Thema
Atomkraftwerk
Wesel

Greenpeace legt in Wesel an und warnt vor alten AKW

Die Umweltschutzorganisation "Greenpeace" machte mit ihrem bekannten Segelschiff "Beluga II" am Wochenende im Rahmen ihrer "Stop Risking Europe-Tour" in Wesel halt. "Damit wollen wir auf die Gefahren aufmerksam machen, die von den überalterten Atomkraftwerken (AKW) in Europa ausgehen", erläutert Laura Brehm, Ehrenamtskoordinatorin bei Greenpeace. "Die Uralt-Reaktoren sind tickende Zeitbomben und der Weiterbetrieb ist absolut unverantwortlich", ergänzt sie. mehr

Essen

Werner Müller soll Atomstiftung an den Start bringen

Die Atomkonzerne Eon, RWE und EnBW versuchen weiter, die Bundesregierung für die Abwicklung der Atomkraftwerke zu gewinnen. Danach soll eine staatliche Stiftung Meiler-Rückbau und Atommüll-Entsorgung übernehmen. Das durchzusetzen ist schwerer, seit die Pläne öffentlich wurden. Nun soll Werner Müller, der einst als Wirtschaftsminister den ersten Atom-Ausstieg organisierte und heute Chef der RAG-Stiftung ist, zwischen Staat und Konzernen vermitteln. RWE habe Müller ins Gespräch gebracht, heißt es in Branchenkreisen. Die Kanzlerin schätzt den 67-Jährigen seit seiner Zeit als Bahn-Aufsichtsratschef als klugen Moderator. Müller stehe bereit, wenn Regierung und Konzerne dies wünschten, hieß es dazu in Müllers Umfeld. mehr

Berlin/Düsseldorf

Wirtschaftsminister Duin lehnt Atom-Stiftung ab

Der Vorschlag der Energiekonzerne RWE, Eon und EnBW, ihre Atomkraftwerke in eine öffentlich-rechtliche Atom-Stiftung zu überführen und damit zu verstaatlichen, stößt in Nordrhein-Westfalen parteiübergreifend auf Kritik. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) sagte im Düsseldorfer Landtag, die Konzerne müssten die Kosten für den Rückbau tragen, nicht die Steuerzahler. "Wir lassen die Unternehmen nicht aus ihrer Verantwortung", sagte Duin. Die Konzerne hätten lange von der Atomkraft profitiert und müssten nun die Folgekosten übernehmen, sagte auch Thomas Kufen (CDU). mehr

Düsseldorf

Atomausstieg: Eon fordert Schadenersatz

Der Energiekonzern Eon fordert Schadenersatz wegen der Abschaltung von Atomkraftwerken nach dem Unglück von Fukushima. "Wir haben durch die Abschaltung der Meiler Unterweser und Isar 1 über mehrere Monate im Jahr 2011 einen Schaden in der Größenordnung von 250 Millionen Euro erlitten. Diesen hat Eon gegenüber Niedersachsen, Bayern und dem Bundesumweltministerium außergerichtlich geltend gemacht", sagte Eon-Vorstand Mike Winkel unserer Zeitung. mehr

Sechs Jahre

Vietnam verschiebt Bau seines ersten Atomkraftwerks

Vietnam verschiebt den Bau seines ersten Atomkraftwerks um voraussichtlich sechs Jahre. Grund sind Bedenken wegen Sicherheit und Effizienz, wie staatliche Medien am Donnerstag berichteten. Das Land, das sich im Zuge des Wirtschaftswachstums mit einer steigenden Energienachfrage konfrontiert sieht, benötigt dringend neue Energiequellen, da die Kohle und Wasserkraft den Bedarf nicht mehr decken können. Eigentlich sollte der Bau des ersten Atomkraftwerks durch eine russische Firma dieses Jahr in der Provinz Ninh Thuan beginnen. Die Zeitung "Tuoi Tre" zitierte am Donnerstag jedoch Ministerpräsident Nguyen Tan Dung, dass man mit dem Bau wohl bis zum Jahr 2020 warten werde, um die höchsten Standards an Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu garantieren. mehr