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Griechenland
Persönlich

Stavros Dimas . . . muss in Athen in die Verlängerung

Er denkt mehr, als er spricht. So urteilt die griechische Presse über Stavros Dimas. Der 73-jährige ehemalige EU-Kommissar gilt als einer der seriösesten und erfahrensten Politiker des Landes. Sein hohes Ansehen, das weit über seine Partei, die konservative Nea Dimokratia, hinausreicht, hat gestern allerdings nicht ausgereicht, als er im ersten Wahlgang als neuer Präsident Griechenlands zur Wahl stand. Für Dimas, der ohne Gegenkandidat antrat, stimmten nur 160 Abgeordnete, die notwendige Zweidrittelmehrheit im Parlament - mindestens 200 der 300 Stimmen - verfehlte er damit deutlich. mehr

Athen

Griechische Präsidentenwahl wird zur Machtprobe

Griechenland hegte Hoffnungen, im neuen Jahr mit einer letzten Hilfe der EU-Partner wieder wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen zu können. Doch der Traum gerät ins Wanken. Die eigentlich nur formelle Wahl eines neuen Staatspräsidenten - der lediglich repräsentative Funktion hat - im Parlament droht das Land heute in eine lange Phase der Unsicherheit zu stürzen. "Alles hängt am seidenen Faden", warnt Vize-Regierungschef Evangelos Venizelos (Sozialisten). Manche Beobachter reden sogar wieder vom Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Notenbankchef Ioannis Stournaras schlägt Alarm: Die Gefahr einer neuen Krise sei groß. mehr

Troika

Geldgeber drängen Athen zu Reformen

Berlin (dpa) Die internationalen Geldgeber verlangen weitere Reformen von Griechenland. Im aktuellen Sachstandsbericht bescheinigt die Gläubiger-Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds der Athener Regierung zwar, "ein gutes Stück" vorangekommen zu sein. Eine "Reihe wichtiger Fragen" müsse aber noch angegangen werden. Der Bundestag wird voraussichtlich noch in dieser Woche über weitere Hilfen für Griechenland abstimmen. mehr

7:20 gegen Griechenland

Deftige Weltliga-Schlappe für deutsche Wasserballerinnen

Deutschlands Wasserballerinnen haben ihr enttäuschendes Länderspieljahr mit der zweiten Niederlage in der Weltliga beendet. Die Gastgeberinnen verloren das Heimspiel in der Europagruppe B gegen Griechenland am Dienstag in Krefeld mit 7:20 (3:6, 3:6, 1:3, 0:5). Es war die zwölfte Niederlage in Serie gegen den EM-Sechsten. Beim deutschen Team machte sich vor allem der kurzfristige Ausfall der verletzten Stammtorhüterin Bianca Ahrens negativ bemerkbar. Die Tore für die Auswahl von Trainer Milos Sekulic warfen Claudia Kern, Claudia Blomenkamp (je 2), Bianca Seyfert, Linn Freisewinkel und Lilian Adamski. mehr

Düsseldorf

Rheinmetall akzeptiert Millionen-Bußgeld

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern zieht einen Schlussstrich unter einen seit Monaten gärenden Korruptionsfall in Griechenland. Konkret geht es um den Vorwurf, ein ehemaliger Repräsentant der Bremer Tochterfirma Rheinmetall Defence Electronics (RDE) habe ranghohe griechische Beamte bestochen. "RDE wurde im Rahmen des Ordnungswidrigkeitsverfahrens zur Last gelegt, durch einen Mangel an internen Kontrollen die verdächtigen Zahlungen an den Vertriebspartner nicht aufgedeckt und unterbunden zu haben", heißt es in der Mitteilung des Konzerns. mehr

Griechenland

Athener Börse verbucht größtes Tagesminus seit 1987

Die Furcht der Anleger vor politischer Instabilität und einer Abkehr vom Sanierungskurs hat den griechischen Aktienmarkt am Dienstag abstürzen lassen. Der Athener Leitindex schloss 13 Prozent im Minus. Dem Börsenbetreiber zufolge ist das der größte Tagesverlust seit November 1987. Griechische Anleihen warfen Investoren ebenfalls aus ihren Depots. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen Bonds auf bis zu 8,086 Prozent von 7,274 Prozent zum Vortagesschluss. mehr