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Amrum

Amrum: Schiffsunfall wegen verstopften Filters

Wittdün (dpa) Die Ursache für den Schiffsunfall auf der Nordseeinsel Amrum ist geklärt: Wegen eines verstopften Filters versagte eine der beiden Maschinen der MS "Eilun", auf der sich zu diesem Zeitpunkt rund 120 Kinder zwischen neun und zwölf Jahren befanden. Weil das Schiff dadurch manövrierunfähig war, rammte Kapitän Bandix Tadsen bei einer Geschwindigkeit von etwa drei Knoten (knapp sechs Stundenkilometer) an der Anlegestelle in Wittdün auf Amrum einen Poller. Dabei waren am Dienstag rund 30 Kinder leicht verletzt worden. Nach Angaben von Wolfgang Boe, Sprecher der Wasserschutzpolizei Husum, wurde der Defekt bei der Untersuchung des 42 Jahre alten Ausflugsschiffes festgestellt. Gegen den Kapitän seien, wie in solchen Fällen üblich, Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen worden. Es sei aber völlig offen, "ob dabei etwas herauskommt und ob den Kapitän eine Mitschuld trifft". Die MS "Eilun" wurde bereits wieder für den Verkehr freigegeben. mehr

Gedenkfeier für Sebastian auf Amrum

Amrum (dpa) Eine Woche nach dem tragischen Tod des zehnjährigen Sebastian auf Amrum haben Insulaner und Touristen bei einem Gottesdienst Abschied von dem Schüler aus Österreich genommen. Viele Menschen brachten Blumen mit – "als Zeichen der Trauer, aber Blumen sind auch ein Zeichen der Lebensfreude", sagte Pastorin Friederike Heinecke von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St.-Clemens. Beim Choral "ubi caritas et amor – deus ibi est" (wo Güte ist und Liebe – da ist Gott) flossen viele Tränen. "Sebastians Eltern bedanken sich für die Anteilnahme", berichtete eine Anwohnerin. mehr