Buenos Aires
AFA

Tapia neuer Verbandspräsident in Argentinien

Claudio Tapia ist neuer Präsident des argentinischen Fußballverbandes (AFA). Der 49-Jährige wurde in Buenos Aires mit 40 von 43 Stimmen ins Amt gewählt. Tapia war seit 2001 Präsident des derzeit drittklassigen Klubs Barracas Central und folgt beim Vizeweltmeister auf den Interimspräsidenten Armando Pérez. Die AFA sucht seit längerer Zeit einen neuen starken Mann für den argentinischen Fußball. Nachdem der langjährige Präsident Julio Grondona nach 35 Jahren im Amt im Juli 2014 gestorben war, folgte ihm zunächst Luis Segura. Der musste jedoch im Juni 2016 wegen Betruges zurücktreten, daraufhin übernahm Pérez das Amt übergangsweise. Auf Tapia warten bereits zu Beginn seiner Amtszeit wichtige Aufgaben. Argentinien verlor ohne den gesperrten Superstar Lionel Messi am Dienstag in der WM-Qualifikation in Bolivien 0:2. Die Gauchos müssen nun um die WM-Teilnahme 2018 in Russland bangen, Nationalcoach Edgardo Bauza steht in der Kritik. Messi steht Argentinien zudem in drei weiteren Quali-Spielen nicht zur Verfügung, weshalb Tapia nochmals den Protest der AFA beim Weltverband FIFA gegen die Sperre bekräftigte. mehr

Zoff um TV-Vertrag

Fußballstreik in Argentinien beendet

Nach zwei Wochen Streik wollen die Spieler der argentinischen Profi-Liga wieder antreten. Der Verband AFA hat die Vereine finanziell unterstützt, um ausstehende Gehaltszahlungen in Höhe von 260 Millionen Peso (rund 16 Mio. Euro) zu begleichen. Vertreter der Spielergewerkschaft FAA erklärten auf Pressekonferenz am Mittwoch (Ortszeit), der Konflikt sei beigelegt worden. Das nächste Spiel soll nach 80 Tage Pause am Donnerstag angepfiffen werden. Bislang sind 14 der 30 Spieltage in der 1. Liga absolviert, der seit zwei Jahren 30 Mannschaften angehören. Das letzte Spiel war am 18. Dezember ausgetragen worden. Der ursprünglich für den 12. Februar vorgesehene Wiederbeginn nach der Weihnachtspause war bereits einmal verschoben worden, weil die Regierung den Fernsehvertrag für die Übertragung der Spiele im staatlichen Fernsehen ersatzlos gekündigt hatte. Damit wurde auch eine der Haupteinnahmequellen der Vereine gestrichen. Die Spieler traten am 25. Februar in den Streik, weil viele Teams seit bis zu vier Monaten keine Gehälter bekamen. Die Regierung will in den nächsten Tagen eine Entscheidung über die Vergabe der Übertragungsrechte treffen. Es liegen Angebote von Fox/Turner, ESPN und Mediapro vor. mehr

Argentinien

Fußball-Profis drohen mit Streik

Die Fußballprofis der argentinischen Erstliga-Klubs wollen an diesem Wochenende zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte wegen noch ausstehender Gehaltszahlungen streiken. Dies teilte Sergio Marchi, der Sprecher der Spielergewerkschaft FAA, am Freitag mit. "Es wird keine Spiele geben", sagte er. Laut FAA warten einige Profis seit vier Monaten auf ihr Gehalt, unter anderem, weil Millionen aus den Übertragungsrechten von der Regierung nicht an die Vereine verteilt worden sein sollen. Die Regierung zahlte unlängst umgerechnet zwar rund 21,5 Millionen Euro aus - das reichte aber offenbar (noch) nicht aus. mehr

"Ein Lebenstraum"

Maradona erhält Job bei der Fifa

Die argentinische Fußball-Legende Diego Maradona arbeitet künftig für den Weltverband Fifa. "Jetzt ist es offiziell: Endlich kann ich mir einen Lebenstraum erfüllen und an der Seite von Menschen, die den Fußball wirklich lieben, für eine saubere und transparente Fifa arbeiten", teilte der 56-Jährige auf seiner Facebook-Seite mit. Wie genau Maradonas neue Aufgabe aussieht, ließen sowohl der Weltmeister von 1986 als auch die Fifa zunächst offen. Maradona galt jahrelang als einer der größten Kritiker des Weltverbandes, hatte nach der Wahl von Gianni Infantino zum neuen Fifa-Präsidenten aber versöhnliche Töne angeschlagen. Zu seiner Ankündigung bei Facebook stellte Maradona dann auch ein Foto, das ihn Arm in Arm mit Infantino zeigt. "Danke an alle, die mich ermutigt habe, diese neue Herausforderung in Angriff zu nehmen", schrieb Maradona weiter. mehr