Thema
Athen
Kommentar

Kein Job für EZB-Chef Draghi

Südeuropa raubt seiner Jugend die Zukunft. Doch wenn Athen und Paris nun auf staatlich geförderte Jobs setzen, machen sie alles nur schlimmer. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sind teuer, verdrängen reguläre Stellen und führen nicht zu dauerhafter Beschäftigung, wie die Deutschen nach 1990 erfuhren. Auch ist die Schaffung von Jobs keine Aufgabe der Europäischen Zentralbank, obwohl EZB-Präsident Mario Draghi jüngst anderes andeutete, als er von Flexibilisierung des Sparkurses sprach. Die Arbeitslosen sind keine Folge von Euro-Krise und "Spardiktat". In Südeuropa gibt es seit langem zu viele Schulabbrecher, keine duale Ausbildung und mit dem hohen Kündigungsschutz Hürden für Einsteiger. Das sollten die Staaten ändern. Super-Marios einzige Mission ist es, für stabiles Geld zu sorgen. Antje Höning mehr

Athen

Spekulationen um Grab Alexanders des Großen

Die Entdeckung eines knapp 500 Meter langen Erdwalls rund um eine Grabstätte hat in Griechenland Spekulationen ausgelöst, es könne sich um das Grab von Mitgliedern der Familie des legendären makedonischen Königs Alexander des Großen handeln. Griechische Medien berichteten gestern, der Fund sei "sensationell". Reporter beobachteten, dass die Polizei den Ausgrabungsort in der Ortschaft Amphipolis im Norden des Landes streng überwache. Neue Gerüchte über einen sehr wichtigen Fund machten aus diesem Grund die Runde. Bereits im vergangenen Jahr hatte es die Vermutungen gegeben, es könnte sich sogar um das Grab Alexanders handeln. Nun soll es sich um das Grab von Roxane, der Frau Alexanders handeln, berichtete gestern die griechische Boulevardpresse. mehr

Kosten und Folgen der Spiele

Studie zu Olympia 2004 in Athen wird vorbereitet

Zehn Jahre nach den Olympischen Spielen von Athen 2004 soll es eine umfangreiche und detaillierte Studie über die Kosten und die Folgen für Griechenland geben. Dies teilte am Mittwoch das griechische Institut für Ökonomische und Industrielle Forschung (IOBE) mit. Die Kosten der Studie werde die ehemalige Präsidentin des Organisationskomitees, Gianna Angelopoulos, übernehmen. Eine wissenschaftliche, auf ökonomischen Daten basierende Bilanz der Spiele hat es bislang nicht gegeben. Mit einem Ergebnis der Studie wird bis zum Jahresende gerechnet. Viele Medienberichte kritisierten bereits den Verfall der Olympia-Anlagen, die im monumentalen Stil und ohne Planung für weitere Verwendung konzipiert wurden. Allerdings wurden für die Spiele drei neue Bahnlinien und eine Straßenbahn in Athen gebaut, die immer noch genutzt werden. mehr

Athen

Griechenland leiht sich kurzfristig frisches Geld

Das schuldengeplagte Griechenland hat sich kurzfristig 812 Millionen Euro am Kapitalmarkt besorgt. Der Zinssatz für die sechsmonatigen Papiere beläuft sich auf 2,02 Prozent. Er lag damit leicht niedriger als bei vergleichbaren Titeln im Vormonat mit 2,05 Prozent Zinsen, wie die Schuldenagentur PDMA mitteilte. Reuters-Informationen zufolge soll zukünftig statt der internationalen Troika die Regierung in Athen stärker selbst entscheiden, wie sie ihr Land aus den Nachwehen der Euro-Schuldenkrise herausführt. mehr

Ausblick stabil

Moody's erhöht Rating für Griechenland

Die US-Ratingagentur Moody's stellt Griechenland ein besseres Zeugnis aus. Sie stufte am Freitag die Kreditwürdigkeit Athens um zwei Noten auf Caa1 von zuvor Caa3 hoch. Als Begründung nannte die Agentur Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung des schuldengeplagten Eurolandes. Der Ausblick sei stabil. Das südeuropäische Land musste 2010 und 2012 mit Milliardenhilfen von seinen Euro-Partnern und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) vor dem finanziellen Kollaps gerettet worden. mehr

Griechenland

Claudio Ranieri neuer Nationaltrainer

Griechenlands Fußball-Bund EPO-HFF hat den Italiener Claudio Ranieri als neuen Chef der griechischen Nationalmannschaft verpflichtet. Dies gab der Verband am Freitag bekannt. Der 62-jährige Ranieri hat einen Zweijahresvertrag unterzeichnet. Die griechische Sportpresse berichtete, soll Ranieri 800.000 Euro jährlich erhalten. Der bisherige Trainer, der Portugiese Fernando Santos, hatte nach der WM in Brasilien als griechischer Nationaltrainer auf eigenen Wunsch aufgehört. Santos hatte 2010 den Posten von Otto Rehhagel übernommen. Ihm gelang mit dem Sensations-Europameister von 2004 im Jahr 2012 der Einzug ins EM-Viertelfinale, danach schaffte er auch die Qualifikation für die WM-Endrunde 2014 und den Einzug ins Achtelfinale. mehr

Athen

Griechen suchen nach Krokodil in Stausee auf Kreta

Auf der Urlaubsinsel Kreta wird nach einem Krokodil gesucht, das in einem Stausee südlich der Stadt Rethymnon leben soll. Der griechische Nachrichtensender Skai sendete gestern ein neues Video, auf dem das Reptil deutlich zu sehen ist. Das Tier soll 1,5 bis zwei Meter lang sein. Örtliche Medien spekulierten, dass es als Haustier gehalten worden war. Als es zu groß wurde, könnte der Besitzer es ausgesetzt haben. Die Einwohner wurden dazu aufgerufen, nicht zum Stausee zu gehen und dort auf keinen Fall zu schwimmen. mehr