Doping - News und Informationen
Doping - News und Informationen FOTO: dpa, Patrick Seeger
Doping
Siebenkampf

Oeser erhält bei Leichtathletik-WM nachträglich Silber von 2011

Die zurückgetretene Siebenkämpferin Jennifer Oeser wird bei der anstehenden Leichtathletik-WM in London offiziell als WM-Zweite von 2011 geehrt. Wegen der nachträglichen Dopingsperre für die damalige russische Weltmeisterin Tatjana Tschernowa rutschte Oeser vom dritten auf den zweiten Platz. Wie der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) am Mittwoch mitteilte, wird die 33-Jährige am 6. August ihre Silbermedaille erhalten. Im Rahmen einer formalen Siegerehrung wird die Britin Jessica Ennis als Weltmeisterin gekürt. Nach Angaben der IAAF werden im Rahmen der WM ab dem 4. August insgesamt elf Einzelsportler und fünf Staffeln geehrt, die aufgrund nachträglicher Disqualifikationen wegen Dopings in den Ergebnissen aufgerückt sind.  mehr

Eishockey

Weltmeister Saripow wegen Dopings gesperrt

Der dreimalige Eishockey-Weltmeister Danis Saripow (36) ist nach einer positiven Dopingprobe aus der zurückliegenden Saison bis zum 22. Mai 2019 gesperrt worden. Dem russischen Angreifer, seit Jahren einer der besten Spieler in der Kontinental Hockey League (KHL), wurde ebenso wie seinem Landsmann Andrei Konew und dem Kanadier Derek Smith die Einnahme eines verbotenen Stimulans nachgewiesen. Während Smith und Konew für ihr Vergehen kürzere Sperren erhielten, könnte bei Saripow die Sanktion zum Ende der Karriere führen. Der Stürmer von Metallurg Magnitogrosk hatte für die kommende Saison bereits einen Vertrag bei AK Bars Kasan unterzeichnet, der aber noch nicht in Kraft getreten ist, weil Kasan vom Dopingverdacht gewusst haben will. Sowohl abgebender als auch aufnehmender Verein wollen die Sperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS anfechten. mehr

Eishockey

Russischer Star Saripow wegen Dopings gesperrt

Der Eishockey-Weltverband IIHF hat nach einer positiven Dopingprobe Danis Saripow für zwei Jahre gesperrt, einen der erfolgreichsten Spieler der Kontinentalen Hockey Liga KHL. Bei dem Russen Saripow von Metallurg Magnitogorsk sei in der vergangenen Saison unter anderem ein verbotenes Stimulanzmittel festgestellt worden, teilte die KHL am Dienstag in Moskau mit. Details zu den Dopingpräparaten nannte sie zunächst nicht. Die IIHF suspendierte Saripow bis zum 22. Mai 2019. Zudem wurden demnach wegen Dopings der kanadische Verteidiger Derek Smith (Medvescak Zagreb) bis zum 2. September 2018 sowie der Russe Andrej Konew (Admiral Wladiwostok) bis zum 19. November 2017 gesperrt. Eine Stellungnahme der IIHF lag zunächst nicht vor. Der 36-jährige Angreifer Saripow gilt als Topstar der KHL. Drei Mal wurde er mit der russischen Nationalmannschaft Weltmeister, vier Mal holte er den Gagarin-Pokal, die Trophäe der KHL.  mehr

Unter neutraler Flagge

19 russische Leichtathleten dürfen bei WM in London antreten

19 russische Leichtathleten wollen trotz Doping-Sperre bei der WM in London Anfang August unter neutraler Flagge antreten. Der Weltverband in Monte Carlo habe ihre Anträge des russischen Leichtathletikverbands (WFLA) am Montagabend genehmigt, sagte die WFLA-Programmleiterin Jelena Orlowa der Agentur R-Sport in Moskau. Es gebe auch einen weiteren Antrag für die Mittelstreckenläuferin und Whistleblowerin Julia Stepanowa. Der WFLA habe jedoch keinen Kontakt zu ihr, hieß es. Bereits am Donnerstag hatte der Weltverband IAAF mitgeteilt, dass acht russische Leichtathleten an der WM teilnehmen dürfen. Neben dem Hammerwerfer Sergej Litwinow sollen auch Ilja Iwaniuk (Hochsprung), Alena Lutkowskaja (Stabhochsprung), Danil Lisenko (Hochsprung), Sofia Palkina, Waleri Pronkin (beide Hammerwurf), Wladislaw Sarajkin (Gehen) und Jekaterina Sokolenko (3000 Meter Hindernis) eine Starterlaubnis bekommen. Russland kämpft seit Jahren mit massiven Dopingvorwürfen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vermutet eine systematische Beteiligung des Staates. Stepanowa hatte 2014 darüber öffentlich gesprochen und lebt seitdem nicht mehr in Russland. Die Regierung weist eine Beteiligung zurück.  mehr

Fifa

Alle Dopingproben bei Confed Cup negativ

Beim Confederations Cup hat es nach Angaben des Fußball-Weltverbands Fifa keine positive Dopingprobe gegeben. Es seien vor und während des Turniers insgesamt 854 Proben bei 379 Tests genommen worden, teilte die Fifa am Montag mit. Diese seien in Wada-akkreditierten Laboren, vor allem in Lausanne, analysiert worden. 239 Tests wurden direkt von der Fifa durchgeführt. DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte in der Diskussion um mögliches Doping im russischen Fußball vorgeschlagen, die Kontrollen komplett in die Hand der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada zu geben. 34 russische Fußballer, darunter alle 23 Profis aus dem WM-Kader von 2014, sollen im Zuge der Wada-Untersuchungen durch Sonderermittler Richard McLaren auf einer Liste mit 1000 verdächtigen Athleten stehen. WM-Organisationschef Alexej Sorokin hatte den Doping-Verdacht gegen Russlands Fußballer zurückgewiesen. Die Fifa bestätigte während des Turniers Ermittlungen gegen russische Spieler, ließ aber offen, gegen welche diese sich richten. Die Dopingtests der Spieler aus dem russischen WM-Aufgebot vor der Weltmeisterschaft und nach den Spielen seien negativ gewesen, teilte die Fifa mit. mehr

Fußball-Nationalspieler

Dopingsperre gegen Finnen Eremenko von CAS bestätigt

Der finnische Nationalspieler Roman Eremenko ist mit seinem Einspruch gegen eine Doping-Sperre endgültig gescheitert. In dritter und letzter Instanz bestätigte der internationale Sportgerichtshof CAS am Freitag in Lausanne die Strafe gegen den 29-Jährigen von ZSKA Moskau wegen Kokainkonsums bis zum 5. Oktober 2018 als angemessen. In Eremenkos Dopingprobe im September 2016 nach Moskaus Champions-League-Spiel gegen Bundesligist Bayer Leverkusen (2:2) waren Spuren von Kokain und Abbauprodukte des Rauschgiftes gefunden worden. Eremenko, der gegen Leverkusen auch einen Treffer erzielt hatte, beteuerte bereits in beiden ersten Instanzen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vergeblich seine Unschuld. mehr

Doping

CAS bestätigt Sperre gegen Siebenkämpferin Tschernowa

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die Sperre gegen die des Blutdopings überführte russische Siebenkämpferin Tatjana Tschernowa bestätigt. Wie der CAS am Dienstag mitteilte, wurde ein Einspruch gegen das Urteil in erster Instanz vom 29. November letzten Jahres abgelehnt. Damit behält die Sperre über drei Jahre und acht Monate, beginnend am 5. Februar 2016, Bestand. Gleichzeitig bestätigte der Sportgerichtshof die Annullierung sämtlicher Ergebnisse Tschernowas zwischen dem 15. August 2011 und 22. Juli 2013. Dadurch bleiben auch der WM-Titel 2011 und Olympia-Bronze 2012 aberkannt. Die deutsche Siebenkämpferin Jennifer Oeser war durch diese Entscheidung bei der WM im südkoreanischen Daegu vom Bronze- auf den Silberrang vorgerückt. Bereits im April hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Tschernowa aufgrund eines positiven Nachtests Olympia-Bronze 2008 aberkannt. In einer Probe war der heute 29-Jährigen das Anabolikum Turinabol nachgewiesen worden. mehr

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