Erhard Wunderlich

Verbandspräsident bedauert sein Fehlen bei Trauerfeier

Hamburg (sid). DHB-Manager Heiner Brand und Verbandspräsident Ulrich Strombach haben auf die heftige Kritik an ihrer Abwesenheit bei der Trauerfeier für Erhard Wunderlich reagiert. Brand sagte dem Nachrichtenportal Spox: "Über die Tatsache, dass niemand da war, war ich auch nicht erfreut. Da hat es wohl Kommunikationsprobleme gegeben. Ich selbst war zu der Zeit im Urlaub, sonst wäre ich auch hingefahren." Strombach teilte mit, er habe erst am Dienstagmittag nach der Rückkehr von einer DHB-Dienstreise von dem Termin der Beisetzung erfahren. Zu diesem Zeitpunkt habe er "die schon für Mittwoch anstehenden beruflichen und privaten Termine nicht mehr absagen" können, heißt es in der Mitteilung. Er "bedaure dies sehr". mehr

Stenzel kritisiert die DHB-Führung und fordert ihren Rücktritt

Düsseldorf (sid). "Es gibt Termine, bei denen man einfach aufzuschlagen hat", sagte Ex-Nationaltorwart Andreas Thiel (52). "Für den deutschen Handball und uns Handballer war es aus meiner Sicht eine Riesenenttäuschung", betonte Ex-Nationalspieler Kurt Klühspies (60). Bei der Trauerfeier des an Hautkrebs gestorbenen "Jahrhundert-Handballers" Erhard Wunderlich (55) war kein Vertreter des Deutschen Handballbundes (DHB) dabei. "Ich muss mit der Kritik leben", sagte Vizepräsident Horst Bredemeier, der sich aus privaten Gründen abgemeldet hatte. DHB-Manager Heiner Brand war wegen eines lange geplanten Urlaubs nicht in Deutschland. Präsident Ulrich Strombach erklärte, er sei verhindert gewesen. "Tiefer kann ein Verband nicht sinken, als bei der Beerdigung eines seiner wichtigsten Spieler nicht mit der Verbandsspitze anwesend zu sein", kritisierte Vlado Stenzel (78). Der Trainer der WM-Mannschaft von 1978 – mit Wunderlich, Klühspies und Brand – forderte eine sofortige Neubesetzung des Vorstandes. mehr

Offener Brief

Ex-Bundestrainer Schobel klagt Handball-Spitze an

Mit großem Unverständnis hat der ehemalige Bundestrainer Simon Schobel auf die fehlende Anteilnahme des Deutschen Handballbundes bei der Beisetzung von Ex-Nationalspieler Erhard Wunderlich reagiert. "Seit meinem Rückzug als Bundestrainer habe ich mich aus jeglichen Diskussionen rausgehalten, doch jetzt habe ich zu große Schmerzen und frage mich ständig, wo war denn der Rest? Wo waren die Spieler von 78? Wo waren die Spieler von 84? Wo waren die Funktionäre und der Trainerstab des Deutschen Handballbundes?", schrieb Schobel in einem bei "Kicker.de" veröffentlichten Offenen Brief an "Sepp" Wunderlich. Der aus Rumänien stammende Handball-Experte, der als Nachfolger von Vlado Stenzel 1982 mit 32 Jahren der jüngste Bundestrainer in der Geschichte des DHB war, ließ kein gutes Haar an den Funktionären und Trainern des deutschen Fachverbandes. "Wenn diese Leute noch einen Funken Ehre in sich haben, sollten sie von ihren Ämtern zurücktreten." mehr