Thema
Ai Weiwei
Miami

Aus Wut zerstört Künstler eine Vase von Ai Weiwei

Der chinesische Dissident Ai Weiwei ist selbst Ziel eines Protestakts geworden. Ein wütender Künstler aus Miami zerschmetterte eine 1 Million US-Dollar (umgerechnet 727 000 Euro) teure Vase Ai Weiweis im Perez Art Museum (PAMM) in Miami – direkt neben einer Performance-Fotoserie, auf der Ai eine kostbare Vase am Boden zerschellen lässt. Der Übeltäter Maximo Caminero erklärte, er habe mit der Aktion gegen den Beschluss des Museums protestieren wollen, ausschließlich internationale Kunst zu zeigen. Anschließend habe er sich ohne Gegenwehr abführen lassen, hieß es. Ai zeigte wenig Verständnis für den Vorfall vom Wochenende: Der Protest an sich sei vielleicht gerechtfertigt, aber deshalb fremde Arbeiten zu zerstören, sei fraglich. mehr

Berlin

Ai Weiwei stellt ab April in Berlin aus

Die weltweit bislang wohl größte Schau mit Kunst des Chinesen Ai Weiwei wird ab Frühjahr (3. April bis 7. Juli) im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen sein. "Mehr als die Hälfte der Kunstwerke wird für die Berliner Ausstellung neu entstehen", sagt Direktor Gereon Sievernich. Der 56-jährige Ai Weiwei, der zugleich als Regimekritiker bekannt ist, wird seine Installationen, Fotografien und Videoarbeiten im gesamten, 3000 Quadratmeter großen Erdgeschoss des Ausstellungshauses präsentieren – in 20 Räumen und im Lichthof. "Für jeden Raum hat er sich eine eigene Komposition ausgedacht", so Sievernich, der die Schau gemeinsam mit Ai Weiwei vorbereitet. "Noch keines der Werke ist zuvor schon einmal in Deutschland gezeigt worden." mehr

Peking

Ai Weiwei hofft auf Hilfe der Kanzlerin

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hofft auf Unterstützung von Kanzlerin Angela Merkel. Es wäre hilfreich, wenn Merkel beim Besuch des chinesischen Ministerpräsident Li Keqiang am Wochenende in Berlin seine Situation ansprechen würde, sagte der Regimekritiker. Die internationale Gemeinschaft müsse Druck auf Peking ausüben, um die Lage kritischer Intellektueller in China zu verbessern. Viele Andersdenkende seien in Haft. Die Polizei halte weiter seinen Pass zurück, so dass er das Land nicht verlassen könne. mehr

Dinslaken

Kunst-Camping an der Emscher in Ai-Weiwei-Zelten

Emscherkunst ist in Dinslaken vor allem Zeltkunst. Wenn vom 22. Juni bis zum 6. Oktober 2013 zwischen Gelsenkirchen und Oberhausen neue Ausstellungsräume unter freiem Himmel entstehen, wird das Emscherdelta Teil der Installation des chinesischen Künstlers und Dissidenten Ai Weiwei sein. Seine großangelegte Arbeit trägt den Titel "Aus der Aufklärung". Ai Weiwei lässt 1000 einfach gehaltene Iglu-Zelte anfertigen, die während der Ausstellungszeit von Bürgern ausgeliehen und entlang der Emscher an ausgewiesenen Zeltplätzen aufgestellt werden, um darin zu übernachten. mehr

Bottrop

Ai Weiwei plant Projekt in Deutschland

Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei plant für die im Juni startende "Emscherkunst" ein Flüchtlingsprojekt mit Zelten. Wie die Veranstalter der Kunstinstallation am Donnerstag mitteilten, will der 55-Jährige 1000 individuelle Zelte gestalten, die Besucher per Internet buchen und dann auf Zeltplätzen entlang der Emscher nutzen können. Die einfach gehaltenen Unterkünfte sollen bis zu drei Personen Platz bieten und nach Ausstellungsende verlost werden. Weiwei gehört zu den bekanntesten Vertretern der chinesischen Kunst. mehr

Köln

Ai Weiwei: Nobelpreis an Mo Yan ist eine Schande

Der chinesische Regimekritiker Ai Weiwei hat die Ehrung des Autors Mo Yan mit dem Literatur-Nobelpreis als "ernsten Fehler" kritisiert. Die Vergabe in Stockholm werde ein tragischer Moment werden, so Ai gestern im Deutschlandfunk. Er halte es für eine Schande sowohl für den Autor als auch für das Nobel-Komitee. "Sie machen sich zu Mitläufern eines Systems, das gegen Menschlichkeit und gegen Pressefreiheit ist", sagte er. Der Preis gehe an einen Mann, der Vizepräsident einer offiziellen Organisation sei, die hinter der Zensur stehe. mehr

Peking

Elton John: Konzert für Ai Weiwei

Elton John (65) hat ein Konzert in Peking dem regimekritischen Künstler Ai Weiwei (55) gewidmet. Beide hatten sich vor dem Auftritt des britischen Popstars in der Wukesong-Arena getroffen. Ai Weiwei, der 81 Tage inhaftiert war und nicht das Land verlassen darf, war völlig überrascht. Eine Reaktion der Kulturbehörden auf die Geste der Solidarität lag zunächst nicht vor. Ausländische Sänger müssen sich in China die Liedertexte vor Konzerten genehmigen lassen. Auf seiner Asientournee plant Elton John am 6. Dezember noch ein weiteres Konzert in der südchinesischen Metropole Guangzhou. mehr