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Ferrari trennt sich von Technikchef Allison

Der Formel-1-Rennstall Ferrari um den viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel hat sich von Technikchef James Allison getrennt. Wie die Scuderia am Mittwoch mitteilte, habe man sich nach dreijähriger Zusammenarbeit einvernehmlich für eine Trennung entschieden. "Wir danken James für seinen Einsatz und die Opfer in der gemeinsamen Zeit", sagte Teamchef Maurizio Arrivabene. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Gerüchte um eine mögliche Trennung gegeben. Angesichts der enttäuschenden Leistungen in der bisherigen Saison sei es zum Bruch zwischen Ferrari-Boss Sergio Marchionne und dem Briten gekommen, es gebe Meinungsverschiedenheiten über Strategie und Arbeitsmethoden, hatte die "Gazzetta dello Sport" geschrieben. Der Tod von Allisons Frau vor einigen Monaten und sein Bedürfnis, seinen Kindern näher zu sein, hätten den 48-Jährigen außerdem endgültig dazu veranlasst, mit Marchionne über ein vorzeitiges Ende seines bis zum kommenden Jahr gültigen Vertrages zu verhandeln. Allison war nach Erfolgen bei Lotus 2013 zu Ferrari gewechselt, er ist einer der letzten Verbliebenen aus der Ära von Ex-Präsident Luca di Montezemolo. Sein Nachfolger bei den Italienern wird Mattia Binotto. mehr

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Ende 2015 wird Ferrari zu einem öffentlichen Unternehmen werden - zumindest fast öffentlich. Denn zehn Prozent der Aktien werden sowieso Piero Ferrari, dem Sohn von Enzo Ferrari, gehören. 80% der Aktien werden dem Konzern Fiat-Chrysler gehören. Dessen Chef Sergio Marchionne hat jüngst verkündet, dass es nur noch ein paar Tage bis zur Präsentation des Börsenprospekts dauert. Dieses hunderte Seiten umfassende Prospekt dient potentiellen Investoren. Sie können sich ein umfangreiches Bild vom Unternehmen machen. Außerdem erklärte er, dass der neue Sitz des Unternehmens in London liegen und es in den Niederlanden eingetragen sein wird. Die Produktionsstätte in Maranello, bekannt als Gestione Sportiva, bleibt aber erhalten. Sergio Marchionne wünscht sich bei einem Börsengang (IPO) für Ferrari eine Gesamtbewertung von elf Milliarden US-Dollar.


Motorsportfreunde könnten bei einem erfolgreichen Börsengang Ende des Jahres dann selber Anteilsscheine kaufen und so zum (Mit-)Eigentümer einer der erfolgreichsten und bekanntesten Marken der Welt zu werden.