Cornelius Gurlitt
München

Gurlitt-Cousine legt Beschwerde gegen Gutachten ein

Im Rechtsstreit um das Testament des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist noch immer kein Ende in Sicht. Seine Cousine hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) München drei Gegengutachten vorgelegt, die beweisen sollen, dass Gurlitt nicht Herr seiner Sinne war, als er sein Testament verfasste. Das teilten ihre Anwälte gestern in München mit. Das OLG bestätigte den Eingang der Stellungnahme. Ein Sachverständiger war zuvor in einem 146 Seiten langen medizinischen Gutachten dagegen zu dem Schluss gekommen, Cornelius Gurlitt sei testierfähig gewesen und habe seine Kunstschätze im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte an das Kunstmuseum Bern vererbt. mehr

Berlin

Gurlitt-Sammlung: Menzel-Bild als Raubkunst enttarnt

Ein weiteres Bild aus dem spektakulären Kunstfund des Münchner Sammlers Cornelius Gurlitt ist als NS-Raubkunst identifiziert worden. Wie die zur Aufklärung eingesetzte Taskforce mitteilte, ließ sich bei der Bleistiftzeichnung "Inneres einer Gotischen Kirche" (1874) von Adolph von Menzel nachweisen, dass die Tochter des ursprünglichen Besitzers es wegen der Verfolgung ihrer Familie durch die Nazis verkaufen musste. Bisher haben noch keine Erben Anspruch auf das Werk erhoben. Es ist der fünfte Fall, in dem die Taskforce einen NS-Raubkunstverdacht erhärten konnte. Fast 500 Werke sind allerdings noch zweifelhaft; eine genaue Überprüfung steht an. mehr