Dublin
Nach Olympia-Ticketskandal

Irlands NOK-Chef Hickey scheidet aus

Der wegen eines Olympia-Ticketskandals umstrittene Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Irlands, Patrick Hickey, wird nicht erneut für sein Amt kandidieren. "Er kann auch nicht bei der Wahl seines Nachfolgers dabei sein, denn er hat Herzprobleme", sagte der Pressesprecher des Komitees in Dublin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Hickey habe sein Ausscheiden schon länger angekündigt; es sei daher kein Rücktritt. "Die Zeit ist nun gekommen, die Olympische Fackel Irlands an eine neue Generation zu übergeben", zitierten irische Medien aus einer Stellungnahme Hickeys, der seit 1988 Präsident war. mehr

McLaren-Reports

Anti-Doping-Agenturen fordern unbefristeten Ausschluss Russlands

Die führenden Nationalen Anti-Doping-Agenturen (NADOs), darunter die deutsche NADA, fordern nach den Erkenntnissen des zweiten McLaren-Reports den unbefristeten Ausschluss russischer Sportorganisationen von allen internationalen Sportwettbewerben. Zu diesem Schluss kamen die NADOs am Montag und Dienstag auf ihrem dritten Leaders Summit in Dublin. Außerdem sollen internationale Sportgroßveranstaltungen bis auf Weiteres nicht nach Russland vergeben werden. "Die Sanktionen müssen solange in Kraft bleiben, bis der russische Sport nachvollziehbare und glaubhafte Anti-Doping-Maßnahmen auf der Grundlage des WADA-Codes etabliert hat", sagte die NADA-Vorsitzende Andrea Gotzmann: "Dazu gehört auch ein nachhaltiger Bewusstseinswandel und eine überzeugende Grundhaltung für dopingfreien Sport". Außerdem bekräftigten die NADOs ihre Forderungen nach einer unabhängigen Anti-Doping-Arbeit für die sauberen Sportler. "Die unreflektierte Etablierung einer vom Sport organisierten und kontrollierten Independent Testing Authority kann nicht die Lösung sein", sagte Gotzmann: "Vielmehr muss die umfangreiche Expertise der NADOs und der WADA die zukünftige Anti-Doping-Arbeit noch stärker prägen." Der kanadische Sonderermittler Richard McLaren hatte im Dezember seinen Abschlussbericht vorgelegt. Demnach haben zwischen 2011 und 2015 mehr als 1000 russische Athleten in 30 Sportarten von einem staatlich gelenkten Doping-System profitiert. mehr