Brasilien
Beachvolleyballl

Gelungenes Comeback für Matysek/Erdmann

Kay Matysik und Jonathan Erdmann haben bei ihrem Comeback auf der Beachvolleyball-Welttour in Fortaleza/Brasilien überraschend den Sprung ins Viertelfinale geschafft. Die WM-Dritten von 2013 qualifizierten sich am Freitag für die Runde der letzten Acht und schlugen im Achtelfinale die an Nummer fünf gesetzten Brasilianer Álvaro Filho/Vitor Felipe 2:0 (21:19, 21:18). Im Viertelfinale treffen die Berliner am Samstag auf die Amerikaner Jacob Gibb/Casey Patterson. Laura Ludwig/Kira Walkenhorst aus Hamburg qualifizierten sich durch einen 2:0 (21:17, 21:14)-Sieg über die Norwegerinnen Janne Kongshavn/Vilde Solvoll für das Achtelfinale. Matysek muss um die Olympia-Qualifikation noch bangen. Im Oktober des Vorjahres musste der 35 Jahre alte Routinier am Knie operiert werden und war zu früh wieder eingestiegen. Nach einer erneuten Zerrung beginnt in Fortalezza für das deutsche Nationalteam der Endspurt für Rio. Den beiden bleiben noch vier Open-Turniere, zwei Grand Slams und die EM, um in der Qualifikation noch den Sprung in die Top-15 zu schaffen. mehr

Olympia 2016

Rio sorgt sich um Terrorismus und verschmutzte Gewässer

Die Olympischen Spiele in Rio werden nicht unter der innerpolitischen Krise im Land leiden, dafür bleiben der internationale Terrorismus und die Verschmutzung des Segelreviers die Hauptsorgen der Veranstalter. Das sagte Brasiliens Sportminister Ricardo Leyser der Nachrichtenagentur AFP. Leyser wollte sich außerdem nicht darauf festlegen, dass Staatspräsidentin Dilma Rousseff die Spiele am 5. August eröffnet: "Wenn ich in die Zukunft sehen könnte, würde ich Lotto spielen." Der Frage, ob Rio für einen möglichen terroristischen Anschlag gerüstet sei, wich Leyser weitgehend aus. "Paris war nicht gerüstet, Brüssel war nicht gerüstet", sagte der Politiker: "Wie sehr man sich auch auf so etwas vorbereitet, es bleibt ein großes Risiko, weil die Logistik der Terror-Netzwerke heute viel grausamer und komplizierter ist als noch vor zehn Jahren." Immerhin sei Rio die weltweit einzige Stadt, die in der jüngeren Vergangenheit sechs große Events ausgerichtet habe: "Damit sind wir ja durchaus vorbereitet." Ein großes Problem der Organisatoren bleibt die verunreinigte Bucht von Guanabara, wo Segler und Windsurfer um die Medaillen kämpfen. "Olympia wäre die einmalige Gelegenheit gewesen, die Bucht komplett zu säubern, aber die Stadt hat dieses Ziel bisher verfehlt", sagte Leyser. Man habe die Gewässer mittlerweile "zu 50 Prozent gereinigt, zu diesem Zeitpunkt sollten es allerdings schon 80 Prozent sein". mehr

Tennis

Erstrunden-Aus Becker und Berrer in Estoril

Die deutschen Tennisprofis Benjamin Becker und Michael Berrer sind beim Sandplatzturnier im portugiesischen Estoril schon an ihren Auftakthürden gescheitert. Becker aus Mettlach musste sich am Dienstag dem Brasilianer Rogério Dutra Silva aus Brasilien mit 1:6, 4:6 geschlagen geben. Der Stuttgarter Berrer verlor 3:6, 6:7 (3:7) gegen den an Nummer fünf gesetzten Spanier Guillermo Garcia-López. Das ATP-Turnier ist mit 520.070 Euro dotiert. mehr

Sommerspiele in Rio

Pelé will Olympisches Feuer entzünden

In der Spekulation über den geeigneten Kandidaten für den symbolischen Akt des Entzündens des Olympischen Feuers bei den Sommerspielen (5. bis 21. August) in Rio de Janerio hat Brasiliens Fußball-Ikone Pelé seinen Namen ins Spiel gebracht. Obwohl der dreimalige Weltmeister nie an Olympischen Spielen teilgenommen hat, gestand er dem US-amerikanischen TV-Sender NBC: "Ich wäre sehr, sehr glücklich, wenn dies passiere." Am Rande der Vorstellung seines biografischen Films "Pelé - die Geburt einer Legende" in New York warb der 75-Jährige weiter: "Es wäre wie ein Geschenk Gottes, wenn ich bis dahin gesund bliebe. Ich wünsche mir, Brasilien Glück zu bringen." Während seiner aktiven Laufbahn untersagte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Profi-Fußballern die Teilnahme an den Sommerspielen.Aber nicht nur, wer als letzter Fackelträger fungiert, sondern auch, wo das Olympische Feuer weithin sichtbar während der Spiele brennen wird, ist noch ein Staatsgeheimnis. Weil der Fußballtempel Maracan mit der Eröffnungs- und Schlusszeremonie sowie das Estádio Olímpico als Leichtathletik-Schauplatz nur zeitweise im Fokus sind, wird über einen Standort im Stadtzentrum nachgedacht. mehr