Doping - News und Informationen
Doping - News und Informationen FOTO: dpa, Patrick Seeger
Doping
Bogotá

Wada sperrt Anti-Doping-Labor

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat das Kontroll-Labor in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá wegen Nichteinhaltung internationaler Standards für bis zu sechs Monate gesperrt. Dies gab die Wada am Dienstag bekannt. Es handele sich um Probleme bei der Analyse, die eine Übereinstimmung mit dem externen Qualitätsbewertungsschema der Wada verhinderten. Die Suspendierung gilt rückwirkend ab dem 20. Februar und verbietet dem Labor jegliche Anti-Doping-Tests wie etwa die Analyse von Urin- und Blutproben. Die Laborbetreiber haben 21 Tage Zeit, beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen die Sperre einzulegen. Sollte das Labor die Missstände beheben, kann es vor Ende der Sperre eine Wiedereinsetzung beantragen. Auch eine Suspendierung für weitere sechs Monate ist möglich, sollte innerhalb der kommenden sechs Monate keine Verbesserung eintreten. mehr

Kein WM-Start

Russisches Langlauf-Quintett scheitert vor dem CAS

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die Eilanträge von fünf russischen Skilangläufern auf Aufhebung ihrer Suspendierung abgewiesen. Olympiasieger Alexander Legkow sowie seine Teamkollegen Jewgeni Below, Alexej Petjukow, Maxim Wylegschanin und Jewgenja Schapowalowa können somit wie Julia Iwanowa, die auf den Gang vor den CAS verzichtete, nicht an den am Mittwoch beginnenden Weltmeisterschaften in Lahti teilnehmen. Das Sextett war zuvor schon mit einem Berufungsantrag beim Ski-Weltverband FIS gescheitert. Die Athleten waren suspendiert worden, nachdem ihre Namen im McLaren-Report in Zusammenhang mit möglichen Dopingverstrickungen vor und während der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 aufgetaucht waren. Dopingvergehen konnte ihnen bislang allerdings nicht nachgewiesen werden. Das Verfahren werde fortgesetzt, teilte der CAS am Dienstag mit. Wann eine endgültige Entscheidung falle, sei offen. mehr

Norwegische Ski-Langläuferin

Anti-Doping-Agentur akzeptiert Urteil gegen Johaug

Die norwegische Anti-Doping-Agentur will keine Berufung gegen das Urteil gegen Ski-Langläuferin Therese Johaug einlegen. Die Norwegerin war nach einem positiven Dopingtest im Herbst für 13 Monate gesperrt worden. Die Anti-Doping-Agentur hatte eine Strafe von 14 Monaten gefordert. Ein Monat weniger sei aber "nicht von großer Wichtigkeit", hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag. Ein Ausschuss des norwegischen Sportverbands hatte das Urteil gegen die mehrfache Weltmeisterin am vergangenen Freitag gefällt. Johaug hatte eine Lippencreme gegen Sonnenbrand benutzt, die das Steroid Clostebol enthalten hatte. In einer Anhörung betonte sie, das Mittel unwissentlich genommen zu haben, das ihr ein Arzt besorgt hatte. Der Ausschuss hielt ihr Verhalten für unachtsam. Die 28-Jährige hatte bereits am Mittwoch angekündigt, nicht gegen das Urteil vorgehen zu wollen, obwohl sie es für ungerecht halte. Sie wolle sich nun auf ihr Training konzentrieren. Die Sperre gilt rückwirkend vom 18. Oktober 2016. Damit kann Johaug an den Olympischen Winterspielen in Südkorea 2018 teilnehmen. mehr

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