Geldwäsche
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Conmebol verklagt zwei seiner Ex-Präsidenten

Die südamerikanische Fußball-Konföderation Conmebol hat zwei seiner Ex-Präsidenten offiziell wegen Veruntreuung, Geldwäsche, Urkundenfälschung und anderer krimineller Vergehen verklagt. Nicolas Leoz (Paraguay) und Eugenio Figueredo (Uruguay) waren bereits in den aufsehenerregenden Ermittlungen der USA als Teil der großen Korruptionsaffäre im Weltfußball beschuldigt worden. Die Angeklagten stehen unter Hausarrest. Conmebol-Anwalt Osvaldo Granada sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Wirtschaftsprüfer hätten "einen operativen Mechanismus entdeckt, der Nicolas Leoz und Eugenio Figueredo stark belastet". Unter anderem seinen hohe Millionen-Beträge von der Konföderation auf ein von Leoz kontrolliertes Privatkonto geflossen. mehr

FIFA-Skandal

Ex-Fußballfunktionär Takkas legt in den USA Geständnis ab

Im Korruptionsskandal rund um den Fußball-Weltverband Fifa hat sich ein weiterer früherer Funktionär der Geldwäsche in Millionenhöhe schuldig bekannt. Der Brite Costas Takkas, Ex-Generalsekretär des Verbandes der Kaimaninseln, war bis zu seiner Festnahme vor zwei Jahren ein enger Vertrauter des ehemaligen Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb. Bei einer Verurteilung droht Takkas laut Gerichtsmitteilung von Mittwoch eine maximale Gefängnisstrafe von 20 Jahren. Anwalt Gordon Mehler erklärte, seinem Mandaten wäre es als einzigem Angeklagten erlaubt worden, sich nur in einem Vorwurf vor dem New Yorker Gericht schuldig zu bekennen, "weil er eine sehr kleine Figur in dem Fall" sei. Takkas war neben sechs weiteren Funktionären im Mai 2015 in einem Züricher Hotel kurz vor der Wiederwahl des damaligen Fifa-Präsidenten Joseph Blatter festgenommen worden. Im März 2016 wurde er in die USA ausgeliefert. Auch Webb hatte im Schmiergeldprozess ein Geständnis abgelegt. Der frühere Präsident des Kontinentalverbands von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik hatte erklärt, vor und nach seiner Wahl zum Concacaf-Chef Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. mehr