Bukarest
Gewichtheben

Hofmann verpasst EM-Medaille

Gewichtheber Matthäus Hofmann (Obrigheim) hat bei den Europameisterschaften in Bukarest eine weitere Medaille für den Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) verpasst. Am letzten Tag der EM belegte der 23-Jährige in der Klasse bis 105 kg im olympischen Zweikampf mit 364 kg (172+192) den fünften Platz. Doppel-Europameister wurde der Pole Arkadiusz Michalski mit 396 kg (175+221) vor dem Bulgaren Georgi Schikow (388) und Sargis Martirosjan (384) aus Österreich. Hofmann stellte im Reißen (172 kg) zwar seine persönliche Bestleistung ein, kam damit aber nur auf Rang fünf. Gold ging dort an Martirosjan (182 kg). Im Stoßen legte der frühere deutsche Junioren-Meister Hofmann zwei ungültige Versuche hin und blieb mit 192 kg deutlich hinter seiner Bestmarke (202 kg). Michalski dominierte die Konkurrenz mit 221 kg und sicherte sich damit Gold im Stoßen und der Zweikampfleistung. Damit beendet der BVDG die Europameisterschaften mit der guten Bilanz von insgesamt vier Medaillen und dem ersten Europameister seit Jürgen Spieß (Speyer), der 2009 in der Klasse bis 94 kg triumphiert hatte. mehr

Bukarest

Erstmals regiert eine Frau Rumänien

Rumänien wird zum ersten Mal von einer Frau regiert. Das Parlament wählte gestern die sozialdemokratische Europaabgeordnete Viorica Dancila mit 282 zu 136 Stimmen zur Ministerpräsidentin. Die 54-Jährige versprach, sie wolle Bürokratie abbauen, Löhne erhöhen und Hunderte Kilometer Straßen und Schienen bauen lassen. Rumänien solle bis 2020 zu den 50 Prozent der wirtschaftlich stärksten anderen EU-Länder gehören, damit junge Menschen das Land nicht mehr verlassen, sondern zurückkehren wollten. mehr

Gewichtheben

Weltverband sperrt neun Länder für ein Jahr

Der Gewichtheber-Weltverband IWF hat neun nationale Verbände wegen mehrfacher Dopingvergehen seiner Athleten für ein Jahr gesperrt. Das betrifft Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, China, Moldawien, Kasachstan, Russland, die Türkei und die Ukraine. Die Entscheidung gab das IWF-Exekutivkomitee bei seiner Tagung am Wochenende in Bukarest bekannt. Den gesperrten Verbänden sind mindestens drei positive Fälle bei den Nachkontrollen der Urinproben von den Olympischen Spielen 2008 in Peking und 2012 in London nachgewiesen worden. Spitzenreiter sind Kasachstan (10 Fälle), Russland (9), Weißrussland (7) und Aserbaidschan (5). Drei Länder hatten beim Sportgerichtshof in Lausanne Einspruch eingelegt. Dieser wurde aber abgewiesen. Erst danach konnte das langwierige Verfahren abgeschlossen werden. mehr