Belgrad
Leichtathletik

Orth kritisiert DLV und sagt Start bei Hallen-EM ab

Der mehrmalige deutsche Meister Florian Orth (Regensburg) hat den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) wegen dessen Nominierungspraxis kritisiert und seinen Start bei der am Freitag beginnenden Hallen-EM in Belgrad abgesagt. "Ich muss ganz ehrlich feststellen, dass ich für einen Verband, der mir als Athlet weder vertraut noch meine Leistung respektiert, und ein Land, das mich nach meinem besten Jahr 2016 dank 'Spitzensportreform' sowohl für Trainingslager, Sporthilfe als auch Verdienstausfall in meiner dualen Karriere nicht mehr für förderungswürdig hält, vorerst nicht mehr an den Start gehen möchte", schrieb der 27 Jahre alte Mittel- und Langstreckler in einem offenen Brief bei Facebook. Orth habe seiner Ansicht nach bei der Hallen-DM in Leipzig mehr Starts absolvieren müssen als ursprünglich geplant. So habe er trotz eines zweiten Platzes in internationaler Norm über 3000 m am folgenden Tag noch einen Leistungsnachweis über 1500 m erbringen müssen. Seitdem leide er durch die hohe Belastung unter muskulären Problemen. "Wir bedauern die von Florian Orth durch muskuläre Probleme begründete Absage [...] und wünschen ihm baldige Besserung", sagte DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska, der die Vorwürfe nicht nachvollziehen konnte. mehr

Leichtathletik

DLV mit 45 Athleten zur Hallen-EM nach Belgrad

Die Ex-Weltmeister David Storl und Raphael Holzdeppe sowie die Europameister Max Heß und Cindy Roleder führen das 45-köpfige Aufgebot (19 Männer, 26 Frauen) des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die 34. Hallen-EM vom 3. bis 5. März in Belgrad an. Im Team stehen insgesamt neun Sportlerinnen und Sportler, die in ihren Disziplinen in den europäischen Jahres-Bestenlisten auf den Plätzen eins bis drei geführt werden und damit als Medaillenkandiaten gelten. Als Nummer eins des Kontinents reisen Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz und Kugel-Riese Storl in die serbische Hauptstadt. mehr

Serbien

Stadion von Rad Belgrad nach Rassismus-Vorfall gesperrt

Nach rassistischen Ausfällen von Anhängern des serbischen Erstligaclubs Rad Belgrad ist dessen Fußballstadion für weitere Spiele gesperrt worden. Bis zur endgültigen Entscheidung der Liga dürften dort keine Spiele mehr stattfinden, beschloss Liga-Direktor Vladimir Bulatovic am Montag in der serbischen Hauptstadt. Beim Erstligaspiel zwischen Rad und Partizan am Sonntag in Belgrad war der bei den Gästen spielende Brasilianer Everton Luiz mit Affenlauten und einem rassistischen Banner auf der Tribüne beleidigt worden. Luiz hatte den als traditionell extrem nationalistisch geltenden Rad-Zuschauern den Mittelfinger gezeigt. Nachdem es nach dem Spiel, das 1:0 für Partizan endete, zu Rangeleien zwischen Spielern und Zuschauern gekommen war, brach Luiz in Tränen aus. mehr

Volleyball

United Volleys erreichen Europacup-Viertelfinale

Die United Volleys Rhein-Main stehen im Viertelfinale des europäischen CEV-Pokals. Sein Rückspiel in der Runde der besten 16 Teams beim serbischen Vertreter Roter Stern Belgrad gewann der Frankfurter Volleyball-Bundesligist am Dienstagabend mit 3:0 (25:23, 25:21, 25:19). Dabei konnten die Spieler von Trainer Michael Warm bereits nach einer Stunde jubeln. Denn nach dem 3:1-Erfolg im Hinspiel zwei Wochen zuvor in Rüsselsheim reichten den Hessen schon zwei gewonnene Sätze zum Weiterkommen. In der nächsten Runde trifft der aktuelle Bundesliga-Dritte, der seine erste Saison auf internationalem Parkett spielt, auf den Sieger des Duells zwischen Lindemans Aalst und dem französischen Club Arago de Sete, das am Mittwochabend in Belgien entschieden wird. Das Hinspiel hatte das Team aus Ostflandern mit 3:1 für sich entschieden. Die United Volleys erwarten den Gewinner am 2. März zur ersten Begegnung in Rüsselsheim. mehr