Bahrain
Fifa

Salman lockt Infantino offenbar mit Generalsekretär-Posten

Gut zwei Wochen vor der Wahl eines neuen Präsidenten für den Fußball-Weltverband Fifa (26. Februar) bemühen sich die Kandidaten mit taktischen Schachzügen um die Bildung womöglich entscheidender Allianzen. Scheich Salman Bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain will dabei Europas Favoriten Gianni Infantino (Schweiz) offenbar tatsächlich mit der mutmaßlichen Aussicht auf den einflussreichen Posten des Fifa-Generalsekretärs in ein Bündnis locken. Außerdem möchte er angeblich Infantino zu seinem kurzfristigen Verzicht auf die Kandidatur bewegen. "Ich bin bereit, dass Infantino und ich unsere Kräfte bündeln. Ausschließen kann man jedenfalls gar nichts", sagte der umstrittene Scheich Salman in einem Interview mit der russischen Nahrichtenagentur Tass. Bereits in der vergangenen Woche hatten mehrere Medien über entsprechende Absichten des Scheichs berichtet. Der 50-Jährige, dem die Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen in seinem Heimatland vorgeworfen wird, gilt momentan nach Ansicht zahlreicher Beobachter als Favorit gegenüber seinen vier Mitbewerben um die Nachfolge des gesperrten Fifa-Bosses Joseph S. Blatter (Schweiz). mehr

Fifa-Präsident

Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa würde auf Gehalt verzichten

Nach Prinz Ali bin Al Hussein hat auch dessen Mitbewerber um das Amt des Fifa-Präsidenten, Salman bin Ibrahim Al Khalifa, angekündigt, im Falle eines Erfolges auf sein Gehalt verzichten zu wollen. "Anders als einige meiner Kontrahenten kandidiere ich nicht, um acht Millionen Euro jährlich zu verdienen", sagte der Scheich aus Bahrain dem Nachrichten-Magazin Der Spiegel. Das Geld sei besser für "marktgerechte Saläre für die Führungskräfte im operativen Bereich" wie etwa den Generalsekretär angelegt, ergänzte Salman. Als "Ehrenamtlicher" will er sich auch vom bisherigen Amtsinhaber Joseph S. Blatter abheben. Dem Schweizer dürfte wenig gefallen, dass sein möglicher Nachfolger ausdrücklich von acht Millionen Euro spricht. Blatter hatte sich bis zuletzt geweigert, sein Gehalt öffentlich zu machen und damit die Kritik an der mangelnden Transparenz beim Fußball-Weltverband genährt. Scheich Salman kann sich seine Großzügigkeit leisten. Der 50-Jährige, seit knapp zwei Jahren Präsident des asiatischen Fußballverbandes, gehört zur bahrainischen Königsfamilie Khalifa. Außer ihm kandidieren bei der Wahl am 26. Februar in Zürich der Schweizer Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino, der südafrikanische Unternehmer Tokyo Sexwale, der jordanische Königssohn Prinz Ali sowie der Franzose Jerome Champagne, ein ehemaliger Fifa-Manager. mehr

Fifa-Präsidentschaft

Roth und Pieth gegen Wahl von Scheich Salman

Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth setzt sich gegen eine Wahl des Favoriten Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa aus Bahrain zum neuen Präsidenten des Fußball-Weltverbandes Fifa ein. Neben der Grünen-Politikerin sprach sich am Wochenende unter anderem auch der ehemalige Fifa-Reformer Mark Pieth gegen den Scheich aus. "Es wäre ein Hohn für die Opfer der massiven Menschenrechtsverletzungen in Bahrain, wenn eine solche Person Präsident der Fifa würde", sagte Roth der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Al Khalifa, Präsident des asiatischen Fußballverbandes, gilt als aussichtsreichster Kandidat der Wahl am 26. Februar. Am Freitag hatte er ein Abkommen mit dem afrikanischen Verband geschlossen, in dem Beobachter eine Verabredung zur Blockwahl vermuten. mehr