Aserbaidschan
Leverkusen

Georg Berger (18) ist einer der besten Nachwuchs-Chemiker

Man könnte meinen, Georg Berger sei ein normaler 18-Jähriger. Wenn er über das spricht, was er in seiner Freizeit treibt, hört es sich auch genauso an. Normal. Dabei ist das, was er sagt, außergewöhnlich. Gold habe er erst kürzlich geholt. Und zwar bei der internationalen Chemie-Olympiade in Aserbaidschan. Nur vier Wochen später gab es wieder eine Medaille: Bronze bei der internationalen Physik-Olympiade, diesmal in Indien. "Ich war eben schon immer an Naturwissenschaften interessiert", sagt Georg. "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm", wirft Mutter Andrea Berger ein. Sie arbeitet als Biologin, Vater Michael Berger ist Chemiker. "Mit der internationalen Biologie-Olympiade hat es leider nicht geklappt", meint Georg enttäuscht. "Leider haben sich die Termine überlappt." mehr

Künftig für Aserbaidschan am Brett

Schach-Hoffnung Naiditsch kehrt Deutschland den Rücken

Deutschlands bester Schachspieler Arkadij Naiditsch geht künftig für Aserbaidschan ans Brett. Das bestätigte der 29-Jährige, der zuletzt mit zwei Siegen gegen Weltmeister Magnus Carlsen (Norwegen) für Aufsehen gesorgt hatte, am Samstag. "Ich möchte die nächsten zehn Jahre versuchen, in die Weltspitze zu kommen. Ich denke, in Aserbaidschan ist es für mich deutlich einfacher", sagte die Nummer 18 der Weltrangliste dem Deutschlandfunk. Der Deutsche Schachbund reagierte enttäuscht, "dass unser stärkster Spieler den Schachbund verlässt. Es ist eine deutliche Schwächung unserer Nationalmannschaft", sagte der ehemalige Bundestrainer Uwe Bönsch dem Deutschlandfunk. Der in Riga geborene Naiditsch hatte 2005 einen deutschen Pass erhalten, 2011 führte er Deutschland völlig überraschend zum bis dahin ersten EM-Titel. Mit Funktionären des deutschen Verbandes hatte es allerdings auch immer wieder Meinungsverschiedenheiten gegeben. "Ich denke nicht, dass der Deutsche Schachbund es sehr bedauert, dass ich nicht mehr in Deutschland spielen werde. Die haben zumindest nichts dafür getan, dass ich bleibe", sagte Naiditsch. mehr

A. 3 %

Wie europäisch ist Russland?

Russland zählt zu den insgesamt fünf Ländern, deren Staatsgebiet sowohl auf dem europäischen als auch dem asiatischen Kontinent liegt. Im Fall Russlands ist das sogar zu einem erheblichen Prozentsatz der Fall. Die geringe Größenordnung von drei Prozent trifft daher nicht auf Russland zu, wohl aber auf die Türkei. Üblicherweise wird die "Grenze" zwischen Europa und Asien im Norden entlang des Ural und des Kaukasus-Gebirges gezogen, sowie weiter südlich entlang der Dardanellen und der Bosporus-Meerenge. So ist Istanbul mit seinen mehr als 14 Millionen Einwohnern die einzige Weltstadt auf zwei Kontinenten. Die Stadtteile, die westlich des Bosporus liegen, befinden sich in Europa, während die Stadtteile am östlichen Bosporus-Ufer und weiter landein in Asien liegen. Neben Russland und der Türkei befinden sich auch kleinere Regionen von Aserbaidschan, Georgien und Kasachstan auf europäischem Boden. mehr

Volleyball

Nationalspielerin Dürr von Baku nach Breslau

Volleyball-Nationalspielerin Lenka Dürr wird in der kommenden Saison für den polnischen Erstligisten Impel Breslau spielen. Die 24 Jahre alte Libera hatte die vergangenen beiden Spielzeiten in Aserbaidschans Hauptstadt Baku aufgeschlagen, zunächst für Igtisadchi und danach für Champions-League-Teilnehmer Azeryol. Mit Breslau tritt Dürr ebenfalls in der Könisklasse an und bekommt es in der Gruppenphase in Pool E unter anderem mit dem deutschen Meister Dresdner SC zu tun. Derzeit kämpft Dürr mit der Nationalmannschaft beim Grand Prix um die Finalteilnahme. Die Entscheidung fällt beim dritten Vorrundenturnier ab Donnerstag in Stuttgart. mehr