martin Jäger . . . wechselt von Kabul nach Berlin

Martin Jäger ist ein wahrer Wanderer zwischen den Welten. Ein Jahr lang war der umtriebige Jäger deutscher Botschafter in Afghanistan, wohin ihn noch die schwarz-gelbe Regierung auf Vorschlag des damals scheidenden Außenministers Guido Westerwelle (FDP) berufen hatte. Doch jetzt ist der 49-jährige SPD-nahe Diplomat schon wieder zurück in Berlin - am 11. August hat er seinen ersten richtigen Arbeitstag im neuen Job als Chef-Sprecher von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). mehr

Stichwort

Tattoo-Erlass

Im Februar dieses Jahres sind neue Dienstvorschriften zum Erscheinungsbild der deutschen Soldaten in Kraft getreten. Im sogenannten "Tattoo-Erlass" ist auch verfügt, dass Soldaten ihre Tätowierungen abdecken müssen - auch bei Einsätzen in starker Hitze beispielsweise in Afrika oder Afghanistan. Auch Piercings, große Ohrlöcher und auffällige Kosmetik sind nach dem Erlass verboten. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus seitdem 38 Eingaben erhalten. Die neuen Verfügungen würden die Soldaten verunsichern. Denn bisher kam es auf die Art der Tätowierung und die Einsatzregion an. So mussten in Afghanistan beispielsweise Tattoos, die Jesus-Bilder, Kreuze oder nackte Frauen zeigen abgedeckt werden. mehr