Bo Xilai
Korruptions-Prozess

Bo Xilai geht in Berufung

Ein chinesisches Gericht hat die Berufung des wegen Korruption zu lebenslanger Haft verurteilten ehemaligen Politstars Bo Xilai zugelassen. Das teilte das Gericht in Shandong am Mittwoch auf seiner Website mit. Bo war im September nach einem spektakulären Prozess von einem Gericht im ostchinesischen Jinan verurteilt worden. Dem charismatischen ehemaligen KP-Vorsitzenden der Metropole Chongqing wurde neben Korruption und Unterschlagung auch vorgeworfen, seine Position ausgenutzt zu haben, um einen von seiner Frau begangenen Mord zu vertuschen. Im Prozess hatte er zwar Fehler eingestanden, die Hauptvorwürfe aber vehement zurückgewiesen. mehr

Ermittlungen gegen Jiang Jiemin

Chinas Chef-Regulierer unter Korruptionsverdacht

In ihrem Kampf gegen Korruption nimmt die chinesische Führung den obersten Aufseher der Staatsunternehmen ins Visier. Die Anti-Korruptions-Behörde habe Ermittlungen gegen Jiang Jiemin aufgenommen, teilte die Regierung am Sonntag mit. Jiang steht der Kommission zur Kontrolle und Verwaltung von Staatsvermögen (SASAC) vor, die über die Geschicke von mehr als 100 Konzernen wacht. Ihm werden "schwere Disziplinverstöße" vorgeworfen, womit China in der Regel Bestechung umschreibt. Der 58-Jährige war erst im März an die Spitze der SASAC berufen worden. mehr

Jinan

Hohes Strafmaß für Bo Xilai gefordert

Mit der Forderung der Anklage nach einer harten Strafe ist der Prozess gegen Chinas gestürzten Spitzenfunktionär Bo Xilai zu Ende gegangen. "Der Beschuldigte hat sehr schwere Verbrechen begangen und will seine Verantwortung nicht eingestehen", sagte ein Staatsanwalt laut Protokollen des Volksgerichts im ostchinesischen Jinan. In den fünf Prozesstagen hat die Anklage dem Ex-Parteichef der Metropole Chongqing Korruption und Unterschlagung in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro sowie Machtmissbrauch vorgeworfen. Das Gericht kündigte ein Urteil zu einem "anderen Zeitpunkt" an. mehr