Bidsina Iwanischwili
Georgien

Margwelaschwili als Präsident vereidigt

Der Philosoph und frühere Universitätsrektor Georgi Margwelaschwili ist am Sonntag als neuer Präsident Georgiens vereidigt worden. Der 44-Jährige folgt auf Michail Saakaschwili, der das Land fast zehn Jahre lang regiert und dabei an die USA und die Europäische Union angenähert hat. Margwelaschwili kündigte an, die Verbindungen zum Westen auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene weiter zu stärken. Kritiker bemängeln die geringe politische Erfahrung des neuen Präsidenten und werfen ihm vor, eine Marionette von Multimilliardär Bidsina Iwanischwili zu sein.  mehr

Nach Boykottdrohung

Georgien nimmt doch an Olympia 2014 teil

Nach Boykottdrohungen wegen eines scharfen Streits mit Russland lässt Georgien seine Athleten nun doch bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi antreten. Das Nationale Olympische Komitee (NOK) der Südkaukasusrepublik habe einstimmig für eine Teilnahme an den Spielen im russischen Schwarzmeerort gestimmt, berichteten Medien am Donnerstag. NOK-Chef Leri Chabelow sagte, er sei froh, dass die bereits laufenden Vorbereitungen der Athleten auf Sotschi nicht vergeblich seien. Georgien hatte die diplomatischen Beziehungen mit Russland nach einem blutigen Krieg um die von Tiflis abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien im August 2008 abgebrochen. Auch deshalb drohte Präsident Michail Saakaschwili immer wieder mit einem Boykott der Spiele im nahe gelegenen Sotschi. Seit dem Sieg seines Widersachers Bidsina Iwanischwili bei der Parlamentswahl im Herbst 2012 nähern sich Tiflis und Moskau aber langsam wieder an. mehr