Die Befreiung Düsseldorfs
Düsseldorf

Gedenken an die Toten des Krieges

Zur Erinnerung an den 70. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Kriegsendes in Düsseldorf im April 1945 werden noch bis zum 8. Mai zahlreiche Veranstaltungen realisiert. Sie kamen auf Initiative von Schulen, Vereinen und der Bürgerschaft zustande und wurden von der Mahn- und Gedenkstätte koordiniert. Statt eines zentralen Gedenkaktes gibt es viele kleinere Aktivitäten in den Stadtteilen, die sich insbesondere an junge Menschen richten. Heute können die Ehrengräber der Widerstandskämpfer der "Aktion Rheinland" besucht werden. Familienangehörige tun dies am Vormittag. Am Nachmittag um 15.30 Uhr wird von der Mahn- und Gedenkstätte - ausgehend vom Aloys-Odenthal-Platz - ein Erinnerungsspaziergang durch Gerresheim angeboten. Zugleich veranstaltet die Jugend der Jüdischen Gemeinde die traditionelle Lesung der Namen von den etwa 2600 jüdischen NS-Opfern aus Düsseldorf. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 15 Uhr auf dem Heinrich-Heine-Platz vor dem Carschhaus. mehr

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Erinnerung an die Befreiung Düsseldorfs

Ein Aufatmen nach zwölf Jahren der Gewalt und des Terrors: So muss das Gefühl der Menschen in Düsseldorf am 16. April vor siebzig Jahren gewesen sein, als die amerikanischen Truppen in der Stadt eintrafen, um sie zu befreien. Anlässlich dieses Ereignisses fand gestern in der Aula des Franz-Jürgens-Berufskollegs eine Gedenkfeier statt. Unter den Gästen waren Oberbürgermeister Thomas Geisel, Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke (SPD), Bürgermeister Günter Karen-Jungen (Grüne) und der stellvertretende Generalkonsul des amerikanischen Konsulates, Derek Kelly. mehr

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Am Ende herrscht Freude, dass man überlebt hat

Am 16. April 1945 schreibt die Chronistin des Theresienhospitals: "Nachmittags wurde die Wehrmacht aufgelöst. Männer bis zum Jahrgang 1901 durften Zivil anziehen. Die Firma Peek und Cloppenburg gab 68 Anzüge für die Soldaten ab. Auf der Ratinger Straße wurde es nachmittags ab 4 Uhr sehr lebendig. Langsam wagten sich die Menschen nach draußen und freuten sich des Wiedersehens. Um 19 Uhr hieß es, die Amerikaner sind in Eller." Am 17. April 1945 schreibt sie: "Nachmittags um 4 Uhr waren sie am Polizeipräsidium. Dann amen sie zum Rathaus, wo eine kleine weiße Fahne gehisst wurde. Im Augenblick waren die Straßen belebt. Früh am Nachmittag erscheint Prof. Lönne und wünscht Schwester Oberin zu sprechen. Er sagte ihr, er habe eine Auszeichnung für seine Schwestern. Schwester Odilia, Schwester Dominika und Schwester Digna wurden gerufen, und er überreichte Schwester Odilia ein Verdienstkreuz einfachster Art ohne jede Urkunde. Als Schwester Oberin dies am Abend den Herren erzählte, war Dr. Wallenfang sehr aufgebracht und verließ das Haus." mehr

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Die Ermordung eines 72-jährigen Klempners

Als morgens, am 15. April 1945, die Insassen des Bunkers an der Kölner Straße herauskommen, finden sie, erhängt an einem Transformator-Häuschen, eine männliche Leiche. Um den Hals trägt der Mann ein Schild: "Ich bin ein Volksverräter" steht darauf. Der Mann war zum Zeitpunkt seines Todes 72 Jahre alt, und sein Name war Moritz Sommer. Sommer war Halbjude und hatte sich den Krieg über in Düsseldorf versteckt gehalten. Er kam als Klempner in Oberbilk über die Runden. Auch seine Nachbarn hatten ihm geholfen, sich vor der Gestapo zu verstecken, von Bekannten hatte er Aufträge bekommen, und als seine Wohnung an der Linienstraße ausgebombt war, verschafften sie ihm eine Unterkunft in einer Kleingartensiedlung. mehr

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Das erste Treffen von Wiedenhofen und Jürgens

Am 14. April 1945 verschwindet der Polizeioberstleutnant und Kommandeur der Düsseldorfer Schutzpolizei Franz Jürgens aus seinem Büro. Er hinterlässt bei seinen Mitarbeitern die Nachricht, dass er in Luftschutzangelegenheiten unterwegs sei. In Wahrheit jedoch trifft sich Jürgens mit einer Gruppe von Widerständlern um den Rechtsanwalt Karl August Wiedenhofen. Die Gruppe glaubt, in Jürgens einen Verbündeten gefunden zu haben, um die Stadt vor weiteren Luftangriffen zu schützen. mehr