Bradley Wiggins
Dopinggerüchte

Sky-Teamchef Brailsford räumt Fehler ein

Teamchef David Brailsford hat erstmals Verfehlungen im Umgang mit den Dopinggerüchten beim britischen Radsport-Profiteam Sky eingeräumt. "Selbstverständlich haben die Ereignisse der letzten Monate Bereiche hervorgehoben, in denen Fehler vom Team Sky gemacht wurden", schrieb der umstrittene Boss der Equipe, die seit 2012 viermal die Tour de France gewonnen hat, in einem vom Team veröffentlichten Brief. Im Zentrum der Kontroverse steht eine fragwürdige Medikamentenlieferung aus dem Jahr 2011 an den damaligen Sky-Kapitän Bradley Wiggins. Der inzwischen zurückgetretene Tour-Sieger von 2012 hatte die öminöse Sendung vor knapp sechs Jahren am letzten Tag des Critérium du Dauphiné erhalten. Sie soll laut Sky den Hustenlöser Fluimucil enthalten haben. An dieser Version gibt es allerdings Zweifel, denn das Mittel ist auch in Frankreich rezeptfrei erhältlich. Die britische Anti-Doping-Agentur UKAD ermittelt gegen Sky und den nationalen britischen Radsportverband British Cycling. mehr

Radsport

Teamarzt von Sky schwänzt Parlaments-Befragung

Die Britische Anti-Doping-Agentur UKAD hat dem Radrennstall Sky, dessen Manager Dave Brailsford und dem ehemaligen Tour- und Olympiasieger Sir Bradley Wiggins schwere Vorwürfe gemacht. Sky-Teamarzt Robert Freeman war am Mittwoch der Ladung vor den Parlamentsausschuss zu Untersuchungen der Unregelmäßigkeiten rund um das Renommier-Team nicht gefolgt. Deshalb konnte er zu mysteriösen Medikamenten-Lieferungen an die Adresse von Wiggins im Jahr 2011 nicht Stellung nehmen. Der Mediziner hätte die verlangten Aufzeichnungen ohnehin nicht vorlegen können, weil sie mit seinem 2014 in Griechenland gestohlenen Laptop verschwunden seien. Die UKAD-Vorstandsvorsitzende Nicole Sapstead beklagte eine "Verschleierung" bei der Untersuchung über mögliche Dopingverstöße. Sapstead bemängelte, dass auch Dokumentationen von Dopingproben des zu Beginn dieses Jahres zurückgetretenen Wiggins "nicht existieren oder nur stückhaft". Das Team Sky, das unter der Prämisse des sauberen Radsports gegründet wurde, habe sich merkwürdig verhalten: "Vom ersten Moment an gab es eine spürbare Abwehrhaltung gegenüber unseren Bemühungen", sagte sie der britischen Zeitung "Independant". Wiggins gewann die Tour 2012 als erster Brite. Sein Sky-Teamkollege Chris Froome siegte 2013, 2015 und 2016. mehr

Beim Wintersport

Ex-Toursieger Wiggins bricht sich linkes Bein

Ex-Radprofi Bradley Wiggins, 2012 erster britischer Tour-de-France-Sieger, hat sich beim Training für die britische TV-Show "The Jump" in Tirol das linke Bein gebrochen. Bei der Show müssen sich Prominente in Wintersportarten beweisen. Der fünffache Olympiasieger konnte am Dienstag in England nach eingehenden Untersuchungen Entwarnung geben. "Ich muss drei bis sechs Wochen pausieren, aber es ist kein Gips nötig", schrieb der von der Queen zum Ritter geschlagene Sir auf Twitter. Vor seinem zu Jahresende verkündeten Rücktritt hatte es um Wiggins Diskussionen wegen fragwürdiger Behandlungsmethoden eines Asthmaleidens gegeben. mehr

Laut Sky-Teamchef

Nur Hustenlöser im ominösen Paket an Wiggins

Die ominöse Paketlieferung an den früheren Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins aus dem Jahr 2011 soll Hustenlöser enthalten haben. Das sagte Sky-Teamchef Dave Brailsford vor dem Parlamentsausschuss am Montag. Es handelt sich demnach um das Mittel Fluimucil, das von der Welt-Anti-Doping-Agentur zugelassen ist. Laut Brailsford habe er die Informationen vom Sportarzt Richard Freeman erhalten, Beweise oder Belege konnte er nicht vorlegen. Die Paketlieferung hatte zu Verdächtigungen und einer Untersuchung gegen Sky und Wiggins geführt. Der damalige Frauen-Trainer Simon Cope hatte das Paket von England nach La Toussuire zum Tour-de-France-Vorbereitungsrennen Critérium du Dauphiné gebracht. So musste sich Brailsford fragen lassen, warum das Team ein Medikament über 1000 Meilen verschickt habe, das in Frankreich für acht Euro erhältlich gewesen wäre. Der Sky-Manager betonte indes, dass Cope ohnehin unterwegs gewesen und dies der einfachste Weg gewesen sei. mehr