Thema
Amnesty International
Lagos

Terror in Nigeria - und die Regierung ist machtlos

Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas, verzweifelt an der Gewalt im eigenen Land. Immer wieder gibt es Überfälle der islamistischen Miliz Boko Haram mit vielen Toten und Entführten. Rund 200 Mädchen hatte die Gruppe im April in ihre Gewalt gebracht - sie werden immer noch festgehalten. Die Regierung steht dem Terror weitgehend machtlos gegenüber. Kürzlich flohen nach Angaben der Online-Zeitung "Sahara Reporters" Soldaten der nigerianischen Armee, als Kämpfer von Boko Haram den Ort Gwoza im Bundesstaat Borno ganz im Nordosten des Landes einnahmen und mindestens 100 Menschen getötet haben sollen. Die Menschenrechtler von Amnesty International werfen den nigerianischen Streitkräften außerdem Kriegsverbrechen bei ihren Einsätzen gegen Boko Haram vor. mehr

Ermordete Jugendliche beigesetzt

Israel droht Hamas nach Tod von Schülern mit Vergeltung

Unter großer Anteilnahme sind in Israel am Dienstag die drei im Westjordanland ermordeten Jugendlichen beigesetzt worden. Zehntausende strömten zu der Trauerfeier für die Talmudschüler in Modiin, unter ihnen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Präsident Schimon Peres. Netanjahu drohte eine Verstärkung der Bombenkampagne gegen die Hamas-Bewegung an. Die US-Präsidentschaft drängte Israelis und Palästinenser ihre Sicherheitskooperation aufrechtzuerhalten. mehr

Peking

Chinesische Polizei riegelt den Tiananmen ab

Zum 25. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens hat Chinas Führung mit einem massiven Polizeiaufgebot ein öffentliches Gedenken an die Opfer verhindert. Polizisten, Soldaten und Sicherheitskräfte in Zivil umringten den Platz in Peking und sperrten umliegende Straßen ab. Mit scharfen Sicherheitskontrollen sollte jeder Hinweis auf die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 unterbunden werden. Nach Angaben von Amnesty International wurden im Vorfeld des Jahrestags 66 Menschen inhaftiert. UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay rief die Führung in Peking dazu auf, die Aktivisten freizulassen und eine Untersuchung der Vorfälle einzuleiten. mehr