Thema
Athen
Punktabzug und Transferverbot

Harte Strafen für griechischen Drittligisten nach Tod eines Fans

Der griechische Fußballverband (EPO) hat am Mittwoch die Mannschaft des Drittligisten Herodotos Heraklion (Kreta) wegen des Todes eines Fans hart bestraft. Dem Verein wurden 15 Punkte abgezogen. Zudem muss Herodotos zehn Heimspiele vor leeren Tribünen spielen und 2500 Euro Strafe zahlen. Der Verein darf außerdem diese Saison keine neuen Spieler verpflichten oder eigene verkaufen. Dies teilte der Fußballverband am Mittwoch auf seiner Homepage mit. Es ist die härteste Strafe, die je im griechischen Fußball verhängt wurde, berichtete die griechische Sportpresse. Hooligans von Herodotos Heraklion hatten am 14. September während eines Spiels gegen Ethnikos Piräus einen 47-Jährigen schwer am Kopf verletzt. Der Mann starb zwei Wochen später. Die griechische Regierung hatte nach dem Tod des Fußballfans sämtliche Profispiele für den 4. und 5. Oktober ausgesetzt. Drei Tatverdächtige sind bereits angeklagt worden. mehr

Brüssel

EU gibt sich solidarisch mit Griechenland

Nach den jüngsten Turbulenzen an den griechischen Börsen- und Anleihemärkten hat die EU der Regierung in Athen Unterstützung zugesichert. "Europa wird Griechenland weiter beistehen, in welcher Form auch immer nötig", sagte ein Kommissionssprecher. Die Athener Aktienbörse war binnen zwei Tagen um mehr als elf Prozent eingebrochen. Die Renditen für zehnjährige griechische Staatsanleihen waren zugleich in die Höhe geschnellt. Investoren zweifeln daran, dass Griechenland sich am Markt aus eigener Kraft refinanzieren kann. mehr

Griechenland

Abgesagte Erstliga-Spiele im Dezember

Die wegen des Todes eines Fans am vergangenen Wochenende abgesagten Spiele der griechischen Fußball-Liga werden am 3. Dezember nachgeholt. Dies entschied der Verwaltungsrat der Super League am Mittwoch. Unter anderem wird an diesem Tag Tabellenführer PAOK Saloniki gegen Rekordmeister Olympiakos Piräus antreten. Die griechische Regierung hatte nach dem Tod eines Fußballfans am 29. September sämtliche Profispiele für den 4. und 5. Oktober ausgesetzt. Der 47-Jährige war Mitte September bei einem Drittligaspiel auf Kreta bei Fan-Krawallen schwer verletzt worden. Zwei Wochen später erlag er den Verletzungen. mehr

Verfahren eingeleitet

Vernachlässigung von Athener Olympia-Anlagen beschäftigt Justiz

Wegen des desolaten Zustandes der Olympia-Anlagen aus dem Jahr 2004 hat die Staatsanwaltschaft in Athen zwei Verfahren eingeleitet. Wie die Athener Nachrichtenagentur ANA-MPA am Montag meldete, wird der frühere Chef der Liegenschaftsgesellschaft für die Olympia-Immobilien, Konstantinos Matalas, strafrechtlich belangt. Zugleich wurde beim griechischen Parlament die Aufhebung der Immunität seines Nachfolgers Dionyssis Stamenitis beantragt, der Abgeordneter der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia ist. Gegen ihn soll ebenfalls ein Strafverfahren eingeleitet werden. Beiden Männern wird Missmanagement bei der Wartung und Nutzung der Sportstätten vorgeworfen. Der desolate Zustand der Athener Olympia-Anlagen zehn Jahre nach den Spielen hatte im Sommer auch für internationale Aufmerksamkeit gesorgt. mehr

Nationalmannschaft

Ex-Bundesliga-Torjäger Gekas aus Griechenland-Kader gestrichen

Für den früheren Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas ist derzeit kein Platz mehr in der griechischen Fußball-Nationalmannschaft. Nationalcoach Claudio Ranieri strich den 34-Jährigen aus seinem vorläufigen Aufgebot für die EM-Qualifikationsspiele in Finnland am 11. Oktober und drei Tage später gegen Nordirland. Anstelle von Gekas erhielt der zwölf Jahre jüngere Nikos Karelis eine Einladung. Aus der Bundesliga wurden Torhüter Stefanos Kapino (FSV Mainz 05) und Abwehrchef Sokratis (Borussia Dortmund) in den Kader berufen. mehr

Athen

Reiche Griechen tarnen ihre Pools

Neuester Trick reicher Griechen, um weniger Steuern zu zahlen: Sie überdecken mit Tarnplanen und Netzen ihre Schwimmbäder. Somit werden sie für Satelliten unsichtbar, deren Aufnahmen griechische Steuerfahnder nutzen, um Schwimmbäder aufzuspüren. Dies berichtete die griechische Presse gestern unter Berufung auf Mitarbeiter der Steuerfahndung. Für ein 50-Quadratmeter-Schwimmbad wird ein Zusatzeinkommen von 8000 Euro angesetzt. Dies wird mit zehn Prozent besteuert, also 800 Euro jährlich. mehr