Aung San Suu Kyi
Naypyidaw

Suu Kyi bietet geflohenen Muslimen Rückkehr nach Myanmar an

Angesichts der Massenflucht von mehr als 420.000 Muslimen aus Myanmar hat Regierungschefin Aung San Suu Kyi erstmals Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land verurteilt. In einer Rede an die Nation vermied sie gestern jedoch jede Kritik an den mitregierenden Militärs. Von ihr kam auch kein Wort des Bedauerns an die Adresse der muslimischen Rohingya-Minderheit. Die Friedensnobelpreisträgerin versicherte aber: "Alle von uns wollen Frieden und keinen Krieg." mehr

Persönlich

Aung San Suu Kyi . . . verliert ihren Heiligenschein

Weltweite Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht. Einer Friedensnobelpreisträgerin muss das bewusst sein. Und mehr als das: Man muss von einer Ikone wie Aung San Suu Kyi auch erwarten, dass sie sich aktiv für dieses Menschenrecht einsetzt. Doch während birmanische Sicherheitskräfte die muslimische Minderheit der Rohingya verfolgen, schweigt die Regierungschefin. Dabei galt Aung San Suu Kyi (72) bisher als die demokratische Stimme des Landes. mehr