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Amnesty International
Nächste Absage für Katar

Ägyptens Handball-Verband verzichtet auf Länderspiele

Die Absagenflut an Katar als Gastgeber von Sportveranstaltungen hält nach einem neuen Bericht von Amnesty International weiter an: Am Donnerstag gab Ägyptens Handball-Verband bekannt, auf zwei vereinbarte Länderspiele gegen das Emirat in Doha zu verzichten. "Der Handball-Verband steht unter Druck, da müssen wir weise handeln", sagte der ägyptische Verbandspräsident Khalid Hamouda der Nachrichtenagentur AFP. An der WM-Endrunde in Katar vom 15. Januar bis 1. Februar wolle man aber teilnehmen. Eine Absage, so Hamouda, könnte zu Sanktionen gegen Ägypten führen, die "die Zukunft des Sport gefährden könnten". Am Dienstag hatte die unabhängige Menschenrechtsorganisation Amnesty International in einem neuen Bericht die unverändert schlechten Bedingungen für Gastarbeiter in dem Gastgeberland der Fußball-WM 2022 angeprangert. Zuvor hatten nach Bahrain auch die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Teilnahme an der Handball-WM zurückgezogen. Beide Staaten protestieren damit gegen die mutmaßliche Unterstützung islamischer Extremisten durch Katar. Ägyptens Schwimmverband hatte zudem seinen Boykott der Kurzbahn-WM (3. bis 7. Dezember) mitgeteilt. mehr

Lagos

Terror in Nigeria - und die Regierung ist machtlos

Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas, verzweifelt an der Gewalt im eigenen Land. Immer wieder gibt es Überfälle der islamistischen Miliz Boko Haram mit vielen Toten und Entführten. Rund 200 Mädchen hatte die Gruppe im April in ihre Gewalt gebracht - sie werden immer noch festgehalten. Die Regierung steht dem Terror weitgehend machtlos gegenüber. Kürzlich flohen nach Angaben der Online-Zeitung "Sahara Reporters" Soldaten der nigerianischen Armee, als Kämpfer von Boko Haram den Ort Gwoza im Bundesstaat Borno ganz im Nordosten des Landes einnahmen und mindestens 100 Menschen getötet haben sollen. Die Menschenrechtler von Amnesty International werfen den nigerianischen Streitkräften außerdem Kriegsverbrechen bei ihren Einsätzen gegen Boko Haram vor. mehr