Francesco Schettino
Rom

"Costa Concordia": Berufungsprozess gegen Kapitän startet

Vor dem höchsten Gericht Italiens hat der Berufungsprozess gegen den Ex-Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" begonnen. Mehr als fünf Jahre nach dem Kentern des Luxusliners vor der toskanischen Küste überprüfen die Richter das Urteil gegen Francesco Schettino vom Februar 2015. Schettino, der gestern nicht im Gerichtssaal anwesend war, war wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. mehr

"Concordia"-Kapitän

Der Fall Schettino: Beide Seiten gehen nach Urteil Berufung

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung gehen gegen die Verurteilung des "Concordia"-Kapitäns Francesco Schettino zu 16 Jahren Haft in die Berufung. Während die Anklage in der nächsten Instanz auf ein höheres Strafmaß dringen will - sie hatte 26 Jahre wegen fahrlässiger Tötung von 32 Passagieren und Seeleuten gefordert - streben die Anwälte Schettinos ein milderes Urteil an. Die Vorinstanz habe nicht hinreichend den Kapitän entlastendes Beweismaterial gewürdigt, sagte Verteidiger Saverio Sensese. Schettino befindet sich angesichts der Berufungen auf freiem Fuß. Der zweite Prozess wird vermutlich im kommenden Jahr beginnen. mehr

Genua

Entlassung von "Costa"-Kapitän ist rechtens

Die Entlassung des "Costa Concordia"-Kapitäns Francesco Schettino nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes war rechtens. Das entschied gestern ein Gericht in Genua. Die Richter gaben der Reederei Costa Crociere recht, die sich die Rechtmäßigkeit der Kündigung bestätigen lassen wollte. Schettino war nach dem Unglück mit 32 Toten im Januar 2012 entlassen worden. Dagegen hatte dieser geklagt. Im Februar war Schettino zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Der Ex-Kapitän hat Berufung eingelegt. mehr

Rom

Schettino kritisiert seine Anwälte

Nach seiner Verurteilung zu mehr als 16 Jahren Haft hat der frühere "Costa Concordia"-Kapitän Francesco Schettino sich negativ über seine Anwälte geäußert. "Als ich gesehen habe, dass weder Vater noch Sohn die Akten studiert und stattdessen mit Journalisten gesprochen haben, war es zu spät, um umzukehren", sagte er der Zeitung "Corriere della Sera". Auch ein Vertreter der Anklage habe gesagt, die beiden handelten nicht im Interesse des Mandanten. Der 54-Jährige sagte, er sei ihnen ausgeliefert gewesen, und will Berufung einlegen. mehr

Rom

"Costa"-Kapitän soll festgenommen werden

Zehn Tage nach der Verurteilung wegen des "Costa-Concordia"-Unglücks hat die Staatsanwaltschaft die Festnahme von Ex-Kapitän Francesco Schettino beantragt. Es bestehe Fluchtgefahr, erklärte die Behörde im toskanischen Grosseto laut Nachrichtenagentur Ansa. Schettino war am 11. Februar wegen der Havarie des Kreuzfahrtschiffes mit 32 Toten zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Da er aber in Berufung geht, blieb er auf freiem Fuß. Das Gericht hatte die sofortige Festnahme zunächst abgelehnt. mehr