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Thema
Aung San Suu Kyi
Naypyidaw

Aung San Suu Kyi kommt heute nach Deutschland

Die birmanische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wird heute in Berlin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Bundespräsident Joachim Gauck und Bundestagspräsident Norbert Lammert zu Gesprächen empfangen. Viele Jahre galt Aung San Suu Kyi als Symbol des friedlichen Widerstands gegen die Militärdiktatur in Myanmar, dem früheren Birma. Morgen wird sie deshalb mit dem Willy-Brandt-Preis ausgezeichnet. mehr

Nach 23 Jahren

Aung San Suu Kyi nimmt Sacharow-Preis entgegen

Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat mit 23-jähriger Verspätung in Straßburg den Sacharow-Preis des EU-Parlaments entgegengenommen. "Sie sind ein großes Beispiel einer großen Frau, die sich für die Freiheit des eigenen Volkes nicht hat brechen lassen", sagte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz bei der Zeremonie am Dienstag. In ihrer Dankesrede plädierte die Politikerin und Friedensnobelpreisträgerin (1991) für eine Änderung der Verfassung in ihrem Land. Für eine wirkliche Demokratie müsse die Verfassung geändert werden, sagte sie. Eine Verfassung sei nicht demokratisch, wenn sie die Menschen einer nicht gewählten Organisation, den Militärs, unterwerfe. mehr

Früherer BBC-DJ

Dave Lee Travis wegen Sexualstraftaten angeklagt

Der britische Radiomoderator Dave Lee Travis ist wegen mehrerer Sexualstraftaten angeklagt worden. Dem ehemaligen DJ des BBC-Rundfunks werden sexuelle Nötigung in elf Fällen und ein sexueller Übergriff zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Der 68-Jährige soll die Taten zwischen 1977 und 2007 begangenen haben. Betroffen sind demnach neun Frauen und eine Minderjährige im Alter von 15 bis 29 Jahren. Travis war im November verhaftet und nach Zahlung einer Kaution freigelassen worden. Er muss sich am 23. August unter seinem bürgerlichen Namen David Patrick Griffin in London vor Gericht verantworten. Er wies die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen zurück. mehr

Naypyidaw

Nobelpreisträgerin Suu Kyi will Birmas Präsidentin werden

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi erhebt erstmals offen ihren Führungsanspruch für Birma. Die 67-Jährige eröffnete beim Weltwirtschaftsforum Ostasien überraschend ihren Wahlkampf: "Ich will 2015 als Kandidatin für das Präsidentenamt antreten", sagte Suu Kyi. Sie machte damit ihre Ambitionen so deutlich wie nie zuvor. Birma könne den Wandel zur Demokratie schaffen, sagte sie. Zugleich warnte sie vor der Gefahr eines Rückfalls: "Man kann nie sagen, dass ein Prozess unumkehrbar ist." mehr

Birmanische Oppositionsführerin will bei Wahl 2015 antreten

Aung San Suu Kyi kündigt Präsidentschaftskandidatur an

Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi will für das Präsidentenamt kandidieren. "Ich will für die Präsidentschaft kandidieren, ich sage das ganz offen", sagte die Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum zu Ostasien in der birmanischen Hauptstadt Naypyidaw. Sie wäre nicht ehrlich, wenn sie sagen würde, dass sie nicht Präsidentin werden möchte. Die Präsidentenwahl 2015 könnte die erste freie Abstimmung in dem südostasiatischen Land seit einem halben Jahrhundert werden. mehr

Naypyidaw

Suu Kyis Image als Freiheits-Ikone bekommt Kratzer

Laute Proteste und leise Kritik – das ist die in Birma lange wie eine Heilige verehrte Aung San Suu Kyi nicht gewohnt. Auf Unverständnis auch in der eigenen Partei stieß gestern ihre Teilnahme an einer Militärparade. Parteimitglieder, die das Militär teils jahrelang eingekerkert hatte, reagierten konsterniert. Suu Kyi kennt eigentlich nur Bewunderung für ihre furchtlose Art, wie sie der Militärjunta die Stirn bot und dafür 15 Jahre Hausarrest in Kauf nahm. Das hat sich geändert, seit die 67-Jährige vor einem Jahr als Kandidatin bei den Nachwahlen in Birma in die Niederungen der Politik hinabstieg. mehr

Rangun

Birma bereitet Obama überschwänglichen Empfang

Barack Obama ohne Ende: Die birmanische Hafenstadt Rangun war gestern zum ersten Besuch eines US-Präsidenten voll im Obama-Fieber. Der Gast war großflächig in Siegerpose auf der Titelseite der "Myanmar Times" zu sehen, auf T-Shirts und Kaffeebechern und lachend auf Mauern, die Spraykünstler in riesige Obama-Schreine verwandelt hatten. "Welcome Obama" stand in großen Lettern daran. Zehntausende Menschen, darunter viele Kinder, bereiteten Obama einen begeisterten Empfang. Es gab spontane "Amerika"-Rufe; Plakate mit Herzen und der Aufschrift "Held" wurden gezeigt. mehr

Vor Obama-Besuch

Birma kündigt Amnestie für 450 Häftlinge an

Vor dem Besuch von US-Präsident Barack Obama Anfang kommender Woche hat die birmanische Regierung am Donnerstag eine Amnestie für über 450 Häftlinge erlassen. Ob es sich dabei auch um politische Gefangene handelt, ging aus der am Donnerstag in der staatlichen Zeitung "New Light of Myanmar" veröffentlichten Ankündigung nicht hervor. Nach Angaben der größten Oppositionspartei des Landes befinden sich derzeit mindestens 330 politische Gefangene in Haft. Er gehe davon aus, dass es sich bei der Amnestie um eine Geste des guten Willens vor Obamas Birma-Reise handele, sagte der Sprecher der Nationalen Liga für Demokratie von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, Nyan Win. "Wir wollen, dass alle politischen Häftlinge freigelassen werden", fügte er hinzu. mehr