CAS
Doping

CAS sperrt Russen-Chefcoach Melnikow lebenslang

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den früheren russischen Leichtathletik-Cheftrainer Alexei Melnikow lebenslang gesperrt. Melnikow gehörte neben dem ehemaligen Verbandspräsidenten Walentin Balachnitschew und Chefmediziner Sergej Portugalow zu den zentralen Figuren im russischen Doping- und Korruptionsskandal. Der CAS bestätigte damit die lebenslange Sperre, die der Leichtathletik-Weltverband IAAF gegen Melnikow verhängt hatte. Zuletzt hatte der Gerichtshof bereits Portugalow auf Lebenszeit aus dem Verkehr gezogen. Balachnitschew war von der IAAF ebenfalls lebenslang gesperrt worden. Der CAS sprach zudem gegen den russischen Trainer Wladimir Kasarin wegen Besitz und Handels mit Dopingmitteln eine lebenslange Sperre aus. Der russische Geher Stanislaw Emeljanow, dem bereits der EM-Titel 2010 über 20 km aberkannt worden war, wurde wegen Dopings für acht Jahre gesperrt. 800-m-Läuferin Jekaterina Poistogowa wurde wegen Dopings rückwirkend ab August 2015 für zwei Jahre gesperrt, ihre Ergebnisse ab Oktober 2014 wurden gestrichen. Damit darf die 26-Jährige, die sich in einer ARD-Dokumentation zum Gebrauch von Dopingmitteln bekannt hatte, wohl ihre Bronzemedaille von Olympia 2012 behalten. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte für Poistogowa eine lebenslange Sperre empfohlen. mehr

Vergleich vor CAS

Partizan Belgrad darf in Uefa-Wettbewerben starten

Der serbische Topklub Partizan Belgrad darf nach einem Vergleich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wieder in den Wettbewerben der Europäischen Fußball-Union (Uefa) starten. Der Verein konnte in dem Verfahren neue Beweise vorliegen, laut derer die Verbindlichkeiten und Steuerprobleme der Vergangenheit angehören. Die Uefa hatte den serbischen Meister von 2015 wegen der angehäuften Schulden zunächst für drei Spielzeiten gesperrt. Knapp 2,5 Millionen Euro schuldete Partizan den Sozial- und Steuerbehörden des Landes. mehr

Doping

CAS sperrt russischen Sportmediziner Portugalow lebenslang

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat Sergej Portugalow, das angebliche Mastermind des Dopingprogramms in der russischen Leichtathletik, lebenslang gesperrt. Das teilte der russische Leichtathletik-Verband RUSADA mit. Der CAS hat den Vorgang noch nicht offiziell bestätigt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte im Jahr 2015 empfohlen, Portugalow an keinem staatlichen Sportprogramm mehr zu beteiligen. Der Chef von Russlands medizinischer Leichtathletik-Kommission soll für die Vertuschung positiver Dopingtests von Athleten Geld gefordert haben. Außerdem gilt Portugalow als Chef-Verwalter des Dopingprogramms und soll selbst auch verbotene Substanzen injiziert haben. Die russischen Leichtathleten waren im November 2015 von der IAAF wegen Verstößen gegen die internationalen Anti-Doping-Richtlinien für internationale Wettkämpfe gesperrt worden. Staatliche Vertreter hatten zuletzt Doping im russischen Sport zugegeben, die Existenz eines staatlich betriebenen Dopingsystems aber bestritten. mehr

Dopingfall Johaug

Norwegens Skiverband trägt Kosten für CAS-Prozess

Im Streit um die Dopingsperre von Therese Johaug will der norwegische Skiverband die Kosten für den vom Weltverband FIS gegen die Langläuferin angekündigten Berufungsprozess vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) übernehmen. "Wir hatten das Gefühl, dass es wichtig ist, Therese in dieser schwierigen Situation zu helfen", sagte Torbjørn Skogstad, Chef des Langlauf-Komitees des Skiverbands, am Donnerstag dem norwegischen Rundfunk. Die Staffel-Olympiasiegerin von 2010 und siebenmalige Weltmeisterin war nur zu einer 13-monatigen Sperre verurteilt worden, nachdem sie auf Anraten ihres Arztes eine Lippencreme gegen Sonnenbrand benutzt hatte, die das Steroid Clostebol enthält. Der norwegische Skiverband hatte Johaug Unachtsamkeit, aber keinen Vorsatz vorgeworfen. Die 28-Jährige gab zu Protokoll, das Dopingzeichen auf der Verpackung übersehen zu haben. Die Regelsperre bei Dopingvergehen beträgt zwei Jahre. Die FIS hält das Urteil daher für zu gering und will es vor dem CAS anfechten. Ein Termin für das Verfahren war am Donnerstag noch nicht bekannt. Sollte die Sperre verlängert werden, würde Johaug die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang verpassen. mehr

Nach Sperre

Ehemaliger Fifa-Funktionär Mayne-Nicholls zieht vor den CAS

Der Chilene Harold Mayne-Nicholls, einst Vorsitzender der Fifa-Evaluierungs-Kommission für die WM-Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar, zieht wegen der an ihm verhängten Dreijahressperre vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Das teilte das oberste Sportgericht am Donnerstag mit. Mayne-Nicholls, früherer Präsident des chilenischen Fußball-Verbandes, war erstinstanzlich für sieben Jahre für alle nationalen und internationalen Fußballtätigkeiten gesperrt worden, da er im Rahmen seiner früheren Tätigkeit für den Weltverband Fifa unter anderem Geschenke angenommen und sich zudem weitere Vorteile verschafft haben soll. Diese Strafe reduzierte die Fifa-Berufungskommission später auf drei Jahre. Mayne-Nicholls fordert nun eine Annullierung der Sperre. mehr

Punktabzug

Bolivianischer Fußballverband zieht vor den CAS

Der Fußballverband aus Bolivien, BFF, zieht wegen des Punktabzugs in der Qualifikation zu WM 2018 vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Das teilte das oberste Sportgericht am Donnerstag mit. Der BFF war vom Weltverband Fifa wegen des Einsatzes des nicht spielberechtigten Profis Nelson Cabrera bestraft worden. Die Fifa hatte die mit 2:0 gewonnene Partie gegen Peru und das 0:0 gegen Chile Anfang September jeweils als 0:3-Niederlage gegen Bolivien gewertet. Cabrera hatte 2007 schon ein Spiel für die Nationalmannschaft Paraguays bestritten. Der bolivianische Verband müsse zudem 12.000 Schweizer Franken (rund 11.200 Euro) Strafe zahlen, hatte die Fifa-Disziplinarkommission geurteilt. Mit einem Einspruch beim Fifa-Berufungsausschuss war der BFF bereits gescheitert. Bolivien hat als Vorletzter der WM-Qualifikation in Südamerika kaum noch Chancen auf ein Ticket für die Endrunde 2018. mehr

Ex-Fifa-Generalsekretär

Valcke zieht wegen Zehn-Jahres-Sperre vor CAS

Der ehemalige Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke hat beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen seine Zehn-Jahres-Sperre durch den Fußball-Weltverband eingelegt. Dies teilte das in Lausanne ansässige höchste Sportgericht am Dienstag mit. Da aber zunächst schriftliche Stellungnahmen angefordert wurden und auch eine Anhörung geplant ist, dürften bis zu einem Urteil noch Monate vergehen. Die Fifa-Berufungskommission hatte die Verurteilung von Valcke im vorigen Juli grundsätzlich bestätigt, die Sperre der Fifa-Ethikkommission aber von zwölf auf zehn Jahre reduziert. Der Franzose soll außerdem 100.000 Schweizer Franken zahlen. Valcke wurde im Januar 2007 Fifa-Generalsekretär, nachdem er Monate zuvor wegen eines für den Weltverband kostspieligen Managementfehlers entlassen worden war. Ihm wurde vorgeworfen, als Generalsekretär TV-Rechte für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 in der Karibik zu Preisen weit unter dem Markwert veräußern zu wollen. Ungereimtheiten gab es auch um Ticketdeals für die WM 2014 sowie angebliche Vergünstigungen für Familienmitglieder Valckes zu Lasten der Fifa. mehr