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Bulgarien
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Manipulationsverdacht: Neun Festnahmen

Das bulgarische Innenministerium greift gegen Manipulation im Fußball durch. Neun Verdächtige, darunter auch einige Erstliga-Profis, wurden laut des Ministeriums am Mittwoch verhaftet. Namen wurden nicht veröffentlicht, Medienberichten zufolge soll es sich aber unter anderem um Nationalspieler Alexander Tuntschew (ZSKA Sofia), Martin Kamburow (Lokomotiw Plowdiw) sowie Kiril Kotew (Tschernomore Warna) handeln. Bulgariens Fußball kämpft seit mehreren Jahren mit Korruptionsverdächtigungen. Die Europäische Kommission warf den Behörden auch schon Untätigkeit bei der Eindämmung von Spielmanipulationen vor. Lokomotiw-Direktor Atanas Usunow spielte die Anschuldigungen rund um seinen Klub herunter: "Lokomotiw Plowdiw kann nicht in Spiel-Manipulationen verwickelt sein. Ich denke, dass sich diese Untersuchung mit alten Dingen beschäftigt." mehr

Neuer Fall von Selbstverbrennung in Bulgarien

Frau zündet sich vor Parlament in Sofia an

In der bulgarischen Hauptstadt Sofia hat sich am Montag eine Frau vor dem Parlament selbst angezündet. Die 38-Jährige sei schwer verletzt aber am Leben, teilte das behandelnde Krankenhaus mit. Fernsehbilder zeigten den Einsatz von Rettungskräften, die die Frau in einen Krankenwagen trugen. "Ich stand da und auf einmal ging sie wie eine Fackel in Flammen auf", sagte ein schockierter älterer Mann dem TV-Sender Kanal 3. Die Motive der Frau blieben zunächst unbekannt. Der Vorfall erinnert an eine Reihe von Selbstverbrennungen, bei denen von Februar bis Mai 2013 mindestens sechs Bulgaren ihr Leben verloren hatten. Sie waren von ihrer großen Armut zu den Verzweiflungstaten getrieben worden. mehr