Enrico Letta
Italien

Renzi bekommt Vertrauen des Parlaments

Nach dem Senat hat auch das Abgeordnetenhaus dem neuen italienischen Regierungschef Matteo Renzi die Unterstützung für seine Reformpläne ausgesprochen. Eine Mehrheit der Parlamentarier stellte sich bei der zweiten Vertrauensabstimmung am Dienstagabend hinter Renzi und sein Kabinett. 378 Abgeordnete in Rom stimmten mit Ja, dagegen standen 220 Nein-Stimmen. Zuvor hatte Renzi vor den Abgeordneten noch einmal seinen Reformwillen bekräftigt. "Für diese Regierung gibt es keine Alibis mehr", sagte der 39-Jährige. mehr

Rom

Matteo Renzi legt Napolitano Kabinettsliste vor

Nächster Schritt auf dem Weg zu einer neuen italienischen Regierung: Der designierte Ministerpräsident Matteo Renzi hat Giorgio Napolitano aufgesucht, um sich von dem Staatschef seine Kabinettsliste billigen zu lassen. Erwartet wurde in Rom, dass der linke Technokrat und OECD-Chefvolkswirt Pier Carlo Padoan den Schlüsselposten des Wirtschaftsministers übernimmt und Angelino Alfano Innenminister bleibt. Renzi und seine Ministerriege könnten bereits heute vereidigt werden und sich dann Anfang kommender Woche den Vertrauensabstimmungen in beiden Parlamentskammern stellen. Renzi hatte seinem Vorgänger Enrico Letta mangelnden Reformeifer vorgeworfen und ihn durch geschicktes Taktieren aus dem Amt gedrängt. mehr