Thema
Arabien
Persönlich

Dianne Feinstein . . . legt sich mit der mächtigen CIA an

Dianne Feinstein (80) hat eine Brandrede gehalten. Eine Dreiviertelstunde lang hat sich die US-Senatorin ihren angestauten Frust von der Seele geredet, weil der Geheimdienst CIA Computer hackte, die Computer jenes Parlamentskomitees, das den Agenten auf die Finger schauen soll. "Ich habe um eine Entschuldigung gebeten und um das Eingeständnis, dass die CIA etwas Unangemessenes tat. Ich habe nichts von beidem bekommen", wetterte die Kalifornierin, als sie begründete, warum sie den Fall an die große Glocke hängt, statt wie bisher nur in kleinen, vertraulichen Runden darüber zu reden. Dass sie den Schlapphüten auf diese Weise die Leviten liest, kommt überraschend. Denn seit die Demokratin 2009 den Vorsitz des Geheimdienstausschusses übernahm, hat sie die Spione mehr oder weniger wohlwollend gewähren lassen. Nun aber sucht sie die offene Kontroverse mit dem wichtigsten Antiterror-Strategen ihres Parteifreundes Barack Obama, mit John Brennan, dem Arabien-Kenner, der bereits unter George W. Bush Stabschef der CIA war und der den Spionagedienst inzwischen leitet. Brennan, glaubt sie, wolle ein Kapitel vertuschen, das der Kongress endlich aufklären müsse: das Foltern von Terrorverdächtigen nach den Anschlägen vom 11. September 2001. mehr

Konditorei Heinemann

Im Reich der Stollen

Das ist es also, das Paradies für Liebhaber feiner Pralinen, Torten, Stollen und Plätzchen. Der Duft von Schokolade, Vanille, Zucker und Rum kitzelt die Nase, dazwischen mischt sich das herzhafte Aroma von Käsegebäck. In der Backstube der Konditorei Heinemann herrscht Hochsaison. In den Backöfen nehmen die Stollen eine schöne, braune Farbe an, bevor sie noch mal gebuttert und in Zucker gewendet werden. Auf der Backstraße wird Spekulatiusteig zu hauchdünnen Plätzchen verarbeitet. mehr

Handball

Gislason spricht sich für Weltliga aus

Der Kieler Meistermacher Alfred Gislason hat sich für eine Handball-Weltliga ausgesprochen. "Es muss unbedingt etwas passieren, meine Idee ist, die Champions League zu einer Art Weltliga auszubauen", sagte der Isländer im Gespräch mit Spiegel Online und fügte an: "Ich bin sicher, dass sich potente Sponsoren finden, wenn man eine solche Liga weltweit anlegt. Dann findet sich vielleicht auch ein TV-Sender." Viele Vereine in Europa haben mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Daher kann sich Gislason Spiele in Südamerika, Afrika und den USA vorstellen. Auch eine Mannschaft in Arabien aufzustellen, wäre ohne Probleme machbar, so der 53-Jährige, der sich für die Europäische Handball-Föderation (EHF) als Ausrichter aussprach. Eine solche Weltliga hätte natürlich auch Auswirkungen auf die Bundesliga. Doch auch da hat Gislason schon einen Plan. Sein Vorschlag: Die deutschen Weltliga-Teilnehmer würden auf nationaler Ebene erst in ein Play-off-Viertelfinale einsteigen. Ein Vorschlag, der wohl kaum zu realisieren ist. "Ich weiß nicht, ob das zu radikal gedacht ist", fragt sich Gislason selbst. mehr

Düsseldorf

Rheinmetall liefert Waffen für Panzer nach Arabien

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall soll 60 arabische Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 mit neuen Waffenanlagen bestücken. Der Großauftrag von einem "Kunden im arabischen Raum" habe ein Volumen von 475 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilt. Zudem liefert Rheinmetall noch ein komplettes Fahrschulfahrzeug sowie die Fahrgestelle und Anlagen für 20 Panzerhaubitzen an die Araber. Die Auslieferungen sollen von 2015 bis 2018 erfolgen. mehr

Ex-Nationalcoach

Sven-Göran Eriksson zieht es nach China

Fußball-Globetrotter Sven-Göran Eriksson hat sein Engagement in den Vereinigten Arabischen Emiraten beendet und zieht weiter nach China. Der ehemalige Nationaltrainer Englands trat von seinem Posten als Technischer Direktor bei Al Nasr aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurück, teilte der Club am Montag mit. Eriksson werde eine noch unbekannte Rolle bei einem Verein in China übernehmen, hieß es zudem. Erst am Wochenende hatte sich Al Nasr von Trainer Walter Zenga getrennt, nachdem der Club in der heimischen Liga nur den sechsten Platz belegt hatte. Eriksson war erst vor fünf Monaten in die Emirate gewechselt. Einen Posten beim TSV 1860 München hatte er zuvor dankend abgelehnt. Der Schwede, der mit 27 Jahren seine Fußballer-Karriere verletzungsbedingt hatte beenden müssen, hatte als erster ausländischer Coach der "Three Lions" von 2001 bis 2006 für Furore gesorgt. Es folgte 2007 ein Intermezzo bei Manchester City, danach ging es als Nationaltrainer nach Mexiko, in die englische vierte Liga nach Notts County und zur Elfenbeinküste. mehr