CAS
Hochspringerin bekommt Bronze nicht zurück

CAS weist Tschitscherowa-Einspruch ab

Die Russin Anna Tschitscherowa wird ihre wegen Dopings aberkannte olympische Hochsprung-Bronzemedaille von den Sommerspielen 2008 in Peking nicht zurückbekommen. Dies teilte der Internationale Sportgerichtshof CAS am Freitag mit und bestätigte damit die im Oktober 2016 ausgesprochene Sanktion des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Tschitscherowa (35) hatte beim CAS Protest gegen den IOC-Entscheid eingelegt, den die höchste Instanz der Sportjustiz nun abwies. Bei einem Nachtest von Tschitscherowas Dopingproben waren Spuren des Anabolikums Turinabol festgestellt worden. Die Russin hatte in Peking hinter der Belgierin Tia Hellebaut und der Kroatin Blanka Vlasic den dritten Platz belegt. Auf Rang vier war ihre Landsfrau Jelena Slessarenko gelandet, Wita Palamar aus der Ukraine wurde Fünfte. Weil aber auch dieses Duo wegen Dopings nachträglich disqualifiziert wurde, rückte Chaunte Lowe (USA) als Sechste des Wettbewerbs auf den Bronzerang nach. mehr

WM-Qualifikation

Burkina Faso zieht gegen Neuansetzung vor CAS

Der Fußball-Verband von Burkina Faso hat gegen die Neuansetzung der WM-Qualifikationspartie der Afrika-Zone in der Gruppe D zwischen Südafrika und Senegal Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt. Das bestätigte der CAS am Dienstag. Das oberste Sportgericht legte aber noch keinen Termin fest, wann über den Fall entschieden wird. Die Begegnung war am 12. November 2016 mit einem 2:1-Sieg Südafrikas zu Ende gegangen. Schiedsrichter Joseph Lamptey aus Ghana sprach Südafrika in der 43. Minute einen äußerst umstrittenen Handelfmeter zu. Der Weltverband Fifa sperrte ihn am 20. März lebenslang, der CAS hatte die Sperre bestätigt. Die Fifa hatte erklärt, dass Lamptey "unerlaubt Einfluss auf den Ausgang des Spiels" genommen und damit gegen Artikel 69 Absatz 1 des Disziplinar-Kodex verstoßen habe. Der Weltverband verfolge eine Null-Toleranz-Politik in Sachen Spielmanipulation, hieß es in der Erklärung. mehr

Spielmanipulation

Südafrika gegen Senegal wird wiederholt

Das Qualifikationsspiel zur Fußball-WM 2018 zwischen Südafrika und dem Senegal (2:1) vom November des vorigen Jahres wird wiederholt. Dies ordnete der Weltverband Fifa am Mittwoch an, nachdem der Internationale Sportgerichtshof CAS die lebenslange Sperre gegen den Schiedsrichter der Partie, Joseph Lamptey, wegen Spielmanipulation bestätigt hatte. Die Fifa hatte den Ghanaer bereits im März von allen Wettbewerben auf Lebenszeit ausgeschlossen. Die betroffene Partie soll im November wiederholt werden, einen genauen Termin gab der Verband noch nicht bekannt. Im März hatte die Fifa in einem Statement erklärt, dass Lamptey am 12. November 2016 "unerlaubt Einfluss auf den Ausgang des Spiels" zwischen Südafrika und dem Senegal genommen und damit gegen Art. 69 Abs. 1 des Disziplinarreglements verstoßen habe. Unter anderem hatte Lamptey Südafrika einen überaus fragwürdigen Elfmeter zugesprochen. mehr

Punktabzug bestätigt

Fußball-WM 2018 wohl ohne Bolivien

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat einen Einspruch Boliviens gegen den Abzug von vier Punkten in der WM-Qualifikation abgelehnt. Der CAS bestätigte die Entscheidung des Fußball-Weltverbands FIFA, wie der Gerichtshof am Dienstag in Lausanne mitteilte. Bolivien hat damit so gut wie keine Chance mehr auf eine Teilnahme an der WM in Russland im kommenden Jahr. In zwei Spielen hatte Bolivien vergangenes Jahr den Verteidiger Nelson Cabrera eingewechselt. Er wurde in Paraguay geboren und besitzt erst seit einem Jahr die bolivianische Staatsbürgerschaft. Er hatte zudem 2007 schon ein Spiel für die Nationalmannschaft Paraguays bestritten und wäre damit nicht spielberechtigt gewesen. Die ursprünglich mit 2:0 gewonnene Partie gegen Peru und das 0:0 gegen Chile Anfang September 2016 wurden jeweils als 0:3-Niederlage gegen Bolivien gewertet. Bolivien bleibt damit Neunter und vor Venezuela Vorletzter nach 14 von 18 Spieltagen. Bei zwölf Punkten Rückstand auf den Fünften Argentinien und dem deutlich schlechteren Torverhältnis hat Bolivien kaum noch Chancen auf die WM-Teilnahme. mehr

Leichtathletik

CAS bestätigt Sperre gegen drei Topfunktionäre

Drei ehemalige Spitzenfunktionäre des Leichtathletik-Weltverbands IAAF bleiben wegen ihrer Verwicklung in einen Dopingskandal lebenslang gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies am Montag die Berufung von Ex-IAAF-Schatzmeister Valentin Balachnitschjow, der zugleich Präsident des russischen Verbandes war, Russlands früherem Cheftrainer Alexej Melnikow und dem früheren Marketingbeauftragten Papa Massata Diack gegen die Sanktionen ab. Das Urteil bleibe aufgrund der vorliegenden Beweise in Kraft, teilte der CAS mit. Die Sperren stehen im Zusammenhang mit dem vertuschten Dopingfall der russischen Marathonläuferin Lilija Schobuchowa. Sie soll sich den Start bei den Olympischen Spielen 2012 in London mit 450 000 Dollar erkauft haben, um eine drohende Doping-Sperre zu vermeiden. Der Senegalese Diack ist Sohn des früheren IAAF-Präsidenten Lamine Diack. Beide sind wegen weiterer Vergehen auch im Visier der französischen Justiz. IAAF-Chef Sebastian Coe begrüßte die Entscheidung des CAS. "Das heutige Urteil sendet eine klare Botschaft, dass alle, die unseren Sport korrumpieren, zur Rechenschaft gezogen werden", sagte der Brite. mehr

Leichtathletik

CAS sperrt russische Dreispringerin Pjatych

Der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne hat die russische Dreispringerin Anna Pjatych wegen Dopings mit einer Sperre von vier Jahren rückwirkend ab dem 15. Dezember 2016 belegt. Dies teilte der CAS am Freitag mit. Die oberste Justizbehörde im Sport sieht es als erwiesen an, dass die 36-Jährige das verbotene anabole Steroid Turinabol zur Leistungssteigerung benutzt hat. Alle Ergebnisse von Anna Pjatych bei der WM 2007 im japanischen Osaka, wo sie Vierte geworden war, sowie zwischen dem 6. Juli 2013 und dem 15. Dezember 2016 wurden ihr aberkannt. Zudem muss sie ihr in diesem Zeitraum erhaltenes Preisgeld zurückzahlen. Die viermalige russische Meisterin hatte ihre sportlich beste Phase 2005 und 2006, als sie jeweils Bronze bei der WM in Helsinki und der EM in Göteborg gewann. Dort hatte sie mit 15,02 m ihre persönliche Bestleistung aufgestellt. mehr

Fußball-Nationalspieler

Dopingsperre gegen Finnen Eremenko von CAS bestätigt

Der finnische Nationalspieler Roman Eremenko ist mit seinem Einspruch gegen eine Doping-Sperre endgültig gescheitert. In dritter und letzter Instanz bestätigte der internationale Sportgerichtshof CAS am Freitag in Lausanne die Strafe gegen den 29-Jährigen von ZSKA Moskau wegen Kokainkonsums bis zum 5. Oktober 2018 als angemessen. In Eremenkos Dopingprobe im September 2016 nach Moskaus Champions-League-Spiel gegen Bundesligist Bayer Leverkusen (2:2) waren Spuren von Kokain und Abbauprodukte des Rauschgiftes gefunden worden. Eremenko, der gegen Leverkusen auch einen Treffer erzielt hatte, beteuerte bereits in beiden ersten Instanzen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vergeblich seine Unschuld. mehr