Doping - News und Informationen
Doping - News und Informationen FOTO: dpa, Patrick Seeger
Doping
Boxen

Klitschko-Bezwinger Fury drängt auf Doping-Anhörung

Der ehemalige Box-Weltmeister und Klitschko-Bezwinger Tyson Fury drängt im Fall seines möglichen Dopingvergehens auf eine schnelle Entscheidung. Der 29-jährige Engländer rief die britische Anti-Doping-Behörde UKAD zur Eile auf. Man solle ihn entweder wegen eines Doping-Verstoßes sperren oder ihn freisprechen, damit er seine Karriere fortsetzen könne. Die UKAD entscheidet über ein mögliches Dopingvergehen Furys aus dem Jahr 2015. Er soll positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet worden sein. Ursprünglich war die Anhörung im vergangenen Mai angesetzt. "Seit 15 Monaten wird mein Fall untersucht. Man hält einen unschuldigen Mann davon ab, seiner Leidenschaft nachzugehen und seine Familie zu versorgen", sagte Tyson Fury, "jeder andere Fall wird binnen weniger Monate verhandelt, warum werde ich anders behandelt? Ich will mit meinem Leben fortfahren. Wascht meinen Namen rein und lasst mich zu altem Ruhm zurückkehren." Fury hat seit seinem überraschenden Triumph im November 2015 in Düsseldorf gegen den inzwischen zurückgetretenen Wladimir Klitschko nicht mehr im Ring gestanden. Seine WM-Gürtel der Weltverbände WBA, IBF und WBO hat er alle zurückgegeben. mehr

Olympische Charta

IOC kann zukünftig Doping mit Geldstrafen ahnden

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) kann in Zukunft bei Verletzungen des Regelwerks durch Doping oder andere Manipulationen Geldstrafen verhängen. Das wurde durch eine Änderung der Olympischen Charta möglich, die die IOC-Vollversammlung auf ihrer Session in Lima am Freitag beschloss. Bestraft werden können sowohl einzelne Athleten als auch Teams. Der Beschluss ist auch deshalb brisant, weil in der Doping-Krise um Russland zuletzt berichtet worden war, das IOC wolle es wegen der Doping-Praktiken der Gastgeber bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi bei einer hohen Geldstrafe belassen. Führende Nationale Anti-Doping-Organisationen, darunter auch die deutsche NADA, hatten am Donnerstag noch den Ausschluss Russlands von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang/Südkorea gefordert und eine Geldstrafe als zu lasch bezeichnet. Der kanadische Ermittler Richard McLaren hatte berichtet, dass es in Russland ein weit verbreitetes Dopingsystem gegeben habe und in der Zeit von 2011 bis 2015 1000 russische Sportler davon profitiert hätten. mehr

Meldepflichtversäumnisse

Australischer Schwimmer Poort für ein Jahr gesperrt

Der australische Freiwasser-Schwimmer Jarrod Poort ist für ein Jahr gesperrt worden, weil er dreimal gegen die Meldepflicht der Anti-Doping-Behörde Australiens verstoßen hat. Der 22-Jährige, der 2012 in London noch als Beckenschwimmer teilnahm und bei Olympia 2016 über die 10 km den 20. Platz belegte, verzichtete auf einen Einspruch. "Menschen machen Fehler, und das habe ich getan", sagte Poort, "es war ein Versäumnis von mir, das voll zu respektierende Meldesystem zu missachten. Es ist eine sehr beschämende Situation." Der australische Schwimmverband erklärte: "Jarrod hat die volle Verantwortung für seine Fehler bei der Datenübermittlung übernommen. Wir werden weiter mit ihm arbeiten und ihn bestmöglich in diesem Prozess unterstützen." Laut Anti-Doping-Bestimmungen müssen die Athleten jeden Tag einen Aufenthaltsort angeben, an dem sie für eventuelle Dopingkontrollen anzutreffen sind. Das sogenannte ADAMS-System ist seit Jahren umstritten. mehr

Welt Anti-Doping-Agentur

Wada verfolgt 95 Fälle von russischen Athleten nicht weiter

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) soll laut eines Berichtes der New York Times erklärt haben, 95 der ersten 96 untersuchten Fälle von angeblich gedopten russischen Athleten nicht weiterverfolgen zu wollen. Die Fälle waren in dem Bericht von Ermittler Richard McLaren aufgeführt worden, nach dessen Untersuchungen 1000 russische Sportler vom Dopingsystem ihres Landes in der Zeit von 2011 bis 2015 profitiert haben sollen. "Die verfügbaren Beweise waren unzureichend, um zu behaupten, dass diese 95 Athleten gegen die Anti-Doping-Richtlinien verstoßen hätten", sagte Olivier Niggli, Generaldirektor der Wada, in einem internen Bericht der Agentur, den die New York Times erhalten hat. In dem Bericht wurden nach Angaben der Zeitung keine Namen genannt. mehr

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