Afghanistan
Kleve

Ortsschild ,Kalkar' bald in Afghanistan

In der von-Seydlitz-Kaserne überreichte jetzt Bürgermeister Gerhard Fonck dem stellvertretenden Kommandeur des Zentrum Luftoperationen und Standortältestem Generalmajor Bernhard Schulte Berge eine Ortstafel "Kalkar". Dieses Schild wird nun vom Standort Kalkar mit der Feldpost auf die Reise nach Afghanistan geschickt. Dort ist Oberst Markus Wiesemann als amtierender Kommodore des Einsatzgeschwaders "Resolute Support" im Einsatz und wird - einer Tradition der Luftwaffe folgend - die Ortstafel am Stabsgebäude des Geschwaders in Afghanistan präsentieren, um die Verbundenheit mit seiner militärischen Heimat sichtbar zum Ausdruck bringen zu können. mehr

Leverkusen

Neue Gesetze rauben Schuldnerberatung die Zeit

Herr X versuchte nach der Rückkehr vom Auslandseinsatz in der Bundeswehr den Schritt in die Selbstständigkeit, was allerdings schief ging. Er hätte eigentlich eine Therapie gebraucht, um seine Erlebnisse in Afghanistan zu verarbeiten. Zum beruflichen Misserfolg kam der private: Die Beziehung ging in die Brüche. Als Herr X seine Schulden nicht mehr überblicken konnte, suchte er Hilfe bei der Entschuldungshilfe des Sozialdienstes katholischer Männer (SKM), der diesen Dienst neben Awo und Diakonischem Werk in Leverkusen anbietet. Michael Zeihen vom SKM schilderte diesen Fall vor dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren, um zu verdeutlichen, dass Schuldnerberatung mehr umfasst als nur Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Verhindern von Kontopfändungen oder Stromsperre. mehr

Haan

Rotary-Club Hilden-Haan finanziert einen Deutschkursus

Monica Basic, zuständig für die Flüchtlingshilfe in Haan, hatte allen Grund zum Strahlen. Zusammen mit zwei Familien aus Afghanistan und Albanien konnte sie einen Scheck über 3200 Euro entgegennehmen. Damit unterstützt der Rotary Club Hilden-Haan die Flüchtlingshilfe der Caritas. Ganz konkret einen Deutschkurs im Rahmen des katholischen Bildungswerks für erwachsene Flüchtlinge, die sich um eine Arbeitsstelle bewerben wollen. "Wir halten Sprachkenntnisse für eine elementare Voraussetzung bei einer gelungenen Bewerbung. mehr

Duisburg

Hasskommentare zu Flüchtlingen in Walsum

Die ersten Flüchtlinge bezogen Mitte der vergangenen Woche die neu gebaute Unterkunft für Asylbewerber an der Königstraße. Es handelt sich um elf alleinstehende Männer aus Georgien, Syrien, Irak und Afghanistan, wie Pfarrer Heike Dringenberg von der Evangelischen Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden, der auch Mitglied der Walsumer Flüchtlingshilfe ist, gestern berichte. Inzwischen sind weiter Flüchtlinge eingetroffen und haben an der Königstraße Quartier bezogen. Ursprünglich war der Gebäudekomplex für die Aufnahme von 92 Flüchtlingen ausgelegt, nun wird er nur mit 83 Menschen belegt, da die Stadt einen Raum für Gemeinschaftsaktivitäten zur Verfügung stellt. Die Walsumer Flüchtlingshilfe gründete sich, als für Asylbewerber eine Zeltstadt errichtet wurde und hatte sich zum Ziel gesetzt zu verhindern, dass Flüchtlinge in diesen Unterkünften untergebracht werden. Die katholische und die evangelische Kirchengemeinde, die muslimische Gemeinde, Schulen und Privatleute setzten sich gemeinsam für die Asylbewerber und deren Belange ein. Die Gruppe erlebt "viel Solidarität und Unterstützung aus der Bevölkerung", wie Dringenberg berichtete. Es gingen zahlreiche Sach- und Kleiderspenden ein. Inzwischen wurde in einem Raum der Frankenschule am Franz-Lenze-Platz eine Kleiderkammer eingerichtet. Spenden, so Dringenberg, sind weiterhin willkommen. mehr

Ratingen

Künstlergespräch, Film und Ausstellung im Museum

Aatifi, 1965 in Kandahar (Afghanistan) geboren, studierte Malerei in Kabul. Seit 1995 lebt er in Deutschland. In seiner Malerei verbindet er Kalligrafie, Lichtfülle und die Farben Asiens mit europäischer Kunst. Dabei entwickelt er eine eigene Bildsprache ausgehend von arabischen Schriftzeichen, die jedoch ihrem ursprünglichen Zusammenhang enthoben auf eine rein ästhetische Form reduziert werden. Durch das Herauslösen einzelner Aspekte und das Hinzufügen neuer künstlerischer Elemente entsteht eine völlig eigenständige abstrakte Malerei. Ausgewählte Arbeiten sind bis zum 12. Juli im Museum Ratingen, Grabenstraße 21, zu sehen. mehr

Afghanistan

Entführer töten fünf Mitarbeiter von Hilfsorganisation

Fünf entführte Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Save the Children" sind in Afghanistan von ihren Kidnappern umgebracht worden. Die Leichen der vor zwei Monaten verschleppten Männer seien im Bezirk Chinarto entdeckt worden, sagte am Samstag ein Behördensprecher. Alle hätten Schusswunden aufgewiesen. Zu möglichen Hintergründen der Tat gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Unter Berufung auf Familienangehörige der fünf afghanischen Hilfskräfte hatten örtliche Medien jedoch berichtet, die radikalislamischen Taliban seien in die Entführung verwickelt. Sie sollen für das Leben der Entführten die Freilassung inhaftierter Kämpfer gefordert haben. mehr