Bernie Ecclestone - News und aktuelle Infos zum Formel-1-Boss
Bernie Ecclestone - News und aktuelle Infos zum Formel-1-Boss FOTO: dpa, ss ss tba
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Neue Wege

Formel 1 gründet eigene eSports-Serie

Die Formel 1 hat sich dem wachsenden eSports-Markt geöffnet und gleich eine eigene Serie ins Leben gerufen. Wie der Vermarkter der Motorsport-Königsklasse am Montag mitteilte, wird bereits ab September der beste virtuelle Formel-1-Fahrer der Welt gesucht. Der Sieger darf sich Weltmeister der Formel-1-eSports-Serie nennen. "Dieser Launch ist eine großartige Chance für uns. Einmal aus strategischer Sicht, und um neue Fans zu gewinnen", sagte Formel-1-Marketingchef Sean Bratches. Der neue Königsklasseneigner Liberty Media geht damit einen Weg, den das Vorgängerkonsortium um Bernie Ecclestone konsequent abgelehnt hatte. Für die eSports-Serie der Formel 1 werden ab September die besten Fahrer in verschiedenen Ausscheidungsrunden ermittelt. Die Top 20 wird nach Abu Dhabi reisen und am letzten November-Wochenende parallel zu den Stars der Formel 1 ihren Champion küren. Aufhänger des Launchs der Serie ist die Veröffentlichung der neuesten Ausgabe des offiziellen Spieletitels "Formula 1" am kommenden Freitag, der auf PC, Playstation 4 und Xbox One gespielt werden kann. Bei "Formula 1 2017" kann man neben verschiedenen Spielmodi mit den Fahren, Teams und auf den Strecken der laufenden Saison auch einen Karrieremodus bespielen sowie auf modernen Kursen mit klassischen Rennwagen fahren. mehr

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Teams wünschen sich eine Reduzierung der Kosten

Die großen Formel-1-Teams wünschen sich von den neuen Eignern Liberty Media eine von oben gesteuerte Reduzierung der Kosten. Das sagte Geschäftsführer Chase Carey im Gespräch mit dem britischen Fachmagazin Autosport. Die Rennställe wollen mit Blick auf die hohen Ausgaben demnach "vor sich selbst geschützt werden". Seit Jahren wird die Kluft zwischen den reichen und armen Teams in der Formel 1 größer. Das liegt zum einen an der ungleichen, noch unter Bernie Ecclestone festgelegten Ausschüttung der Gelder. Zum anderen zwingt das Entwicklungsrennen an der Spitze die großen Teams wie Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing zu hohen Ausgaben. Letztlich leidet allerdings der gesamte Wettbewerb. "Einige Teams geben unglaubliche Summen für den Sport aus, und das wissen sie", sagte Carey: "Sie geben dieses Geld nur aus, weil zwei Konkurrenten es ebenfalls tun. Wir wollen, dass das gesamte Geschäft gesünder wird." Zudem soll auch der sportlich erfolgreiche Betrieb eines Privatteams künftig wieder möglich sein. Ein Schlüssel zur Kostenreduzierung soll das neue Motorenreglement ab 2020 werden. Die aktuellen Turbo-Hybridantriebe sind hochkomplex und damit teuer in der Entwicklung und Anschaffung. Vor wenigen Wochen hatten sich die aktuellen Motorenhersteller Mercedes, Ferrari, Renault und Honda daher gemeinsam mit externen Interessenten darüber verständigt, wie der Antrieb der Zukunft aussehen soll. Die Power Units der nächsten Generation sollen demnach wieder "einfacher, günstiger und lauter" werden, so Carey. Sobald die großen Hersteller weniger in die Entwicklung der Motoren investieren müssen, sei zudem auch eine Veränderung des Geld-Verteilungsschlüssels denkbar. mehr

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