FIFA (Fédération Internationale de Football Association)
FIFA (Fédération Internationale de Football Association) FOTO: dpa, pse hak
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Vor US-Gericht

Fifa-Funktionär aus Guam gibt Korruption zu

Ein Funktionär des Fußball-Weltverbandes Fifa hat sich vor einem New Yorker Gericht schuldig bekannt, Schmiergelder angenommen zu haben. Richard Lai ist Präsident des Fußballverbandes der Pazifikinsel Guam und im Vorstand von Asiens Verband AFC. Der 55 Jahre alte US-Bürger bekannte sich am Donnerstag (Ortszeit) vor einer Richterin in zwei Fällen der Verschwörung zum Überweisungsbetrug schuldig, wie das US-Justizministerium mitteilte. mehr

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Geldstrafen für mehrere Fußballverbände

Die Disziplinar-Kommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hat gegen mehrere Nationalverbände wegen Vorfällen bei Qualifikations-Spielen für die WM 2018 in Russland Sanktionen verhängt. Unter anderem wurde das unsportliche und diskriminierende Verhalten von Fans bestraft. So muss Albanien für mehrere Vorfälle wie das Abbrennen von Pyrotechnik während der Begegnung gegen Italien am 25. März in Palermo (0:2) 100.000 Schweizer Franken (rund 92.000 Euro) zahlen, der Gegner wurde zu knapp 14.000 Euro Strafe verurteilt. Der iranische Verband muss eine Geldstrafe von 50.000 Franken (46.000 Euro) entrichten. Die FIFA ahndete damit das Abbrennen von Pyrotechnik sowie ein überfülltes Stadion beim Spiel am 28. März in Teheran gegen China (1:0). Wegen des Einsatzes von Pyrotechnik zur Kasse gebeten wurden auch Bosnien-Herzegowina, Polen und Montenegro. Brasilien, Argentinien und Mexiko wurden wegen diskriminierendem Verhaltens ihrer Fans, unter anderem für schwulenfeindliche Gesänge, bestraft. mehr

Südamerikas Fußballverband

Millionen-Schmiergelder geflossen

Der südamerikanische Fußballverband Conmebol sieht sich um Schmiergelder in Höhe von umgerechnet rund 117 Millionen Euro betrogen. Binnen 16 Jahren soll der Betrag von Verbandskonten abgezweigt worden sein, wie aus einer Untersuchung hervorgeht, die am Mittwoch auf dem Verbandskongress in der chilenischen Hauptstadt Santiago vorgestellt wurde. Nach den Angaben landeten 26,9 Millionen US-Dollar (knapp 25 Millionen Euro) auf zwei Konten des früheren Conmebol-Präsident Nicolás Leoz. Weitere Millionen seien an bisher Unbekannte überwiesen worden. Conmebol-Generaldirektorin Monserrat Jiménez kündigte rechtliche Schritte an. Man werde das Geld von Gerichten in Paraguay zurückfordern, wo der Verband seinen Sitz hat. Der Bericht sei auch an die US-Justiz geschickt worden. Mehr als zwei Millionen Dokumente aus den Jahren 2000 bis 2015 waren im Zuge des Korruptionsskandals beim Weltverband Fifa im Auftrag der Conmebol geprüft worden. Nach Ermittlungen der US-Justiz zur Fifa-Affäre ab Mai 2015 waren mehrere ehemalige Fußballfunktionäre verhaftet worden, weil sie für die Vergabe von Fernsehrechten Schmiergelder angenommen haben sollen. Leoz steht bereits in Paraguay unter Hausarrest. Sein paraguayischer Landsmann und Nachfolger als Conmebol-Präsident, Juan Ángel Napout, wurde an die USA ausgeliefert. mehr

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