Gustl Mollath
Regensburg

Mollath legt Revision gegen Urteil ein

Eine Woche nach seinem Freispruch geht der langjährige Psychiatrie-Insasse Gustl Mollath in Revision gegen das Urteil des Landgerichts Regensburg. Über die Revision entscheidet nun der Bundesgerichtshof. Das Landgericht Regensburg hatte zwar die Vorwürfe der Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung als nicht erwiesen angesehen, den 57-Jährigen aber für schuldig befunden, seine Ex-Frau misshandelt zu haben. Mollath hatte erklärt, er wolle den Vorwurf der Misshandlung nicht auf sich sitzenlassen. mehr

Regensburg

Freispruch zweiter Klasse für Gewalttäter Mollath

Freispruch für Gustl Mollath, aber keine volle Rehabilitierung: Rund ein Jahr nach seiner Entlassung aus der Psychiatrie hat das Landgericht Regensburg den 57-Jährigen im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen. Allerdings befand es den jahrelang gegen seinen Willen Festgehaltenen für schuldig, seine damalige Ehefrau misshandelt zu haben. Er habe sie 2001 mehrfach mit der Faust geschlagen, getreten, gebissen und gewürgt, urteilte das Gericht. mehr

Persönlich

Gustl Mollath . . . bleibt ein Rätsel

Der Strafrechtsfall des Nürnbergers Gustl Mollath (57) ist längst in die deutsche Rechtsgeschichte eingegangen, insbesondere in die bayerische. Ob Mollath ein erbarmungswürdiges Justizopfer ist, das bis zu seiner Freilassung im Jahr 2013 mehr als sieben Jahre in der Gerichts-Psychiatrie (zuletzt Bayreuth) zwangsuntergebracht war; ob er ein Krimineller mit der besonderen Gabe zur Verstellung ist, der angeklagt wurde, 2001 seine inzwischen von ihm geschiedene Ehefrau Petra geschlagen, gebissen, getreten, eingesperrt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben; oder ob Gustl Mollath bloß ein extrem seltsamer Heiliger ist - so richtig klar ist das alles nicht. mehr