CAS
Russische Marathonläuferin

CAS bestätigt vierjährige Sperre gegen Majorowa

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die vierjährige Dopingsperre gegen die russische Marathonläuferin Albina Majorowa (39) bis Sommer 2020 bestätigt. Ihre erzielten Ergebnisse zwischen dem 14. März und dem 28. Juni 2016 werden gestrichen, nachdem Majorowa positiv auf Testosteron getestet worden war. Das gab der russische Leichtathletik-Verband RusAF bekannt. Majorowa war bei den Olympischen Spielen 2012 in London Neunte im Marathon geworden. Russlands Leichtathleten sind wegen systematischen Dopings weiter für internationale Wettbewerbe gesperrt. Derzeit gestattet der Weltverband IAAF zwölf Athleten, unter neutraler Flagge zu starten. mehr

Spanien

Atlético geht vor Sportgerichtshof CAS gegen Transferverbot vor

Der spanische Spitzenclub Atlético Madrid hat sich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Transfersperre durch den Fußball-Weltverband FIFA gewehrt. Vereins-Offizielle legten am Montag vor dem CAS in Lausanne ihre Argumente gegen das Verbot dar. Eine Entscheidung sei jedoch nicht zeitnah zu erwarten, hieß es vom CAS. Die FIFA und Atlético hatten sich zuvor geeinigt, um ein Urteil bis Juni vor Beginn der Transferperiode zu bitten. Die FIFA hatte gegen Champions-League-Halbfinalist Atlético und den spanischen Rekordmeister Real Madrid Transfersperren für je zwei Wechselperioden ausgesprochen. Als Grund hatte die FIFA "Verstöße im Zusammenhang mit dem internationalen Transfer und der Registrierung von Spielern unter 18 Jahren" angegeben. Im Januar hatten beide Vereine bereits keine neuen Spieler verpflichten können. Die Sperre für Real Madrid hatte der CAS bereits im Dezember reduziert. mehr

Doping

CAS sperrt Russen-Chefcoach Melnikow lebenslang

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den früheren russischen Leichtathletik-Cheftrainer Alexei Melnikow lebenslang gesperrt. Melnikow gehörte neben dem ehemaligen Verbandspräsidenten Walentin Balachnitschew und Chefmediziner Sergej Portugalow zu den zentralen Figuren im russischen Doping- und Korruptionsskandal. Der CAS bestätigte damit die lebenslange Sperre, die der Leichtathletik-Weltverband IAAF gegen Melnikow verhängt hatte. Zuletzt hatte der Gerichtshof bereits Portugalow auf Lebenszeit aus dem Verkehr gezogen. Balachnitschew war von der IAAF ebenfalls lebenslang gesperrt worden. Der CAS sprach zudem gegen den russischen Trainer Wladimir Kasarin wegen Besitz und Handels mit Dopingmitteln eine lebenslange Sperre aus. Der russische Geher Stanislaw Emeljanow, dem bereits der EM-Titel 2010 über 20 km aberkannt worden war, wurde wegen Dopings für acht Jahre gesperrt. 800-m-Läuferin Jekaterina Poistogowa wurde wegen Dopings rückwirkend ab August 2015 für zwei Jahre gesperrt, ihre Ergebnisse ab Oktober 2014 wurden gestrichen. Damit darf die 26-Jährige, die sich in einer ARD-Dokumentation zum Gebrauch von Dopingmitteln bekannt hatte, wohl ihre Bronzemedaille von Olympia 2012 behalten. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte für Poistogowa eine lebenslange Sperre empfohlen. mehr

Vergleich vor CAS

Partizan Belgrad darf in Uefa-Wettbewerben starten

Der serbische Topklub Partizan Belgrad darf nach einem Vergleich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wieder in den Wettbewerben der Europäischen Fußball-Union (Uefa) starten. Der Verein konnte in dem Verfahren neue Beweise vorliegen, laut derer die Verbindlichkeiten und Steuerprobleme der Vergangenheit angehören. Die Uefa hatte den serbischen Meister von 2015 wegen der angehäuften Schulden zunächst für drei Spielzeiten gesperrt. Knapp 2,5 Millionen Euro schuldete Partizan den Sozial- und Steuerbehörden des Landes. mehr

Doping

CAS sperrt russischen Sportmediziner Portugalow lebenslang

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat Sergej Portugalow, das angebliche Mastermind des Dopingprogramms in der russischen Leichtathletik, lebenslang gesperrt. Das teilte der russische Leichtathletik-Verband RUSADA mit. Der CAS hat den Vorgang noch nicht offiziell bestätigt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte im Jahr 2015 empfohlen, Portugalow an keinem staatlichen Sportprogramm mehr zu beteiligen. Der Chef von Russlands medizinischer Leichtathletik-Kommission soll für die Vertuschung positiver Dopingtests von Athleten Geld gefordert haben. Außerdem gilt Portugalow als Chef-Verwalter des Dopingprogramms und soll selbst auch verbotene Substanzen injiziert haben. Die russischen Leichtathleten waren im November 2015 von der IAAF wegen Verstößen gegen die internationalen Anti-Doping-Richtlinien für internationale Wettkämpfe gesperrt worden. Staatliche Vertreter hatten zuletzt Doping im russischen Sport zugegeben, die Existenz eines staatlich betriebenen Dopingsystems aber bestritten. mehr

Dopingfall Johaug

Norwegens Skiverband trägt Kosten für CAS-Prozess

Im Streit um die Dopingsperre von Therese Johaug will der norwegische Skiverband die Kosten für den vom Weltverband FIS gegen die Langläuferin angekündigten Berufungsprozess vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) übernehmen. "Wir hatten das Gefühl, dass es wichtig ist, Therese in dieser schwierigen Situation zu helfen", sagte Torbjørn Skogstad, Chef des Langlauf-Komitees des Skiverbands, am Donnerstag dem norwegischen Rundfunk. Die Staffel-Olympiasiegerin von 2010 und siebenmalige Weltmeisterin war nur zu einer 13-monatigen Sperre verurteilt worden, nachdem sie auf Anraten ihres Arztes eine Lippencreme gegen Sonnenbrand benutzt hatte, die das Steroid Clostebol enthält. Der norwegische Skiverband hatte Johaug Unachtsamkeit, aber keinen Vorsatz vorgeworfen. Die 28-Jährige gab zu Protokoll, das Dopingzeichen auf der Verpackung übersehen zu haben. Die Regelsperre bei Dopingvergehen beträgt zwei Jahre. Die FIS hält das Urteil daher für zu gering und will es vor dem CAS anfechten. Ein Termin für das Verfahren war am Donnerstag noch nicht bekannt. Sollte die Sperre verlängert werden, würde Johaug die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang verpassen. mehr