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Defekter Antrieb Ursache für Fährunfall vor Amrum

Ein kaputtes Bauteil in der Steuerung hat das Fährunglück im Hafen der nordfriesischen Insel Amrum verursacht. Das ergaben die Untersuchungen der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU), der Wasserschutzpolizei und des Germanischen Lloyd, teilte die Reederei Adler-Schiffe gestern mit. Der Joystick für die Steuerung der Antriebe habe falsche Signale gegeben, weil ein Potenziometer fehlerhaft war. Das ist ein elektrisches Bauelement. Es werde nun erneuert und im Schiffsbetrieb getestet. Durch den Ausfall dieses Bauteils konnte die Geschwindigkeit beim Anlegemanöver nicht reduziert werden. Das Schiff hatte laut Reederei eine Geschwindigkeit von sechs bis sieben Knoten, das entspricht elf bis 13 Kilometern pro Stunde. mehr

Amrum: Schiffsunfall wegen verstopften Filters

Wittdün (dpa) Die Ursache für den Schiffsunfall auf der Nordseeinsel Amrum ist geklärt: Wegen eines verstopften Filters versagte eine der beiden Maschinen der MS "Eilun", auf der sich zu diesem Zeitpunkt rund 120 Kinder zwischen neun und zwölf Jahren befanden. Weil das Schiff dadurch manövrierunfähig war, rammte Kapitän Bandix Tadsen bei einer Geschwindigkeit von etwa drei Knoten (knapp sechs Stundenkilometer) an der Anlegestelle in Wittdün auf Amrum einen Poller. Dabei waren am Dienstag rund 30 Kinder leicht verletzt worden. Nach Angaben von Wolfgang Boe, Sprecher der Wasserschutzpolizei Husum, wurde der Defekt bei der Untersuchung des 42 Jahre alten Ausflugsschiffes festgestellt. Gegen den Kapitän seien, wie in solchen Fällen üblich, Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen worden. Es sei aber völlig offen, "ob dabei etwas herauskommt und ob den Kapitän eine Mitschuld trifft". Die MS "Eilun" wurde bereits wieder für den Verkehr freigegeben. mehr