Asthma
Ratgeber

Allergien und Allergie-Auslöser

Die Häufigkeit allergischer Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt: Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche. Neben erblichen Vorbelastungen spielen auch verschiedene Umweltbedingungen eine Rolle, ob und wie schwer eine Allergie auftritt. Kinder sind Fremdstoffen gegenüber besonders empfindlich, da ihr Immunsystem gerade erst im Aufbau ist. "Zumeist werden Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel, Pollen oder Tierhaare für eine allergische Erkrankung verantwortlich gemacht. Aber auch chemische Substanzen aus Möbeln, Bodenbelägen, Spielsachen oder Farben sind mögliche Verursacher." Umweltberaterin Julia Ogiermann berichtet, dass die Zusammenhänge hochkomplex und individuell sehr unterschiedlich sein können und der Allergievorbeugung deshalb eine hohe Bedeutung zukommt. mehr

Celle

Plastikgeschirr kann Asthma auslösen

Wollen Schwangere das Asthmarisiko ihres ungeborenen Kindes senken, bewahren sie Lebensmittel besser nicht in Kunststoffbehältern auf. Auch sollten sie Essen in der Mikrowelle lieber auf Glas- oder Porzellangeschirr erhitzen. Das rät Prof. Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung. Hintergrund ist, dass Kunststoffe meist chemische Verbindungen aus der Gruppe der Phthalate als Weichmacher enthalten. Die zwei Weichmacher-Typen BBP und DBP erhöhen einer Studie zufolge das Asthmarisiko von Kindern deutlich. Phthalate sind unter anderem auch in Vinylteppichen sowie in Kosmetika enthalten, damit deren Duftstoffe besser haften. Morr empfiehlt schwangeren Frauen, auf geruchsfreie Seifen und Waschmittel auszuweichen, keine Raumdüfte oder parfümierte Pflegeprodukte zu verwenden. mehr

Gesundheit

Dicke Kinder neigen zu Asthma

Je übergewichtiger ein Kind ist, desto höher ist das Risiko, dass es an Asthma erkrankt. Darauf machen die Lungenärzte vom Bundesverband der Pneumologen in Heidenheim unter Berufung auf eine aktuelle Studie aufmerksam. Demnach gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen einem überdurchschnittlich hohen Body Mass Index (BMI) und dem Asthmarisiko. Diese Kausalität ist offenbar unabhängig von anderen Faktoren wie dem sozialen Hintergrund oder mangelnder Bewegung. mehr

Sotschi

Asthma: Eskau muss um weitere Starts bangen

Zwei Tage nach ihrer Gold-Medaille im Biathlon muss die deutsche Paralympics-Teilnehmerin Andrea Eskau um weitere Einsätze bangen. Wegen eines Asthma-Anfalls hatte die 42-Jährige gestern im Langlauf-Rennen über zwölf Kilometer abgebrochen. Mannschaftsarzt Lars Meiworm wollte keine Prognose abgeben, ob Eskau bei den verbleibenden fünf geplanten Rennen starten kann. "Es ist nicht sicher, wie es verläuft. Wir gucken von Tag zu Tag", sagte der Mediziner. mehr

Hannover

Rauchen – Asthmagefahr steigt auch für Enkel

Raucht eine Frau während ihrer Schwangerschaft, könnte sich sogar das Asthmarisiko für ihre Enkel erhöhen. Schon bekannt sei, dass Kinder rauchender Eltern häufiger Asthma bekommen als der direkte Nachwuchs nichtrauchender Eltern, erläutert Professor Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung in Hannover. Nun habe sich im Tierversuch gezeigt, dass Rauchen auch das Risiko der Enkel erhöht. Daraus schließen die Forscher, dass das ebenso beim Menschen der Fall sein könnte, selbst wenn die übernächste Generation keinem direkten Tabakrauch ausgesetzt ist. mehr