Antisemitismus
Berlin

Bundestag schafft Beauftragten gegen Antisemitismus

Der Bundestag hat sich für einen Antisemitismus-Beauftragten der Bundesregierung entschieden. Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte zu, diese Stelle gleich in welcher Koalition durchzusetzen und mit den nötigen Mitteln für eine Aufgabe als Koordinator auszustatten. Alle Fraktionen stimmten zu - bis auf die Linke, die die Aufforderung nicht mittragen wollte, alle Ausländer nach antisemitischen Äußerungen auszuweisen. Die übrigen Fraktionen kritisierten die AfD, die den Antisemitismus insbesondere bei muslimischen Menschen verortete. In Deutschland gebe es "nach wie vor ein beschämendes Maß an Antisemitismus", heißt es in der Resolution. Der größte Teil antisemitischer Delikte sei weiterhin rechtsextrem motiviert. mehr

Radevormwald

Zeichen setzen gegen wachsenden Antisemitismus

Die Reformierte Kirchengemeinde setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus, heißt es in einer Mitteilung von Pfarrer Dieter Jeschke. Nachdem immer wieder davon berichtet wurde, dass in Deutschland der Antisemitismus wächst, besuchte der Männerkreis der Gemeinde die Synagoge in Wuppertal-Barmen. Auch der dortige Leiter berichtete, dass sich in Wuppertal kaum noch Juden mit ihrer traditionellen Kopfbedeckung, der Kippa, in der Öffentlichkeit zeigen würden - aus Sorge vor antisemitischen Übergriffen. mehr

Wien/Brüssel

Kurz verspricht Kampf gegen Antisemitismus

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz will entschieden gegen jede Art von Antisemitismus eintreten. Dazu gehöre der Kampf gegen die bestehende und gegen die durch Zuwanderung von Muslimen importierte Judenfeindlichkeit, sagte der 31-jährige ÖVP-Chef bei seiner ersten Regierungserklärung vor dem Parlament. Zugleich erinnerte er an die "beschämenden und traurigen" Ereignisse rund um den März 1938, als viele Österreicher den Anschluss an Nazi-Deutschland bejubelten. mehr