Thema
Atomkraftwerk
Düsseldorf

Atomausstieg: Eon fordert Schadenersatz

Der Energiekonzern Eon fordert Schadenersatz wegen der Abschaltung von Atomkraftwerken nach dem Unglück von Fukushima. "Wir haben durch die Abschaltung der Meiler Unterweser und Isar 1 über mehrere Monate im Jahr 2011 einen Schaden in der Größenordnung von 250 Millionen Euro erlitten. Diesen hat Eon gegenüber Niedersachsen, Bayern und dem Bundesumweltministerium außergerichtlich geltend gemacht", sagte Eon-Vorstand Mike Winkel unserer Zeitung. mehr

Sechs Jahre

Vietnam verschiebt Bau seines ersten Atomkraftwerks

Vietnam verschiebt den Bau seines ersten Atomkraftwerks um voraussichtlich sechs Jahre. Grund sind Bedenken wegen Sicherheit und Effizienz, wie staatliche Medien am Donnerstag berichteten. Das Land, das sich im Zuge des Wirtschaftswachstums mit einer steigenden Energienachfrage konfrontiert sieht, benötigt dringend neue Energiequellen, da die Kohle und Wasserkraft den Bedarf nicht mehr decken können. Eigentlich sollte der Bau des ersten Atomkraftwerks durch eine russische Firma dieses Jahr in der Provinz Ninh Thuan beginnen. Die Zeitung "Tuoi Tre" zitierte am Donnerstag jedoch Ministerpräsident Nguyen Tan Dung, dass man mit dem Bau wohl bis zum Jahr 2020 warten werde, um die höchsten Standards an Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu garantieren. mehr

Tokio

Fukushima wird komplett stillgelegt

Japans Regierung hat den Abriss der letzten beiden Reaktorblöcke des Atomkraftwerks Fukushima angeordnet. Ministerpräsident Shinzo Abe sagte nach einem Rundgang über das Gelände der stark beschädigten Anlage, er habe den Kraftwerkbetreiber Tepco persönlich aufgefordert, einen Zeitplan für die Eindämmung radioaktiven Wassers vorzulegen. Abe: "Damit sie sich darauf konzentrieren können, habe ich sie angewiesen, die Reaktoren Nummer 5 und 6 endgültig außer Betrieb zu nehmen." mehr

Tokio

Fukushima wird komplett stillgelegt

Japans Regierung hat den Abriss der letzten beiden Reaktorblöcke des Atomkraftwerks Fukushima angeordnet. Ministerpräsident Shinzo Abe sagte nach einem Rundgang über das Gelände der stark beschädigten Anlage, er habe den Kraftwerkbetreiber Tepco persönlich aufgefordert, einen Zeitplan für die Eindämmung radioaktiven Wassers vorzulegen. Abe: "Damit sie sich darauf konzentrieren können, habe ich sie angewiesen, die Reaktoren Nummer 5 und 6 endgültig außer Betrieb zu nehmen." mehr

Tokio

Neue verstrahlte Zone in Fukushima aufgespürt

Experten haben an der Ruine des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima eine weitere hochradioaktive Zone entdeckt. Die Strahlung an einem Wasser-Auffangbehälter betrage über 100 Millisievert pro Stunde, teilte der Betreiber Tepco gestern mit. Genauere Angaben gebe es nicht, da die Dosimeter der Arbeiter nur bis zu dieser Höhe ausgelegt seien. In Deutschland darf ein Arbeiter über sein gesamtes Berufsleben höchstens 20 Millisievert pro Jahr ausgesetzt werden. In Japan war nach der Katastrophe die Belastungsschwelle für Arbeiter auf 100 Millisievert über fünf Jahre festgelegt worden. mehr

Brüssel

Brüssel will durch Subventionen Atomkraft fördern

Die EU-Kommission bereitet die Rückkehr der Atomkraft vor. Die Regierungen europäischer Länder sollen künftig leichter Unternehmen subventionieren können, die Atomkraftwerke bauen und betreiben, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Sie zitiert aus einem Entwurf für eine neue Beihilferichtlinie von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Demnach ist der Ausbau der nuklearen Energieerzeugung ein erklärtes Ziel der Europäischen Union. Um dabei voranzukommen, könnten speziell für "die Errichtung und den Betrieb eines Atomkraftwerks" staatliche Finanzspritzen gebraucht werden. Investoren sollen künftig von vornherein Rechtssicherheit über mögliche Beihilfen haben, heißt es. mehr