Thema
Ankara
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan

Fast eine Million syrische Flüchtlinge in der Türkei

Wegen des Bürgerkriegs in Syrien haben nach Angaben des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan inzwischen fast eine Million Flüchtlinge in der Türkei Zuflucht gesucht. "Die Zahl derjenigen, die aus Syrien in unser Land gekommen sind, nähert sich einer Million", sagte Erdogan am Dienstag nach Angaben seiner Partei AKP bei einer Fraktionssitzung in Ankara. Der Regierungschef rechtfertigte die freizügige Aufnahme der Flüchtlinge in der Türkei, die das Land nach offiziellen Angaben vom Februar schon damals umgerechnet 2,5 Milliarden Dollar gekostet hatte. "Sollen wir unseren Brüdern "sterbt in Syrien" sagen?" mehr

Geiselhaft in Syrien

Vier französische Journalisten nach zehn Monaten frei

Nach zehn Monaten in der Gewalt syrischer Kidnapper sind vier verschleppte Journalisten aus Frankreich in der Nacht zum Samstag freigelassen worden. Türkische Soldaten fanden die Männer mit verbundenen Augen und gefesselten Händen im Niemandsland an der Grenze, wie die türkische Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Trotz der langen Geiselhaft seien die vier "bei guter Gesundheit", teilte Frankreichs Staatspräsident François Hollande mit. mehr

Türkei

Parlament billigt umstrittene Geheimdienstreform

Das türkische Parlament hat eine umstrittene Geheimdienstreform gebilligt, die die Befugnisse des nationalen Nachrichtendienstes (MIT) erheblich ausweitet. Medienberichten zufolge wurde der Gesetzestext am Donnerstag nach einer tumultartigen Debatte mit der absoluten Mehrheit der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan angenommen. So hat der MIT nun weitgehend freie Hand für Spionageaktivitäten im In- und Ausland. Dazu gehören das Abhören von Privattelefonaten und das Sammeln von geheimdienstlichen Erkenntnissen mit Bezug auf "Terrorismus und internationale Verbrechen". mehr

Istanbul

In der Türkei droht neuer Streit um Gezi-Park

Die Polizei trifft keine Schuld, alles war ein Missverständnis: Kurz vor dem Jahrestag der Gezi-Proteste sind die merkwürdigen Ergebnisse eines Berichts türkischer Regierungsinspektoren über die Unruhen bekannt geworden. Die Inspektoren bescheinigen der Polizei ein einwandfreies Verhalten und sehen für Ermittlungen gegen die Sicherheitskräfte keinen Grund. Während der Staat sich selber einen Persilschein ausstellt, bereitet die Protestbewegung zum Jahrestag eine Massenklage gegen die Behörden vor: Neue Spannungen rund um den Gezi-Park sind zu erwarten. mehr

Istanbul

Erdogan-Berater empfiehlt Türkei Abkehr von Europa

Die Türkei braucht Europa nicht mehr und sollte die Beziehungen "ohne Zeitverlust" beenden – mit diesem Vorschlag hat Yigit Bulut (42), ein enger Berater des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, gestern das EU-Streben seines Landes öffentlich infrage gestellt. Das schwindende Interesse der Erdogan-Regierung an Europa ist schon länger feststellbar, doch betonte Ankara bisher stets, am EU-Beitrittsprozess werde festgehalten. Bulut plädiert nun aber dafür, die Taue zu kappen und sich ganz auf die USA zu konzentrieren. mehr