Amnesty International
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Berlin

Welle der Kritik an Amnesty-Beschluss zur Prostitution

Die scharfe Kritik an der Grundsatzentscheidung von Amnesty International, sich weltweit für eine Entkriminalisierung der Prostitution einzusetzen, hält an. Die Hilfsorganisation Solwodi für Opfer von Zwangsprostitution warf Amnesty vor, sich damit "auf die Seite von Zuhältern und Menschenhändlern" zu stellen. Die Stuttgarter Sozialarbeiterin für Prostituierte, Sabine Constabel, sprach von einer "Katastrophe". Das Frauenmagazin "Emma" fragte: "Geht's noch?". Amnesty habe "endgültig jede Glaubwürdigkeit verloren". Die Organisation wolle "ausgerechnet diejenigen, die Milliarden an dem Handel mit Frauen verdienen, vor Bestrafung schützen". mehr

Nach Tod eines Journalisten

Aserbaidschans Regierung nimmt sechs Personen fest

Nach dem schockierenden Tod des Journalisten Rasim Alijew (30) hat Aserbaidschans Regierung sechs Personen festgenommen. Der aserbaidschanische Stürmer Jawid Hüseynow, den Alijew kritisiert hatte, und sein Cousin wurden wegen des Verdachts der Vertuschung einer Straftat inhaftiert. Vier weitere Fußballer sind Tatverdächtige und werden während des laufenden Verfahrens für drei Monate im Gefängnis bleiben. Der Foto- und Videojournalist starb nach einer Prügel-Attacke im Krankenhaus, nachdem er das Verhalten von Hüseynow kritisiert hatte, der nach dem Spiel seines Klubs Gabala FK gegen Apollon Limassol aus Zypern die türkische Flagge schwenkte und damit mit Blick auf den Zypernkonflikt provozierte. Zuvor hatten Unbekannte ihn wegen seines Facebook-Kommentars kontaktiert. Alijew schrieb anschließend, Hüseynow wisse sich nicht zu benehmen und solle nicht an europäischen Fußballspielen teilnehmen. Vor seinem Tod soll Alijew zunächst am Telefon beleidigt und später persönlich zu einer Aussprache gebeten worden sein. Alijew verstarb nach dem Angriff auf der Intensivstation, nachdem sein Zustand sich rapide verschlechtert hatte. Amnesty International forderte eine "unparteiische, unabhängige" Untersuchung. mehr

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Die Arbeit von Amnesty International ist in den letzten Jahren äußerst wertvoll geworden. Der Druck auf politische Akteure hat sich stark erhöht, Regierungen werden förmlich zur Transparenz gezwungen. Und die Länder, in denen Amnesty International nicht vertreten ist, werden einen triftigen Grund haben - sie sind einfach gesagt autoritär.