Doping - News und Informationen
Doping - News und Informationen FOTO: dpa, Patrick Seeger
Doping
"Medikamente haben beim Hirn angegriffen"

Frankreichs Ex-Nationalspieler Larios räumt Dopingmissbrauch ein

Der ehemalige französische Fußball-Nationalspieler Jean-Francois Larios hat Dopingmissbrauch während seiner aktiven Karriere eingeräumt und indirekt auch Vorwürfe gegen deutsche Teams erhoben. In seiner Biografie, aus der die Süddeutsche Zeitung zitiert, berichtet Frankreichs Fußballer des Jahres 1980 von der Einnahme von Amphetaminen wie Captagon. "Ich habe mit dem Feuer gespielt", schrieb er: "Die Medikamente haben mein Hirn angegriffen. Hätte ich gewusst, was Captagon mit mir anstellt, ich hätte die Finger weg gelassen." Gleichzeitig erhob er auch diffuse Vorwürfe gegen deutsche Teams. Er habe das erste Mal im Herbst 1976 im UEFA-Cup gegen Eindhoven gedopt, weil "die Holländer und auch die Deutschen damals allen anderen physisch überlegen" gewesen seien. "Ich hatte Captagon, aber sie hatten etwas anderes, einen Cocktail, den wir nicht kannten. Sie waren hoch überlegen", sagte er der Zeitung La Parisien. mehr

Fünfmaliger Qlympiasieger

Doping-Untersuchung gegen Wiggins ergebnislos eingestellt

Die britische Radsport-Legende Bradley Wiggins muss keine Konsequenzen wegen eines möglichen Doping-Verstoßes fürchten. Wie die britische Anti-Doping-Agentur UKAD am Mittwoch mitteilte, stellte sie die Untersuchungen gegen den fünfmaligen Olympiasieger und sein ehemaliges Team Sky ergebnislos ein. "Wir sind froh, dass die UKAD ihre Untersuchung abgeschlossen hat", teilte Sky am Mittwoch mit: "Wir haben immer gesagt, dass wir nichts falsch gemacht haben, und wir haben im vergangenen Jahr voll mit der UKAD kooperiert." Im Zentrum der im September 2016 begonnenen Ermittlungen stand eine Medikamentenlieferung aus dem Jahr 2011 an den damaligen Sky-Kapitän Wiggins. Der inzwischen zurückgetretene Tour-Sieger von 2012 hatte die öminöse Sendung vor knapp sechs Jahren am letzten Tag des Critérium du Dauphiné erhalten. Angeblich soll sie das im Wettkampf verbotene Glucocorticoid Triamcinolon, laut Sky jedoch nur den im Sport erlaubten Hustenlöser Fluimucil enthalten haben. "Die UKAD konnte den Inhalt des Päckchens nicht definitiv bestätigen. Wahrscheinlich wird dies wohl auch nicht mehr möglich sein", teilte die Doping-Behörde mit. Ein Grund dafür sei das "Fehlen von medizinischen Aufzeichnungen", weshalb die UKAD alle im Sport tätigen Mediziner daran erinnerte, "die Richtlinien der medizinischen Aufzeichnung sicherzustellen". Die UKAD hatte insgesamt 37 Beteiligte (Fahrer, Mediziner, Betreuer) des britischen Radsport-Verbandes und des Teams Sky befragt. mehr

Olympia-Dritte

Russischer Gewichtheber wegen Dopingverdachts suspendiert

Der zweimalige Gewichtheber-Weltmeister und Olympia-Dritte Ruslan Albegow aus Russland ist wegen Dopingverdachts vorläufig suspendiert worden. Das teilte der Gewichtheber-Weltverband IWF am Montag mit. Superschwergewichtler Albegow ist der einzig verbliebene russische Olympia-Medaillengewinner von London. Die anderen fünf Athleten sind disqualifiziert worden. Albegow bleibt bis zur Klärung des Falls gesperrt. Von den Olympischen Spielen in Rio im vergangenen Jahr war die gesamte russische Gewichtheber-Mannschaft wegen zahlreicher Dopingfälle in den Jahren zuvor ausgeschlossen worden. Auch bei den Weltmeisterschaften in zwei Wochen in den USA darf Russland nicht starten. Der russische Gewichtheber-Verband sowie acht weitere Nationen wurden wegen mehrerer positiver Dopingfälle bei den olympischen Nachtests von Peking 2008 und London 2012 für ein Jahr suspendiert. mehr

Für vier Jahre

Marathon-Olympiasiegerin Sumgong wegen Dopings gesperrt

Die kenianische Marathon-Olympiasiegerin Jemima Sumgong ist wegen Dopings für vier Jahre gesperrt worden. Bei einer Trainingskontrolle im Februar sei das Blutdopingmittel EPO festgestellt worden, hieß es in dem Urteil eines kenianischen Gerichts, das der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag. Die Sperre gilt demnach für vier Jahre vom 3. April 2017 an. Die Sportlerin hatte erklärt, sie sei im Februar in einem Krankenhaus in Nairobi behandelt worden und habe eine Bluttransfusion sowie unbekannte Medikamente erhalten, wie es in dem Urteil hieß. Das Krankenhaus hatte dies demnach aber zurückgewiesen. Die Erklärung der 32-Jährigen grenzt laut Urteil an einen Versuch, das Gericht zu täuschen. Sumgong hatte im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro als erste Kenianerin den Marathon gewonnen. Sie kann nun weder an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2019 noch an den Olympischen Spielen in Tokio 2020 teilnehmen. Zuvor war bereits die Kenianerin Rita Jeptoo wegen Dopings für vier Jahre gesperrt worden. mehr

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Marathon-Olympiasiegerin Sumgong vier Jahre gesperrt

Die kenianische Marathon-Olympiasiegerin Jemima Sumgong ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge wegen Dopings für vier Jahre gesperrt worden. Sumgong war im Februar positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden. Die 32-Jährige hatte im vergangenen Jahr in Rio de Janeiro als erste Kenianerin olympisches Gold im Marathon gewonnen, trotz des positiven Tests wird sie die Medaille vermutlich behalten dürfen. Eine SID-Anfrage ließ die nationale Anti-Doping-Agentur Kenias ADAK zunächst unbeantwortet. Die Kontrolle von Sumgong, die 2016 im Vorfeld von Rio auch den traditionsreichen London-Marathon gewonnen hatte, war Bestandteil eines speziellen Testprogramms für Top-Marathonläufer. mehr

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