100. Giro d'Italia 2017 - alle aktuellen Informationen
100. Giro d'Italia 2017 - alle aktuellen Informationen FOTO: afp, don
Giro d'Italia
Sicherheitsbedenken

Künftig weniger Rad-Profis bei Tour und Giro

Nach zahlreichen gefährlichen Stürzen in der Vergangenheit haben die drei größten internationalen Radsport-Veranstalter beschlossen, ab der kommenden Saison zu ihren Rennen die Zahl der Profis zu reduzieren. So werden bei den großen Rundfahrten Tour de France, Giro d'Italia und Vuelta nur noch acht statt wie bisher neun Fahrer zu den Teamaufgeboten gehören. Damit werden künftig nur noch 176 statt bisher 198 Fahrer an den drei Top-Rundfahrten teilnehmen. Bei Klassikern wie Mailand - Sanremo, Flandern-Rundfahrt oder Paris-Roubaix gehören künftig nur noch sieben statt acht Profis zu einer Mannschaft. Mit kleineren Pelotons wolle man die "Sicherheit für die Fahrer" erhöhen, hieß es in einer Pressemitteilung des Renn-Organisators Amaury Sports Organisation (ASO). Zudem wolle man die Spannung erhöhen, da es dominierenden Teams schwerer gemacht werde, die Rennen zu kontrollieren. mehr

100. Giro d'Italia

3572 km lang und hoch auf den Ätna

Der 100. Auflage des Giro d'Italia wird im Mai 2017 in Sardinien starten und gut drei Wochen später nach 21 Etappen in Mailand enden. Alghero ist am 5. Mai zum ersten Mal Startpunkt des Profiradrennens. Die Gesamtstrecke beträgt 3572 Kilometer und beinhaltet fünf Bergankünfte, sechs Sprintetappen sowie zwei Zeitfahren. Zum vierten Mal in der Geschichte der Italien-Rundfahrt befindet sich eine Zieleinfahrt (4. Etappe) auf dem Vulkan Ätna. Ziel ist am 28. Mai in Mailand. Die Jubiläums-Ausgabe wurde als Hommage an die großen italienischen Champions Fausto Coppi, Gino Bartali, Vincenzo Nibali und Marco Pantani gestaltet. Die Route wurde am Dienstag in Mailand von den Renn-Veranstaltern vorgestellt. Nach dem Start auf Sardinien geht es für zwei Etappen nach Sizilien, wo Titelverteidiger Nibali geboren wurde. Coppi, Bartali und Pantani zu Ehren wurden die Zielankünfte oder Starts in die Geburtsorte des Trios gelegt. mehr

Radsport

Chaves gewinnt als erster Kolumbianer in der Lombardei

Radprofi Esteban Chaves hat am Samstag als erster Kolumbianer die Lombardei-Rundfahrt gewonnen. Der 26-Jährige vom Team Orica GreenExchange setzte sich nach 241 km von Como nach Bergamo bei der 110. Auflage des Klassikers durch. Der Gesamtzweite des diesjährigen Giro d'Italia besiegte den Italiener Diego Rosa (Astana) in einem spannenden Zielsprint. Auf den dritten Rang fuhr Rigoberto Urán (Kolumbien/Cannondale-Drapac) vor dem Franzosen Romain Bardet (AG2R La Mondiale). Das Quartett hatte sich schon früh abgesetzt und eine Ausreißergruppe gebildet. Lokalmatador Vincenzo Nibali (Astana) konnte wegen eines gebrochenen Schlüsselbeins, das er sich beim olympischen Straßenrennen zugezogen hatte, seinen Titel nicht verteidigen. Üblicherweise ist "Il Lombardia" das abschließende große Radrennen der Saison, dieses Jahr fand die Rundfahrt aber vor der Straßen-WM in Katar (9. bis 16. Oktober) statt. Das Rennen der fallenden Blätter, wie es auch genannt wird, hat vor allem für die Tifosi einen hohen ideellen Wert, und wenig überraschend führt in Fausto Coppi (5) ein Italiener die Liste der Rekordsieger an. Einen deutschen Gewinner gab es noch nie. mehr

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Chaves gewinnt als erster Kolumbianer Lombardei-Rundfahrt

Esteban Chaves hat die 110. Lombardei-Rundfahrt gewonnen und den ersten Sieg eines Kolumbianers bei dem Rad-Klassiker in Norditalien perfekt gemacht. Nach 241 Kilometern setzte sich der 26 Jahre alte Radprofi am Samstag als Schnellster einer vierköpfigen Ausreißergruppe durch. Der Zweite des diesjährigen Giro d'Italia verwies Diego Rosa aus Italien und seinen erfahrenen Landsmann Rigoberto Uran auf die Plätze zwei und drei. Die ehemaligen Tour-Gewinner Vincenzo Nibali aus Italien und Alberto Contador aus Spanien hatten auf einen Start beim vorletzten Herbstklassiker verzichtet. "Es ist unglaublich - ich kann es noch gar nicht fassen. Ich habe mir bis zum Schluss gesagt: Bleib ruhig, bleib ruhig. 200 Meter vor dem Ziel habe ich dann angetreten, und es war genau richtig. Es war eine Wahnsinnssaison für mich", sagte der Sieger in der Altstadt von Bergamo. Vor wenigen Wochen hatte der Profi aus der australischen Oreca-BikeExchange-Mannschaft die Spanien-Rundfahrt auf Rang drei abgeschlossen. Deutsche Profi spielten beim Rennen keine Rolle. mehr

Giro d'italia

Jubiläums-Giro 2017 startet auf Sardinien

Die 100. Auflage des Giro d'Italia wird am 5. Mai auf Sardinien gestartet. Dies gaben die Organisatoren der zweitgrößten Radrundfahrt der Welt am Mittwoch in Mailand bekannt. Insgesamt werden auf der Mittelmeerinsel drei Etappen gefahren bleiben. Der komplette Plan soll am 25. Oktober vorgestellt werden. Sardinien war bislang erst dreimal Giro-Schauplatz - 1961, 1991 und zuletzt 2007. Das erste Teilstück der Jubiläumsausgabe führt von Alghero nach Olbia, am zweiten Tag geht es weiter nach Tortoli. Die dritte Etappe führt dann in die Insel-Hauptstadt Cagliari. Der Sarde Fabio Aru vom Team Astana war nach der Präsentation des Auftakts begeistert. "Ich bin sehr stolz, dass der Giro in meiner Heimat beginnt", sagte der Giro-Zweite von 2015 und Dritte von 2014. mehr

Radteam von Bahrain

Nibali soll Kapitän werden

Das Bahrain Merida Team hat die Verpflichtung des italienischen Radstars Vincenzo Nibali von der kommenden Saison an offiziell bestätigt. Das neu formierte Team gab am Mittwoch zudem die Absicht bekannt, künftig in der Radszene auf höchstem Niveau mitmischen zu wollen. Der zweimalige Giro d'Italia Sieger Nibali wird schon seit mehreren Monaten mit dem Team in Verbindung gebracht. Derzeit bereitet er sich auf die Spiele in Rio de Janeiro vor, der anspruchsvolle Olympia-Kurs dürfte dem Italiener liegen. "Ich war sofort von der Idee des Projekts fasziniert, dass ein starkes Team um mich herum gebaut werden soll. Ich habe von Anfang an an die Mannschaft geglaubt, weil sie eine klare Vision hat und von einigen der besten Profis geleitet wird", erklärte Nibali am Mittwoch in einer Mitteilung seines Teams. Geplant ist, dass Nibali das Team als Kapitän führt. Das große Vertrauen der Verantwortlichen habe ihn überzeugt, sich "auf das neue, spannendste Abenteuer" seiner Karriere einzulassen. mehr

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Hondo wird Schweizer Nationaltrainer

Der ehemalige deutsche Radprofi Danilo Hondo steigt zum Schweizer Nationalcoach auf. Das bestätigte der 43-Jährige am Mittwoch vor dem Start der 17. Etappe der Tour de France in Bern der Deutschen Presse-Agentur. "Nach den Olympischen Spielen übernehme ich", sagte der gebürtige Lausitzer, der seit Jahren am Luganer See in der Schweiz lebt. Hondo gewann in seiner Karriere unter anderem zwei Etappen beim Giro d'Italia. Er hatte seine aktive Laufbahn vor knapp zwei Jahren beendet. Danach begann er als Trainer der U-23-Mannschaft des Schweizer Radsportverbandes. mehr

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Nibali gewinnt 99. Giro d'Italia

Der italienische Radprofi Vincenzo Nibali hat zum zweiten Mal nach 2013 den Giro d'Italia gewonnen. Der 31-Jährige vom Team Astana machte den Triumph auf der 163 km langen Schlussetappe der 99. Italien-Rundfahrt von Cuneo nach Turin am Sonntag perfekt, Nibali wurde auf der Flachetappe von seinen Konkurrenten als Träger des Rosa Trikots traditionell nicht mehr attackiert. Für Nibali ist es nach dem Vuelta-Sieg 2010 und dem Triumph bei der Tour de France 2014 der vierte Sieg bei einer der drei großen Landesrundfahrten. Der Tagessieg am Sonntag ging an Giacomo Nizzolo aus Italien (Trek), der Nikias Arndt (Buchholz/Giant-Alpecin) auf den zweiten Platz verwies. Die deutschen Fahrer zählen zu den großen Gewinnern des Giro. Die Top-Sprinter André Greipel (3) und Marcel Kittel (2) sowie Bahnradspezialist Roger Kluge sorgten für sechs deutsche Etappensiege. mehr

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