Ben Bernanke
Persönlich

Stanley Fischer ... bestimmt den Kurs des Dollar

Hinter einer erfolgreichen Frau braucht es manchmal auch einen starken Mann. Der amerikanisch-israelische Star-Ökonom Stanley Fischer (70) könnte diese Rolle übernehmen. Er soll der Stellvertreter von Janet Yellen werden, die ab Februar als erste Frau in der 100-jährigen Geschichte die amerikanische Zentralbank Fed leiten wird. Fischer und Yellen würden ein gutes Team abgeben, erklärte US-Präsident Barack Obama bei der Nominierung des Wirtschaftswissenschaftlers, der von 1988 bis 1990 Chefökonom der Weltbank, von 1994 bis 2001 Vizechef des Internationalen Währungsfonds und von 2005 bis ins vergangene Jahr Zentralbankchef Israels war. Der renommierte Makroökonom soll nach Meinung etlicher Analysten aufpassen, dass die Geldpolitik Yellens nicht zu expansiv ausfällt, der Dollar mithin nicht verfällt. mehr

US-Notenbank

Fed will Anleihenkäufe in "maßvollen Schritten" drosseln

Die US-Notenbank Fed will ihre milliardenschweren Konjunkturhilfen in "maßvollen Schritten" zurückfahren. Die meisten Währungshüter seien sich einig, dass die sich verbessernden Zeichen am Arbeitsmarkt eine angemessene Drosselung der Anleihenkäufe zuließen. Das geht aus dem am Mittwochabend in Washington veröffentlichten Protokoll ("Minutes") der letzten Fed-Sitzung vom 17. und 18. Dezember hervor. Damals hatte die Zentralbank bereits beschlossen, die Flut des billigen Geldes etwas einzuschränken. Das Treffen fand in den letzten Wochen Ben Bernankes als Fed-Chef statt. Bernanke soll das Amt zum 1. Februar an seine Nachfolgerin Janet Yellen abgeben. mehr

Yellen wird die Herrin des Dollars

Lange Zeit galt Angela Merkel als mächtigste Frau der Welt. Diesen Platz wird sie sich ab Februar teilen müssen, wenn Janet Yellen die Führung der amerikanischen Notenbank Fed übernimmt. Dann wird die 67-Jährige nicht nur zur Herrscherin über den Dollar, sondern bestimmt auch maßgeblich die Geschicke der Weltwirtschaft. Wird sie, wie vom Vorgänger Ben Bernanke angekündigt, die Staatsanleihen-Käufe langsam beenden ("Tapering")? Oder wird sie stattdessen die Politik des billigen Geldes wieder ausweiten? Die Vita der New Yorkerin gibt durchaus Anlass zur Sorge. Sie ist das, was man in der Welt der Notenbanker eine Taube nennt: Während Falken den Kampf gegen die Inflation für die zentrale Aufgabe der Geldpolitik halten, wollen Tauben mit Geldpolitik auch die Konjunktur beleben. Eine niedrige Arbeitslosenquote ist für sie mindestens so wichtig wie niedrige Inflation. Hier steht Yellen in der Tradition ihrer akademischen Gefährten: Ihre Doktorarbeit schrieb sie beim Keynesianer James Tobin, der einst die Finanztransaktionssteuer erfand. Verheiratet ist sie mit Nobelpreisträger George Akerlof, der 1990 die DDR-Wirtschaft durch Lohnsubventionen retten wollte. mehr