Thema
Afghanistan
Berlin

Regierung will mehr Soldaten in Afghanistan

Wenn die internationale Gemeinschaft zum Jahresende ihre Kampfverbände aus Afghanistan abgezogen hat, sollen mehr deutsche Soldaten für die anschließende Unterstützungsmission zur Verfügung stehen als bisher geplant. Das Kabinett will heute ein Mandat beschließen, das nicht mehr von "600 bis 800" Soldaten, sondern von "bis zu 850" ausgeht. "Resolute Unterstützung" heißt der Afghanistan-Einsatz vom nächsten Jahr an, der sich auf Ausbildung, Unterstützung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte konzentriert. Lufttransportkapazitäten anderer Nationen stehen unerwartet nicht zur Verfügung, weswegen die Bundeswehr eigene Hubschrauber mitsamt Personal zur Evakuierung einplant. mehr

Afghanistan

Vier Tote bei Anschlag auf prominente Abgeordnete

Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf die prominente afghanische Parlamentsabgeordnete Schukria Baraksai in Kabul mindestens drei Zivilisten mit in den Tod gerissen. 22 Menschen wurden verletzt, wie der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Sedikki, sagte. Baraksai habe leicht verletzt überlebt. Der Angreifer habe sich am Sonntag in einem mit Sprengstoff gefüllten Fahrzeug in der afghanischen Hauptstadt in die Luft gesprengt. Auf Fernsehbildern waren zahlreiche durch die Explosion beschädigte Autos am Anschlagsort zu sehen, darunter auch das geschützte Fahrzeug Baraksais. Ein Taliban-Sprecher macht zunächst keine Angaben dazu, ob die radikalislamischen Aufständischen den Anschlag verübten. mehr

Spielfilm

Luxus-Resort statt Psychiatrie

Nachdem in Afghanistan die ersten Soldaten ausländischer Truppen gefallen waren, griffen etliche Drehbuchschreiber der westlichen Hemisphäre das Thema Krieg erneut auf. Krieg und posttraumatische Belastungsstörungen bieten immer die Chance für einen 90-Minüter im TV. Auch die Autoren Jacques Forgeas und Philippe Venault mischten beim Zeitgeist mit und lieferten das Skript zum französischen Drama "Palace Beach Hotel", das heute Abend auf Arte zu sehen ist. mehr

London/Bielefeld

Prinz Philip zeichnet Soldaten in NRW aus

Der Gemahl der britischen Königin kommt nach Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London besucht der 93-jährige Royal am 19. November das Regiment der "Queen's Royal Hussars". Der Vater von Prinz Charles zeichnet dort Soldaten dieser Einheit für ihren Einsatz in Afghanistan aus. Das Regiment ist in Sennelager in Ostwestfalen stationiert. Großbritannien will seinen Kampfeinsatz in Afghanistan in diesem Jahr beenden. Prinz Philip ist seit 1958 Ehrenoberst (Colonel In Chief) des Regiments der "Queen's Royal Hussars" - nicht seine einzige Verpflichtung als Ehrenoberst. mehr

Türkei

24 Tote bei Flüchtlingsdrama am Bosporus

Vor der Küste der türkischen Metropole Istanbul ist am Montag ein Flüchtlingsboot gesunken. Mindestens 24 Menschen ertranken, nach zwölf weiteren wurde zunächst noch gesucht. Nur sieben der Insassen, die vermutlich aus Afghanistan und Syrien stammten, konnten gerettet werden, wie die türkischen Behörden am Montag mitteilten. Die Küstenwache suchte den ganzen Tag über mit Unterstützung von Tauchern, Helikoptern und Fischerbooten nach weiteren Überlebenden. Es war zunächst unklar, warum das Unglücksboot sank und von wo es in See gestochen war. Nach Informationen des Gouverneurs von Istanbul setzte es am frühen Montagmorgen ein Notsignal ab. Es befand sich etwas nördlich des Bosporus im Schwarzen Meer. mehr

Turnen

Weltverband FIG nimmt zehn Verbände auf

Der Turn-Weltverband FIG hat zum Abschluss seines Kongresses im usbekischen Taschkent zehn nationale Turn-Organisationen aufgenommen und zählt damit nunmehr über 142 Mitgliedsverbände. Der Kongress bestätigte die Bewerbungen aus Afghanistan, Bosnien und Herzegowina, der Zentralafrikanischen Republik, der Cayman Islands, Mauritius, Nicaragua, Sudan, Uganda, Sambia und des Kosovo. Der Verband von Botswana wurde hingegen wegen wiederholter Nichtbeachtung der FIG-Regularien ausgeschlossen. Die rund 260 Delegierten bestimmten Tokio zum Ausrichter ds Wahlkongresses im Oktober 2016. Die Japaner setzten sich mit 136:39 Stimmen gegenüber Orlando durch. Bereits zuvor hatte der 80-jährige FIG-Präsident Bruno Grandi (Italien) angekündigt, für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Somit wird der FIG-Kongress 2016 ein neues Verbands-Oberhaupt wählen. mehr