Burschenschaften
Eisenach

Burschenschafter kippen "Ariernachweis"-Antrag

Eine Art "Ariernachweis" für Burschenschafter ist vorerst vom Tisch. Der heftig umstrittene Antrag sei gestern auf dem Burschentag in Eisenach zurückgezogen worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Burschenschaft, "Spiegel Online". Jeder Bund entscheide für sich selbst, wen er aufnehme. Der gekippte Antrag sah als Aufnahmekriterien für Burschenschafter eine Unterscheidung nach "deutscher", "abendländisch-europäischer" und "nicht-abendländisch-europäischer" Abstammung vor. mehr

Stuttgart

Burschenschaften streiten über Rechtsextreme

Die deutschen Burschenschaften streiten über ihre Haltung zum Rechtsextremismus. Kernproblem sei, dass es einige Verbandsbrüder gebe, die die studentischen Verbindungen in ein negatives Licht rückten, sagte Sprecher Christoph Basedow in Stuttgart kurz vor dem außerordentlichen Treffen des Dachverbands. Die entscheidende Frage sei, ob es gelinge, Extremisten zu entfernen. Die Vertreter der rund 100 Burschenschaften mit geschätzt 10 000 Mitgliedern wollen bis morgen debattieren. mehr

"Deutsche Burschenschaft ist nicht rechtsextrem"

Berlin (dapd). Rechtsextremisten unterhalten Kontakte zu einzelnen Burschenschaften, insgesamt seien die Studentenverbindungen aber nicht rechtsextrem unterwandert. Das teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion mit. "Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür vor, dass der Dachverband der Deutschen Burschenschaft Bestrebungen verfolgt, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind", heißt es in der Antwort. mehr