Albanien - alle aktuellen Informationen
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Albanien
Radevormwald

Rade macht mobil für Familie Duraku

Vielen Radevormwaldern ist das Schicksal des 17-jährigen Flüchtlingsmädchens Brikena Duraku noch gut in Erinnerung: Tausende Menschen engagierten sich vergangenes Jahr mit einer Unterschriftenaktion und Spenden erfolgreich für den Verbleib des albanischen Mädchens in Deutschland. Sie sollte nach Ablehnung ihres Asylantrags alleine in die Heimat zurückkehren. Nun droht erneut die Trennung von der Familie: Denn jetzt flatterte ihren Eltern und Geschwistern die Ablehnung des Asylantrags ins Haus. Und wieder machen die Rader mobil. mehr

Thema

Albanien

In der Republik leben Menschen mit sehr verschiedenen Religionen zusammen. Bis zu 70 Prozent der Einwohner sind Muslime. 20 Prozent gehören dem griechisch-orthodoxen und zehn Prozent dem katholischen Glauben an. Die Mitglieder der unterschiedlichen Religionen leben friedlich zusammen. Besonders die außergewöhnliche und abwechslungsreiche Landschaft Albaniens sowie das subtropisch-mediterrane Klima machen die Republik im Sommer zu einem beliebten Urlaubsziel. Im Winter schwankt das Wetter jedoch häufig und bringt hohe Niederschlagsraten mit sich. Urlaubern wird vom Auswärtigen Amt geraten, sich vorab über Überschwemmungen im Winter und Waldbrände in den Sommermonaten zu informieren.


Flüchtlinge aus Albanien


Unter den sogenannten „Balkan-Flüchtlingen“ in Europa befinden sich neben Flüchtlingen aus Serbien, Mazedonien und dem Kosovo auch viele Menschen aus Albanien. Da die Westbalkanländer von der deutschen Regierung jedoch als sichere Herkunftsländer eingestuft werden, in denen kein Krieg und keine systematische Verfolgung oder Unterdrückung herrscht, haben Flüchtlinge aus diesen Regionen in Deutschland kaum Chancen, Asyl bewilligt zu bekommen. Die Beziehungen zwischen Albanien und dem ebenfalls balkanischen Land Serbien sind von politischer Seite erschüttert. Grund dafür war der Krieg 1999 um den Kosovo und dessen Unabhängigkeitserklärung 2008.


Albanien und die EU


Im April 2009 stellte Albanien einen Antrag auf Eintritt in die EU. Die EU-Kommission machte daraufhin deutlich, dass Albanien zunächst einige erforderliche Kriterien erfüllen müsste, bevor die Beitrittsverhandlungen starten könnten. Es wurden zwölf Schlüsselkriterien genannt, die der Staat umzusetzen hatte. In einem nationalen Aktionsplan und mit Unterstützung der Europäischen Union machte sich Albanien an die Umsetzung der Forderungen. Im Oktober 2013 sah die EU-Kommission genügend der geforderten Kriterien als erfüllt an, um Albanien den Kandidatenstatus zum Beitritt in die Europäische Union zu verleihen. 2014 legte die Kommission einen Bericht vor, der zeigte, dass Albanien große Fortschritte im Kampf gegen organisiertes Verbrechen und Korruption sowie bei der Ausgestaltung einer Justizreform gemacht hatte. Der Rat für Allgemeine Angelegenheiten erklärte Albanien daher am 24. Juni 2014 zum Beitrittskandidaten. Um Mitglied der EU zu werden, muss Albanien jedoch auch noch die restlichen Schlüsselkriterien erfüllen und weiterhin gegen organisierte Kriminalität und Korruption vorgehen.