Thema
Atomtransport
Düsseldorf

Pro Woche ein Atomtransport?

Der Streit in Nordrhein-Westfalen um die geplanten Castor-Transporte mit Atommüll aus der Kernforschungsanlage Jülich ins Zwischenlager Ahaus geht weiter. Die rot-grüne Landesregierung hält die vom Bund beschlossenen Transporte von 152 Castoren für unnötig und zu aufwendig. Allerdings läuft die Betriebsgenehmigung für das Lager in Jülich Mitte 2013 aus. Bis dahin müsse der Bund, der zu 90 Prozent Eigner der Forschungsanlage sei, im Einvernehmen mit dem Land eine Lösung gefunden haben, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) unserer Zeitung: "Ich sehe die Bundesregierung da in der Verantwortung. Das ist ihr Atommüll, nicht unserer." mehr

Mönchengladbach

Am Samstag Protest gegen Atomtransport in Region

Über welche Strecke ab 2012 der Atommüll vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus transportiert wird, dürfte ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. Bekannt ist bisher nur: Der Atommüll soll die 180 Kilometer nicht auf der Schiene, sondern mit Spezialfahrzeugen über Landstraßen bewältigen. Die direkteste Verbindung liefe zwar nicht durch Gladbacher Gebiet, aber knapp westlich daran vorbei. Die Anti-Atomkraft-Gruppe "Bündnis Strahlenzug" wird am Samstag, 3. Dezember, 16 Uhr, vor dem alten Stadttheater gegen die Atomtransporte demonstrieren. In Schutzanzüge gekleidet, will das Bündnis Passanten mit Flugblättern auf die Gefahr aufmerksam machen. mehr

Atomtransport in NRW: Route festgelegt

Düsseldorf (gmv). Castorbehälter aus dem münsterländischen Zwischenlager Ahaus sollen nach Medienberichten über den Hamburger Hafen in das russische Atomendlager Majak verschifft werden. Atomkraftgegner kritisierten, die Route sei bei einem Geheimtreffen im Düsseldorfer Innenministerium festgelegt worden. Die rot-grüne Landesregierung verstricke sich "immer mehr in den Castor-Sumpf", erklärte das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Der Atommüll stammt ursprünglich aus einem DDR-Versuchsreaktor. mehr

Behördenpanne

Atomtransport nach Ahaus war überflüssig

Dortmund (RPO). Der Transport hoch radioaktiven Materials aus Sachsen ins nordrhein-westfälische Ahaus im Jahr 2005 wäre nach einem Zeitungsbericht vermeidbar gewesen. Hintergrund ist offenbar eine Behördenpanne in Sachsen, wie die Dortmunder "Ruhr Nachrichten" berichten. Es geht um 951 Brennstäbe aus dem früheren DDR-Kernforschungszentrum Rossendorf, die unter massiven Protesten im Frühjahr 2005 in das Zwischenlager in Ahaus gebracht wurden. Wie am Wochenende bekannt wurde, müssen die ursprünglich aus Russland stammenden Brennelemente nun wieder dorthin zurückgeschickt werden. mehr

Atomtransporte

Niedersachsen kündigt Widerstand gegen Endlagersuche an

Osnabrück (RPO). Niedersachsen wird sich mit aller Macht gegen eine neue Standortsuche für ein Atomlager stemmen. Das kündigte Ministerpräsident Christian Wulff an. "Ein neuer Standort kommt in Niedersachsen nicht in Frage. Dazu ist die Landesregierung nicht bereit, dagegen wird es von uns erbitterten Widerstand geben", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zuvor hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) bekräftigt, dass er an der Suche nach Alternativen zu Gorleben festhalte. mehr

In Notfällen

Japanische Regierung will Atomtransporte erlauben

Tokio (RPO). In Japan werden scheinbar in naher Zukunft Atomtransporte durch das Land rollen. Trotz massiver Proteste will die Regierung in Fernost in Notfällen Transporte durch japanische Gewässer erlauben. In Notfällen sei es möglicherweise unvermeidbar, dass amerikanische Kriegsschiffe mit Atomwaffen an Bord japanische Gewässer passierten, sagte Verteidigungsminister Fumio Kyuma am Freitag vor einem Sicherheitsausschuss des Unterhauses in Tokio. mehr